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21.11.2016, 20:43

"kicker.tv - Der Talk", Folge 25: Ist der Dino noch zu retten?

Die HSV-Debatte: "Am Abstieg würde der Verein zerschellen"

Steigt der Hamburger SV am Saisonende ab? In einer kicker-Umfrage mit 203.641 Zuschauern sagten 79,6 Prozent "Ja". Derart deutlich war das Ergebnis unter den Studiogästen bei "kicker.tv - Der Talk" jedoch nicht. Ex-HSV-Profi Sergej Barbarez, Stadionsprecher Lotto King Karl, Allesfahrer Andreas Kloß und kicker-Reporter Sebastian Wolff sprachen über Probleme und Lösungen des abstiegsbedrohten Bundesliga-Dinos.

Sebastian Wolff, Lotto King Karl, Andreas Kloß und Sergej Barbarez (v.l.) beleuchteten die Situation beim HSV.
© kickerZoomansicht

Elf Spieltage ist die Saison 2016/17 schon alt - einen Sieg hat der HSV noch nicht auf dem Konto: Mit mageren drei Pünktchen (0/3/8) ist Hamburg das Tabellenschlusslicht. "Es ist entscheidend, wie sie sich auf dem Platz präsentieren. Das Schlimmste, was passieren kann, ist, dass man das Gefühl hat, dass die nicht 100 Prozent geben", sagt Allesfahrer Andreas Kloß, einer von vielen leidgeprüften HSV-Fans. Hoffnung macht das jüngste 2:2 in Hoffenheim, bei dem die Hanseaten zumindest die Grundtugenden zeigten. "Wir haben uns nicht aufgegeben und nicht abschlachten lassen. Das macht Hoffnung", so Kloß, "wenn keiner mehr die Hoffnung hat, können wir den Laden schon zuschließen."

Das Abstiegsgespenst geistert nicht zum ersten Mal durch Hamburg. "Am Abstieg würde der Verein zerschellen", ist Wolff überzeugt. Doch ist dieser HSV noch zu retten? "Das hoffe ich", sagt Ex-Spieler Sergej Barbarez, der im Jahr 2001 Torschützenkönig bei den Rothosen wurde (22 Treffer). Einen Stürmer der Marke Barbarez könnten die Hanseaten derzeit gut gebrachen - im Schnitt erzielt Hamburg nur 0,55 Tore pro Spiel. Schuld daran könnten die zahlreichen Wechsel auf der sportlichen Führungsebene sein, glaubt der 45-jährige Bosnier: "Zu viele Trainer, zu viele Manager. Dadurch entsteht keine Spielphilosophie. Jeder spielt für sich."

Vielschichtige Probleme

Sebastian Wolff
"Alle Probleme, die der HSV hat, kommen in der Kabine an": kicker-Redakteur Sebastian Wolff.
© kickerZoomansicht

"Jeder Trainer und jeder Manager hat eigene Spieler geholt. Spieler gehen nach Hamburg, werden schlechter und gehen wieder. Das ist kein Zufall. Auf dem HSV lastet eine negative Energie. Da ist immer Druck da", sagt Wolff, der die Probleme des HSV vielschichtiger sieht: "Was sich oben in der Führung abspielt, spielt sich auch bei den Spielern auf dem Rasen ab. Wie soll es da besser sein, wenn oben Chaos herrscht. Das ist kein Alibi für die Spieler, aber es ist schwierig."

Kühne: "Gefahr" oder "Glücksfall"?

Immer wieder gerät Investor Michael Kühne ins Kreuzfeuer der Kritik. "Wenn jemand 100 Millionen gibt, will er auch mitreden. Das ist gefährlich", meint Kloß. "Es wird hochgekocht", findet Lotto King Karl. "Solche Leute gehören heute zum Fußball dazu", sagt Barbarez, "man muss glücklich sein, so einen Mann im Verein zu haben. Ohne ihn wäre der HSV nicht mehr am Leben." Ähnlich sieht es auch Wolff: "Kühne ist nicht das Problem, sondern das, was mit seinem Geld gemacht wurde. Es wurden wahnsinnige Summen verbraten. Natürlich äußert er sich hier und da mal unglücklich, aber die Vereinsführung bezieht dann keine klare Kante und beschützt die eigenen Leute nicht."

Beiersdorfes "kreuzgefährliche" Suche

Das gilt auch für den Vorstandsvorsitzenden Dietmar Beiersdorfer. "Man hat es vermieden, ein klares Bekenntnis zu geben. Entweder entzieht man ihm das Vertrauen oder man stellt sich vor ihn", kritisiert Wolff. Dass der angezählte Beiersdorfer nun auch noch einen neuen Sportdirektor suchen muss nennt Wolff "kreuzgefährlich".

Das Derby als letzte Hoffnung?

Tabellenrechner 2.Bundesliga

Bei allen Problemen der Hamburger ist die Hoffnung auf baldige Besserung aber noch nicht gestorben. Als Wendepunkt für die Saison soll das Nord-Derby am Samstag (15.30 Uhr, LIVE! bei kicker.de) fungieren. "Für viele Fans ist das das entscheidende Spiel. Es geht um alles", so Kloß. "Der Verein muss so zusammenrücken, wie es die Fans tun", fordert Lotto King Karl. "Wenn sie gewinnen, wird eine andere Stimmung kommen", ist Barbarez überzeugt, "jetzt wäre der Zeitpunkt, um die Krise zu besiegen." Für Wolff ist das Derby die wahrscheinlich letzte Hoffnung: "Es gibt nicht mehr so viele Möglichkeiten, um die Saison zu drehen. Werder ist die große Chance, vielleicht sogar die letzte. Die muss genutzt werden, sonst wird's düster."

cru

Video zum Thema
kicker.tv - Der Talk - Folge 25- 21.11., 21:26 Uhr
Der HSV in der Dauerkrise - Ist der Dino noch zu retten?
Elf Spieltage ist die Saison 2016/17 schon alt - einen Sieg hat der HSV noch nicht auf dem Konto: Mit mageren drei Pünktchen (0/3/8) ist Hamburg das Tabellenschlusslicht. Steigt der HSV diesmal ab? Oder kriegt er nach dem Remis von Sinsheim die Kurve? Vor dem Nord-Derby am 26. November gegen Werder Bremen ist der Dino das große Thema bei "kicker.tv - Der Talk". Moderator Marco Hagemann fragt nach den Ursachen der Dauerkrise und begrüßt den Ex-HSV-Profi Sergej Barbarez, Stadionsprecher Lotto King Karl, HSV-Fan und Allesfahrer Andreas Kloß sowie kicker-Reporter Sebastian Wolff.
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Vereinsdaten

Vereinsname:Hamburger SV
Gründungsdatum:29.09.1887
Mitglieder:84.237 (01.08.2018)
Vereinsfarben:Blau-Weiß-Schwarz
Anschrift:Sylvesterallee 7
22525 Hamburg
Telefon: (040) 41551887
Telefax: (040) 41551234
E-Mail: info@hsv.de
Internet:http://www.hsv.de


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