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23.12.2013, 10:50

Week 16: Noch fünf Play-off-Plätze zu vergeben

Manning-Rekord, Panthers-Party, Showdown in Chicago

Der vorletzte Sonntags-Spieltag in der National Football League (NFL) bot in Sachen Play-offs beste Unterhaltung. In der NFC lösten die Carolina Panthers durch einen Sieg über New Orleans ihr Ticket. In der AFC holten sich New England (41:7 in Baltimore), Cincinnati (42:14 gegen Minnesota) und Denver (37:13 in Houston) durch deutliche Erfolge jeweils den Division-Titel. Die Broncos ergatterten zudem eine Bye-Week und hatten durch einen individuellen Rekord noch einen Grund mehr zur Freude.

Peyton Manning
Rekorde sind da, um gebrochen zu werden: Peyton Manning gelang mit 51 Touchdown-Pässen ein neuer NFL-Meilenstein.
© Getty ImagesZoomansicht

Die Frage des Most Valuable Player (MVP) dürfte in dieser Saison keine schwierige sein: Kaum ein Spieler hätte es wohl mehr verdient als Broncos-Quarterback Peyton Manning. Der 37-Jährige führte Denver bei den Houston Texans mit 400 Yards (32/51) und vier Touchdown-Pässen zum zwölften Sieg und stellte dabei eine neue Bestmarke auf. Noch nie zuvor hatte ein Quarterback 51 Endzonen-Pässe in einer Spielzeit an den Mann gebracht. Patriots-QB Tom Brady brachte es 2007 auf 50 TD-Pässe, Manning komplettierte nun nach 16 von 17 Wochen schon einen mehr und hat gegen Oakland am finalen Spieltag der regulären Saison noch die Chance, seinen Rekord weiter in die Höhe zu auszubauen.

"Es war etwas ganz Besonderes. In einem NFL-Spiel erlebst du nur selten Momente wie diesen", freute sich der 37-Jährige. Die Geschichte des Sieges in Houston ist schnell erzählt: Nach drei mehr oder weniger ausgeglichenen Vierteln (16:13 für Denver) entschied Manning mit drei Zuspielen in die Texans-Endzone die Partie schier im Alleingang. Auch Houston gelang übrigens eine neue Bestmarke, allerdings keine, auf die man sehr stolz sein wird im "Lone Star State": Zum 13. Mal in Folge gingen die Texans (2:13) als Verlierer vom Feld.

Chiefs-Pleite gibt Denver die Bye-Week

Die Play-off-Teilnahme stand für Denver ohnehin schon länger fest, nun haben die Broncos auch Gewissheit, dass sie in der ersten Runde ein Freilos haben werden. Der Grund ist ganz einfach: Durch die 7:23-Niederlage der Kansas City Chiefs gegen die bereits für die Play-offs qualifizierten Indianapolis Colts ist Denver die AFC West nicht mehr zu nehmen. Dabei gingen die Chiefs im eisig kalten Arrowhead-Stadium nach nicht einmal vier Minuten durch Jamaal Charles mit 7:0 in Front. Danach hatte die Colts-Defense um den Deutschen Björn Werner (ein Tackle, ein Sack gegen Chiefs-QB Alex Smith) alles im Griff und konnte sich auf die Offensive verlassen.

In der AFC North konnten sich die Cincinnati Bengals die Krone aufsetzen. Gegen die Minnesota Vikings feierten die Bengals einen überzeugenden 42:14-Erfolg und wahrten damit auch ihre blütenweiße Heimweste (7:0). Quarterback Andy Dalton warf für 366 Yards (27/38) und bereitete damit vier Touchdowns vor. Minnesota kam auch im siebten Versuch nicht zu seinem ersten Auswärtserfolg. Selbst die Rückkehr von Star-Receiver Adrian Peterson änderte daran nichts.

Rabenschwarzer Sonntag: Baltimore geht gegen New England unter

Joe Flacco
Das war nix: Joe Flacco, Final-MVP der letzten Saison, ging mit seinen Ravens in New England baden.
© picture alliance

Dass Cincinnati als AFC-North-Champion feststeht, ist auch den New England Patriots zu verdanken. Die "Pats" um Quarterback Tom Brady zerrupften die Baltimore Ravens in deren Stadion mit 41:7. Schon zur ersten Viertelpause lag New England mit 14:0 vorne. Bei Baltimore klappte dagegen über die gesamte Spieldauer gar nichts. Super-Bowl-MVP Joe Flacco, der mit einer dicken Bandage am verletzten linken Knie in die Partie gegangen war, fand weder Rhythmus noch Receiver. Selbst der ansonsten sehr sichere Kicker Justin Tucker versemmelte ein Fieldgoal aus nur 37 Yards. Als die Partie ohnehin schon entschieden war, durfte bei Baltimore Ersatz-QB Tyrod Taylor ran. Dieser machte in den Schlussminuten den rabenschwarzen Sonntag sowie die höchste Heimniederlage in der Franchise-Geschichte mit einem dicken Patzer beim Snap und einer Interception perfekt.

Eine mögliche Play-off-Teilnahme hat der Titelverteidiger nun nicht mehr selbst in der Hand. Dabei hatte Baltimore von Miami, das in den frühen Spielen gefordert war, eine Steilvorlage erhalten: Den Dolphins gelang bei der 0:19-Pleite in Buffalo kein einziger Zähler. Die Ravens wussten dies nicht zu nutzen und mussten Miami vor dem Saisonfinale nun sogar den Vortritt für den letzten Wild-Card-Spot überlassen. Durch den gleichzeitigen Erfolg der San Diego Chargers (26:13 gegen die Oakland Raiders) stehen nun alle drei Klubs mit 8:7-Siegen da, doch Miami gewinnt den Tie-Breaker durch die Mehrzahl gewonnener Conference-Partien (Dolphins 7, Ravens 6, Chargers 5).

AFC-Wildcard: Miami, Baltimore, San Diego oder doch Pittsburgh?

Sollte das Trio unisono Siege einfahren, so jubeln am Ende die Dolphins über die Play-off-Teilnahme. Baltimore würde bei einem eigenen Sieg und einer Niederlage von Miami oder San Diego den Sprung unter die Top-6 schaffen, die Chargers müssten ihre Partie gewinnen und darauf hoffen, dass sowohl Miami (gegen die New York Jets) und die Ravens (bei den Cincinnati Bengals) verlieren. Siegt keines der drei Teams, so könnte Pittsburgh am Ende der lachende Vierte sein. Die Steelers gewannen im verschneiten "Kühlschrank" Lambeau Field in einer heißen Schlussphase mit 38:31 bei den Green Bay Packers und hielten damit ihre minimalen Play-off-Chancen am Leben.

Die Packer hatten aber noch Glück im Unglück, dass Division-Rivale Chicago Bears seine Partie bei den Philadelphia Eagles mit 11:54 in den Sand setzte. Somit ist in der eher schwächer eingeschätzten NFC North Spannung bis zum Schluss garantiert. Denn am letzten Spieltag empfangen die Bears (8:9) die Packers (7:7:1) im Traditionsduell zum alles entscheidenden Spiel um den Division-Sieg und damit um die Play-off-Teilnahme. Der Sieger steht automatisch in der Post-Season, Chicago würde allerdings bereits ein - unwahrscheinliches - Remis genügen. Kein Partie in der NFL fand seit 1921 öfter statt als das Duell der Bears gegen die Packers.

NFC South: Newton führt Panthers in die Play-offs

Cam Newton
Völlig abgehoben: Carolinas Quarterback Cam Newton feiert den Einzug in die Play-offs.
© picture alliance

Ein TD-Pass von Panthers-Spielmacher Cam Newton 23 Sekunden vor Schluss ließ die knapp 74.000 Zuschauer in Charlotte in Ekstase verfallen. Denn das 17:13 gegen die New Orleans Saints bedeutete die sichere Qualifikation für die Post Season. Zwar ist den Panthers der NFC-South-Titel noch nicht sicher - hierfür benötigen sie einen Sieg über Atlanta oder eine Saints-Niederlage gegen Tampa Bay -, doch die erste Play-off-Teilnahme seit 2008 kann ihnen keiner mehr nehmen. Gegen New Orleans bewies Newton, Top-Pick im Draft von 2011, seine Klasse, als er sein Team in der letzten Minute von der eigenen 35-Yard-Linie zu sieben Punkten führte.

Für die Saints (10:5) war die Niederlage zwar kein Beinbruch, doch hätte ein Sieg in Charlotte den Divisions-Titel bedeutet. So muss New Orleans seine Hausaufgabe gegen die Buccaneers (4:11) im heimischen Superdome erledigen und auf einen Panthers-Ausrutscher in Atlanta hoffen. Eine weitere Niederlage darf sich der Champion von 2010 aber nicht erlauben, denn Arizona (10:5) hat durch den Überraschungssieg in Seattle gleichgezogen und macht sich Hoffnungen auf einen Platz in der NFC-Wild-Card-Runde. Carson Palmer avancierte trotz vier Interceptions schlussendlich zum Matchwinner. Ein 31-Yard-Pass auf Michael Floyd sorgte für den 17:10-Erfolg, der Seattles Heimserie nach 14 Siegen abrupt beendete.

NFC East: Romo diesmal nervenstark

Beenden hätten die Washington Redskins die Saison der Dallas Cowboys. Doch diesmal hatte der oftmals gescholtene Cowboys-Quarterback Tony Romo das bessere Ende auf seiner Seite. In den letzten 6:09 Minuten führte er Dallas zu zehn Zählern (darunter ein 4th & 10 zum TD) und damit zum 24:23 in der US-Hauptstadt. Den Cowboys genügt somit am letzten Spieltag im Heimspiel gegen Philadelphia ein Sieg für die Play-off-Teilnahme.

 
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