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07.01.2016, 01:03

4. Etappe: Peterhansel und Sainz schieben sich vor den Rallye-Weltmeister

Loeb überrascht weiter - auch als Dritter

Er kam, sah und siegte. Zwei Tageserfolge holte Rallye-Weltmeister Sébastien Loeb bei seinem Dakar-Debüt bereits. Kann er jetzt sogar am Ende triumphieren? Beim ersten richtigen Härtetest fuhr er am Mittwoch jedenfalls auf Rang drei vor, nur die Dakar-Routiniers Stéphane Peterhansel und Carlos Sainz waren unwesentlich schneller. In der Gesamtwertung liegt er vorne.

Sebastian Loeb
Weiter in Front, trotz Platz drei auf der marathon-Etappe: Peugeot-Pilot Sebastian Loeb.
© imagoZoomansicht

Für einen Lehrling hat Sébastien Loeb zu Beginn der Rallye Dakar schon einen meisterlichen Job gemacht. Seine Fans hatten es erhofft, seine Gegner befürchtet. Zwei Etappen, zwei Siege. Der neunmalige Rallye-Weltmeister hat in kürzester Zeit Spuren bei seinem ersten Dakar-Start hinterlassen. "Er ist der beste Pilot der Welt", betonte sein Markenkollege, Dakar-Rekordsieger Stéphane Peterhansel.

Um die Dakar allerdings hatte Loeb bislang einen Bogen gemacht. Das legendäre Offroad-Abenteuer gehört nicht zur WM-Serie des Weltverbands FIA. 2012 hatte Loeb dort seinen letzten Titel gewonnen, ein Jahr später holte er sich seinen letzten Sieg bei einem WM-Lauf - in Argentinien.

Und dort zeigt der Altmeister nun auch bei der Dakar seine Ausnahme-Qualitäten. "Ich habe von Beginn bis Ende angegriffen", erzählte Loeb nach seinem zweiten Tagessieg. "Alles läuft gut." Allerdings waren die beiden Tagesstücke nach der Absage der ersten Etappe auch auf Loebs außergewöhnliche Fähigkeiten zugeschnitten. Die typischen Härtetests der gefährlichsten Rallye der Welt stehen noch bevor.

Dritter auf der Marathon-Etappe

Am Mittwoch beispielsweise mit der Marathon-Etappe mit Start und Ziel in Jujuy in Argentinien. 3500 Meter über dem Meeresspiegel, 429 Kilometer auf Zeit. Dazu ein 200 Kilometer langes Verbindungsstück. Wer seinen Wagen demoliert, muss selbst Hand anlegen, Mechaniker sind im Biwak nach der Ankunft nicht erlaubt.

Bisher sei das Auto, der Peugeot 2008 DKR, top, betonte Loeb. Bleibt der zweiradangetriebene und 1280 Kilogramm schwere Wagen das bis ins Ziel am 16. Januar - auch im Vergleich zu den Allrad-Antriebs-Autos von Mini und VW?

Auch beim Langzeittest zeigten der Wagen und Loeb ihre Klasse. Platz drei - nur geschlagen von seinen beiden Markenkollegen Stéphane Peterhansel und Carlos Sainz. Sonst wäre Loebs Hattrick perfekt gewesen.

Nasser Al-Attiyahs pessimistische Vorahnung

Vorjahressieger Nasser Al-Attiyah vom hessischen X-raid-Team rechnet nicht damit, dass die Autos des französischen Herstellers bis zum Ende mithalten können. Schließlich kehrte Peugeot nach 25 Jahren vor rund zwölf Monaten zur Dakar erst wieder zurück. Den letzten Gesamtsieg bei der damals noch in Paris gestarteten und tatsächlich in Senegals Hauptstadt Dakar beendeten Rallye schaffte der französische Autobauer 1990. Seitdem die Dakar in Südamerika ausgefahren wird, gewannen entweder VW (2009, 2010, 2011) oder Mini (2012, 2013, 2014 und 2015).

Zu Beginn trumpfen die Peugeots aber mächtig auf, holten bislang alle Etappensiege. Knapp fünf Minuten Vorsprung hat Loeb nun vor dem fünften Teilstück auf Dakar-Rekordsieger Peterhansel. Al-Attiyah büßte am Mittwoch weitere viereinhalb Minuten auf «Mister Rallye» Loeb ein. "Die Marathonetappe ist meiner Meinung nach der Schlüssel zur Dakar", hatte der Pilot aus Katar zuvor verlauten lassen.

Spricht also einiges für Loeb, den 78-maligen Rallye-Gewinner. Auch wenn der nicht müde wird zu betonen, dass er bei der Dakar sei, um zu lernen. Das macht er aber meisterlich.

dpa

Über 9000 Kilometer in zwei Wochen
Impressionen von der Rallye Dakar
Peterhansel und Cottret
Finaler Jubel in Rosario

Gesamtsieger jubeln so: Peugeot-Pilot Stephane Peterhansel (li.) und Beifahrer Jean Paul Cottret nach der 13. und letzten Etappe in Rosario. Für Peterhansel war es der sechste Triumph bei der Dakar (Auto und Motorrad).
© Getty Images

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07.01.16
 

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