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30.12.2013, 20:15

Week 17: Chargers nach OT-Sieg durch - Manning bricht weitere Rekorde

Rückkehrer Rodgers führt Packers in die Play-offs

Der letzte Spieltag in der National Football League (NFL) hatte bereits im Vorfeld eine Menge Spannung garantiert. Vier Teams kämpften in der AFC um den letzten verbliebenden Wild-Card-Spot. In der NFC gab es obendrein noch zwei direkte Duelle um den Divisionstitel: Green Bay (mit Aaron Rodgers) spielte in Chicago, Dallas (ohne Tony Romo) hatte Philadelphia zu Gast. Außerdem dabei: Rekordmann Peyton Manning, die zu klärende Frage des Nummer-1-Picks im nächsten Draft, das Aus für fünf Trainer und Abschiede in Atlanta und Minnesota. Doch der Reihe nach ...

Führte Gtreen Bay in die Play-offs: Aaron Rodgers.
Führte Gtreen Bay in die Play-offs: Aaron Rodgers.
© Getty ImagesZoomansicht

Den Auftakt gibt es in Minnesota, das mit den Play-offs nichts mehr am Hut hatte. Die Vikings verabschiedeten sich dafür am Sonntag von ihrer langjährigen Arena, dem Metrodome. Seit 1982 trugen die Wikinger dort ihre Heimspiele aus. Dazu war das überdachte Stadion Ausrichter von Super Bowl XXVI (1992), des Final Four im College Basketball (1992, 2001) und Heimspielstätte der Minnesota Twins, die dort 1987 und 1991 die World Series im Baseball gewannen. Nach einer verkorksten Saison feierten die Vikings immerhin einen versöhnlichen Abschied mit den Fans: 14:13 hieß es am Ende gegen die Detroit Lions, die ebenfalls schon vor dem Kick-off aus dem Play-off-Rennen ausgeschieden waren. Matchwinner war Rookie Cordarrelle Patterson, dem zwei Touchdowns gelangen. In die neue Spielzeit geht es mit einem neuen Trainer: Für Leslie Frazier kam nach der Partie die Kündigung. Ab der neuen Saison wird Minnesota übrigens für zwei Jahre im Stadion der University of Minnesota spielen, ehe es ab 2016 ins "New Vikings Stadium" geht. Auch beim Gegner wird es eine Veränderung auf der Trainerposition geben: Nach fünf gemeinsamen Jahren trennen sich die Wege der Lions und Coach Jim Schwartz.

Mannings Rekordjahr: Die meisten TD-Pässe, Passing-Yards und Punkte

Bereits letzte Woche hatte Manning mit 50 TD-Pässen einen neuen Rekord aufgestellt. Am letzten Spieltag der Regular Season baute der 37-Jährige, obwohl er nur in der ersten Hälfte zum Einsatz kam, diesen nicht nur auf 55 aus, sondern heimste zusätzlich noch zwei weitere Bestmarken ein. Beim lockeren 34:14-Sieg bei den Oakland Raiders brachte Manning überragende 25 von 28 Pässen an seine Mitspieler und verbesserte damit Drew Brees' alten Rekord (5.476 Yards) um genau ein Yard auf 5.477 Passing-Yards in der gesamten Saison. Außerdem durchbrachen die Broncos als erstes Team die 600-Punkte-Schallmauer (604). Nicht einmal Tom Brady und die New England Patriots schafften dies in ihrer 16:0-Saison 2007 (589).

Die Rekorde purzeln: Peyton Mannings, Quarterback der Denver Broncos.
Die Rekorde purzeln: Peyton Mannings, Quarterback der Denver Broncos.
© Getty Images

Nummer-1-Pick an Houston - Shanahan vor dem Aus - Gonzalez verabschiedet

Es war weiß Gott nicht die Saison der Houston Texans: Als einer der Top-Favoriten in der AFC gestartet, gewannen die Texaner nach drei Siegen zum Auftakt keine weitere Partie mehr. Der anhaltenden Kontroverse um Quarterback Matt Schaub folgte Anfang Dezember die Entlassung von Chefcoach Gary Kubiak. Einen neuen Trainer will Houston Anfang nächster Woche bekanntgeben. Dieser kann sich nach der 10:16-Niederlage bei den Tennessee Titans immerhin auf den Nummer-1-Pick im Draft freuen. Wen die Texans draften, das steht noch nicht fest. Mit Teddy Bridgewater (Louisville) wird ein junger, talentierter Quarterback gehandelt. Für Schaub wäre dies das endgültige Aus in Houston.

Einen neuen Trainer werden sich auch die Washington Redskins (3:13) suchen. Die Hauptstädter haben sich von Mike Shanahan getrennt. "Unsere Fans verdienen bessere Ergebnisse. Wir haben die Verpflichtung, die Ressourcen und Talente besser zu nutzen, um das Team zurück in die Play-offs zu bringen", erklärte Klubbesitzer Daniel Snyder.

Nun gilt der Fokus aber den Play-offs. Zuerst geht es in die NFC. Dort standen die Carolina Panthers schon seit der Vorwoche als Play-off-Teilnehmer fest. Durch den abschließenden 21:20-Sieg bei den Atlanta Falcons hat Carolina nun auch noch den Titel in der NFC South sicher. Einmal mehr konnten sich die Panthers auf Quarterback Cam Newton (zwei TD-Pässe, 72 Rush-Yards) und ihre Defense (neun Sacks gegen Falcons-QB Matt Ryan) verlassen. Atlanta, das im Vorjahr die NFC South noch mit 13 Siegen für sich entschieden hatte, beendete die Saison mit nur vier Erfolgen. Zudem wurde in der Halbzeit der zukünftige Hall-of-Famer Tony Gonzalez verabschiedet. Nach 17 Spielzeiten hatte der 37-jährige Tight End sein Karriereende angekündigt.

Mit den Saints qualifizierte sich ein weiteres Team aus der NFC South für die K.o.-Runde. New Orleans fertigte die Tampa Bay Buccaneers mit 42:17 im Superdome ab. Drew Brees (24/31) warf für 381 Yards und vier Touchdown-Pässe. Damit bleibt der Meister von 2010 in "Big Easy" ungeschlagen. Problem: Als Nummer sechs in der NFC-Setzliste muss das Team aus der Mississippi-Metropole auswärts ran. Da lief es für New Orleans weniger gut: Fünf von acht Gastspielen gingen verloren, statt 33 Punkten (zu Hause) gelangen im Schnitt nur 18 Zähler pro Partie.

Tampa Bay beendete die Hauptrunde mit nur vier Siegen. Zu wenig für Klubboss Bryan Glazer, der Trainer Greg Schiano und Manager Mark Dominik von ihren Aufgaben entbunden hat.

Rodgers und Cobb: Die Rekonvaleszenten machen's für Green Bay klar

In buchstäblich letzter Sekunde sprangen die Green Bay Packers noch auf den Play-off-Zug auf. Dabei machte sich vor allem die Rückkehr von Quarterback Aaron Rodgers und Randall Cobb bezahlt. Beim 188. Duell zwischen den Chicago Bears und den Packers, der Sieger würde die NFC North gewinnen, ging es hin und her. Nach fünf Führungswechseln (darunter ein kurioser Packers-Touchdown, bei dem die Bears-Defensive einen unvollständigen Pass vermutete und das Spielen einstellte, Jarrett Boykin den Rodgers-Fumble letztlich ohne Gegenwehr über die Linie brachte) sah Chicago im Schlussabschnitt schon wie der Sieger aus (28:20). Ein Fieldgoal hielt die Packers im Spiel, doch beim letzten Drive lief es nicht rund in Green Bays Offensive. Rodgers sah sich 38 Sekunden vor Schluss auf Höhe der Mittellinie einem "4th and 8" gegenüber. Bei diesem fand er Cobb allein auf weiter Flur und dieser beförderte das Ei für 48 Yards zum 33:28 in die Endzone der Bears. Zwar misslang die 2-Point-Conversion, das machte aber nichts mehr.

Cowboys vs. Eagles: Orton macht den Romo

"Winner takes it all" hieß es auch im Cowboys Stadium in Arlington. Beim "Sunday Night Game" standen sich Dallas und die Philadelphia Eagles gegenüber. Nur auf den Sieger warten der Titel in der NFC East und die Play-offs. Die Cowboys mussten dieses Unterfangen ohne Tony Romo angehen. Der häufig in der Kritik stehende Quarterback hatte sich unter der Woche einer notwendigen Rückenoperation unterzogen. Vertreter Kyle Orton (30/46, 358 Yards, zwei TD-Pässe, zwei Interceptions) hielt Dallas lange im Rennen, verpasste nach einem Dez-Bryant-Touchdown aber erst die 2-Point-Conversion (zum möglichen 24:24) und warf wenig später die spielentscheidende Interception. Statt Play-offs heißt es nach der 22:24-Niederlage nun Urlaub für die "Boys". Philadelphia und seine Highspeed-Offense um QB Nick Foles (17/26, 263 Yards, zwei TD-Pässe, keine Interception) zieht dagegen im ersten Jahr unter Trainer Charles "Chip" Kelly sofort in die K.o.-Runde ein und hat in der kommenden Woche gegen New Orleans Heimrecht.

AFC: Dolphins und Ravens verlieren - Türöffner für Pittsburgh und San Diego?

In der AFC lag vor dem letzten Spieltag noch ein offenes Play-off-Ticket am Schalter. Darum kämpften Miami, Baltimore, Pittsburgh und San Diego. Die besten Chancen hatten die Dolphins, die zu Hause gegen die New York Jets antraten. Jene Jets, gegen die Miami noch vor wenigen Wochen in deren Stadion locker mit 23:3 besiegt hatten. Die Ausgangssituation war also vielversprechend, zumal es für New York um nichts mehr ging und die Auswärtsbilanz der Jets (1:7) weder Angst noch Schrecken auslöste. Allerdings musste Miami sein Spiel schon gewinnen, um von der Play-off-Teilnahme zu träumen. Ansonsten wären sie definitiv ausgeschieden. Und nach vier Vierteln trat genau dieses Worstcase-Szenario ein. "Das wird definitiv eine Weile dauern, um darüber hinwegzukommen", sagte ein enttäuschter Dolphins-Quarterback Matt Tannehill nach der 7:20-Niederlage. Deutlichere Worte fand Brent Grimes. "Wir haben es in den letzten beiden Spielen vergeigt. Damit müssen wir jetzt leben", so der Cornerback.

Parallel dazu musste auch der Titelverteidiger die Segel streichen. Baltimore verlor beim AFC-North-Champion Cincinnati mit 17:34. Dabei startete die Partie aus Sicht der Ravens vielversprechend: Bengals-QB Andy Dalton leistete sich zwei schnelle Intereceptions. Doch für Baltimore sprangen nur zwei Fieldgoals heraus - zu wenig. Denn die daheim noch ungeschlagenen Bengals fanden schnell zurück und hatten bereits Halbzeit das Kommando übernommen (17:6). Zwar kamen die Ravens um den noch immer angeschlagenen Joe Flacco (30/50, 192 Yards, drei Interceptions) auf 17:17 heran, mehr aber nicht. Zwei Bengals-Touchdowns sowie ein Mike-Nugent-Fieldgoal (38 Yards) beendeten die Saison des letztjährigen Meisters, der sich in der Offseason in der Offensive, speziell im Laufspiel, verstärken muss.

Über das Hintertürchen hätte Baltimore zwar noch die sechste Play-off-Teilnahme in Folge klarmachen können, dafür hätten jedoch Pittsburgh und San Diego verlieren müssen. So kam es aber nicht! Pittsburgh, das die Saison mit vier Niederlagen begonnen hatte, hatte seine Hausaufgaben gemacht und die Cleveland Browns (Headcoach Rob Chudzinski wurde anschließend nach nur einer Saison gefeuert!) mit 20:7 besiegt. Anschließend hieß es für die Jungs um Ben Roethlisberger Daumen drücken für Kansas City.

Steelers mit einem Bein drin - am Ende jubeln die Chargers

Und das zahlte sich zunächst auch aus. Die Chiefs, die schon für die K.o.-Runde qualifiziert und deshalb unter anderem ohne Quarterback Alex Smith und Running Back Jamaal Charles angetreten waren, gingen mit einem Zehn-Punkte-Polster ins Schlussviertel (24:14). Doch die Chargers-Offensive um QB Philip Rivers (229 Yards, drei TD-Pässe, eine Interception) wollte sich nicht geschlagen geben. Ein Nick-Novak-Fieldgoal aus 22 Yards glich die Partie 3:21 Minuten vor Schluss aus. Die Chiefs wollten eine Verlängerung vermeiden und gleichzeitig die Saison der Chargers beenden. Kansas-City-Kicker Ryan Succop vergab aber vier Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit ein Fieldgoal aus 41 Yards. Das Zittern in Pittsburgh und San Diego ging gleichermaßen weiter. Und Chargers-Coach Mike McCoy wusste die Nerven der Fans mit unkonventionellen Entscheidungen noch weiter zu strapazieren: Bei "4th and 2" an der eigenen 28-Yardlinie schickte er die Punt-Einheit aufs Feld, um anschließend einen Fake-Spielzug durchzuführen. Das Risiko zahlte sich aus: San Diego arbeitete sich tief in die gegnerische Hälfte vor und ging nach einem weiteren Fieldgoal von Novak erstmals in Führung. Kansas Citys letzter Drive scheiterte, sodass sich die Chargers auf das kommende Wild-Card-Weekend freuen dürfen.


Play-off-Teilnehmer

AFC: Denver (13:3), New England (12:4), Cincinnati (11:5), Indianapolis (11:5), Kansas City (11:5), San Diego (9:7)
NFC: Seattle (13:3), Carolina (12:4), Philadelphia (10:6), Green Bay (8:7:1), San Francisco (12:4), New Orleans (11:5)


Alle Ergebnisse, Week 17

Atlanta Falcons - Carolina Panthers 20:21
Cincinnati Bengals - Baltimore Ravens 34:17
Tennessee Titans - Houston Texans 16:10
Indianapolis Colts - Jacksonville Jaguars 30:10
Pittsburgh Steelers - Cleveland Browns 20:7
Miami Dolphins - New York Jets 7:20
Minnesota Vikings - Detroit Lions 14:13
New York Giants - Washington Redskins 20:6
Chicago Bears - Green Bay Packers 28:33
New England Patriots - Buffalo Bills 34:20
New Orleans Saints - Tampa Bay Buccaneers 42:17
Arizona Cardinals - San Francisco 49ers 20:23
San Diego Chargers - Kansas City Chiefs 27:24 (OT)
Seattle Seahawks - St. Louis Rams 27:9
Oakland Raiders - Denver Broncos 14:34
Dallas Cowboys - Philadelphia Eagles 22:24

 
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