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03.01.2016, 23:34

NFL, Week 17: Colts-Wunder bleibt aus

Ryan ärgert Jets - Steelers doch noch in den Play-offs

"Win and you're in" - so banal war die Rechnung für die New York Jets vor dem letzten Spieltag der Regular Season in der NFL. Doch die von Ex-Coach Rex Ryan trainierten Buffalo Bills spuckten dem Divisionsrivalen aus der AFC East noch in die Suppe. Dies freute natürlich die Pittsburgh Steelers, die sich dank des Erfolges über Cleveland als letztes Team doch noch für die Post Season qualifizierten. Alle weiteren Entscheidungen von den 19-Uhr-Spielen können Sie hier im Überblick nachlesen.

Ryan Fitzpatrick
Verabschiedete sich mit einem Saison-Tiefstwert: Jets-QB Ryan Fitzpatrick.
© Getty ImagesZoomansicht

Ein Sieg - das war alles, was die New York Jets von der ersten Teilnahme an den Play-offs seit 2010 noch trennte. Doch bei Temperaturen um den Gefrierpunkt erlebten die Jets im verschneiten Buffalo buchstäblich einen Kaltstart. Ganz anders hingegen Buffalo: Die von Headcoach Rex Ryan (von 2009 bis 2014 Cheftrainer der Jets) an der Seitenlinie und von Quarterback Tyrod Taylor (18/28 Pässen, ein Rush-TD, keine Interception) auf dem Spielfeld angeführten Bills übten sich als Spielverderber und machten ihren Job mehr als nur ordentlich. So stand bereits zur Pause eine 16:7-Führung auf der Anzeigetafel.

Doch die Jets steckten ihre Köpfe noch nicht in den Sand. Gleich im ersten Spielzug nach der Halbzeit forcierten sie einen Fumble, der jedoch nur ein Fieldgoal und drei Punkte einbrachte (10:16). Am Ende von Q3 war nach einem TD-Pass von Ryan Fitzpatrick auf Eric Decker dann alles für ein furioses Finish angerichtet (17:19).

Fitztragic statt Fitzmagic

New York benötigte also noch dringend Punkte, ansonsten wäre die Saison beendet. Jets-QB Fitzpatrick, in den letzten Wochen mehrmals Matchwinner seiner Mannschaft und deshalb schon als "Fitzmagic" geadelt, versagten an alter Wirkungsstätte (2009-2012) allerdings die Nerven. Die letzten drei Drives der Jets endeten jeweils mit einer Interception des 33 Jahre alten Spielmachers, was ihn zur tragischen Figur machte. Buffalo gewann 22:19 und für Fitzpatrick (nur 43 Prozent Passquote, Saison-Tiefstwert) hieß es Fitztragic statt Fitzmagic.

Tomlin: "Wir sind genau dort, wo wir hin wollten"

Ben Roethlisberger
Punktlandung: Ben Roethlisberger (7) und die Pittsburgh Steelers sind bei den Play-offs dabei.
© Getty ImagesZoomansicht

New Yorks Niederlage war somit die Einladung für die Pittsburgh Steelers, doch noch an der Play-off-Party teilzunehmen. Und Ben Roethlisberger (24/36, 349 Yards, drei TDs, zwei Int.) und Co. nahmen diese Einladung selbstverständlich an: Bei den Cleveland Browns gewann "Steel City" (für Roethlisberger war es bereits der neunte Sieg beim elften Gastspiel in Cleveland) am Ende deutlich mit 28:12. James Harrison sorgte im 3. Viertel beim Stand von 14:9 mit einer Interception auf der eigenen Goalline für einen gewaltigen Boost der Steelers, die trotz dreier Turnovers siegten.

Erleichtert gab Cheftrainer Mike Tomlin anschließend zu: "Es war ein schwieriger Kampf über 16 Wochen. Aber wir sind genau dort, wo wir hin wollten." Als Zweiter in der AFC North sind die Steelers somit in der K.o.-Runde.

Der Divisionstitel war für Pittsburgh aber bereits vor dem Kick-off außer Reichweite gewesen. Den hatte sich nämlich Cincinnati (weiterhin ohne den am Daumen verletzten QB Andy Dalton) in der Vorwoche gesichert. Zum Hauptrundenabschluss schlugen die Bengals die Baltimore Ravens dennoch 24:16 und hoffen weiterhin auf ein Bye in Runde eins. Hierfür dürfen in den 22-Uhr-Spielen die Denver Broncos nicht gegen die San Diego Chargers gewinnen.

Zweite Pleite in Folge: New England bangt um Heimvorteil

Apropos Broncos: Die Franchise aus der Mile-High-City spielt auch für die New England Patriots das Zünglein an der Waage. Denn der Titelverteidiger (ohne den verletzten Left Tackle Sebastian Vollmer) verlor seinen Saisonabschluss bei den Miami Dolphins 10:20 und muss damit um den Heimvorteil in den AFC-Play-offs bangen. Für das Team um Star-QB Tom Brady (12/21, 134 Yards, kein TD, keine Int.) war schon die zweite Niederlage in Folge.

Colts-Wunder bleibt aus - Titans draften an Nummer 1

Nun zu einer anderen, wahnwitzigen Geschichte der Week 17: Neun Ergebnisse hätten zu Gunsten der Indianapolis Colts ausgehen müssen, um sich doch noch für die Post Season zu qualifizieren. Darunter ein eigener Sieg gegen die Tennessee Titans. Zwar erledigten die Colts ihre Hausaufgaben pflichtbewusst - Indianapolis gewann 30:24 -, doch schon der souveräne 30:6-Erfolg des direkten Rivalen Houston Texans gegen die Jacksonville Jaguars machte sämtliche Zahlenspiele hinfällig. Stattdessen stehen die Texaner als Divisionssieger in der AFC South fest und dürfen an der K.o.-Runde teilnehmen.

Im Umkehrschluss gab es für die Titans als "Belohnung" für 13. Niederlage den Nummer-1-Pick im kommenden Draft im April. An zweiter Stelle dürfen die Cleveland Brown picken.

Cousins wie ein Uhrwerk

Noch abschließend ein Blick ins Cowboys Stadium nach Arlington (Texas). Dort war für Washingtons Quarterback Kirk Cousins, der als erster Redskins-QB in jedem Saisonspiel mindestens einen TD-Pass geworfen hat, bereits beim Stand von 24:0 im zweiten Viertel Feierabend. Der Spielmacher konnte ob der souveränen Führung für die Play-offs geschont werden, nachdem sich Washington im Ranking ohnehin nicht mehr verbessern konnte. Für die Cowboys war es hingegen das Ende einer gruseligen Spielzeit, die mit der Verletzung von Quarterback Tony Romo begann und der zwölften Niederlage (23:34) endete. Dazu noch ein kleiner sowie für Cowboys-Fans sicher schmerzlicher Blick in das Geschichtsbuch: Ein 0:21-Rückstand nach Q1 war der stolzen und traditionsreichen Franchise zuletzt im Dezember 1961 unterlaufen.

Die letzten Entscheidungen fallen in den 22-Uhr-Spielen bzw. im Sunday Night Game (2.30 Uhr) zwischen den Green Bay Packers und den Minnesota Vikings, die zwar beide (je 10:5-Siege) schon für die Play-offs qualifiziert sind, aber im direkten Duell den Titel in der NFC North ausfechten.

Black Monday: Welcher Trainer muss seine Koffer packen?

Werfen wir noch einen Blick voraus: Der Montag nach dem letzten Saisonspieltag ist traditionell ein schwarzer Tag für einige Trainer, denn für manche ist es gleichzeitig der letzter Arbeitstag. In der National Football League ist es schon lange Usus, dass an jenem "Black Monday" die ersten Trainerentlassungen bekanntgegeben werden.

Zu den "Favoriten" zählen diesmal Mike Pettine (Cleveland), Chuck Pagano (Indianapolis), Jim Tomsula (49ers), Tom Coughlin (NY Giants), Jim Caldwell (Detroit) sowie die Interimstrainer Dan Campbell (Miami) und Mike Mularkey (Tennessee). Bereits vor einer Woche entlassen wurde Chip Kelly von den Philadelphia Eagles.

Sicher im Stuhl sitzt dagegen Jason Garrett von den Dallas Cowboys. Trotz zwölf Niederlagen und nur vier Siegen darf der Rotschopf wohl weitermachen. "Veränderungen sind nicht immer die beste Maßnahme", hatte Vizepräsident Stephen Jones bereits vor dem letzten Spiel gegenüber NFL-Medienvertretern bestätigt.


Week 17

Sonntag, 3. Januar

Buffalo Bills - New York Jets 22:17
Miami Dolphins - New England Patriots 20:10
Atlanta Falcons - New Orleans Saints 17:20
Cincinnati Bengals - Baltimore Ravens 24:16
Cleveland Browns - Pittsburgh Steelers 12:28
Houston Texans - Jacksonville Jaguars 30:6
Indianapolis Colts - Tennessee Titans 30:24
Dallas Cowboys - Washington Redskins 23:34
New York Giants - Philadelphia Eagles 30:35
Chicago Bears - Detroit Lions 20:24
Carolina Panthers - Tampa Bay Buccaneers
Kansas City Chiefs - Oakland Raiders
Denver Broncos - San Diego Chargers
Arizona Cardinals - Seattle Seahawks
San Francisco 49ers - St. Louis Rams
Green Bay Packers - Minnesota Vikings

ssc

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