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05.09.2016, 22:10

kicker.tv - Der Talk: Folge 14

Grindel: EM 2020 wird ein "Wanderzirkus"

Den Wechsel aus dem Deutschen Bundestag auf den Chefsessel des größten Sportverbandes der Welt wagte DFB-Präsident Reinhard Grindel in unruhigen Zeiten: Die Glaubwürdigkeit der Verbände ist schwer beschädigt. An der Basis rumort es, das Profilager wird immer mächtiger. Wie will Grindel den Spagat meistern? Diese und viele weitere Fragen stellten sich in der 14. Ausgabe von "kicker.tv - Der Talk" - und Grindel stand Rede und Antwort...

DFB-Präsident Reinhard Grindel
Bei der 14. Runde "kicker.tv - Der Talk" im Blickpunkt: DFB-Präsident Reinhard Grindel.
© kickerZoomansicht

... zur Glaubwürdigkeit der Verbände

73 Prozent glauben laut einer kicker-Umfrage nicht mehr an die Moral der Verbände. Grindel sieht eine große Verantwortung darin, für die rund 160.000 Mannschaften beim DFB gute Rahmenbedingungen zu schaffen: "Ich versuche, das anständig zu machen, um Vertrauen wiederherzustellen."

... zur Aufarbeitung der Sommermärchen-Affäre

Der DFB-Präsident unterstrich zunächst auf Nachfrage von Moderator Marco Hagemann, dass mit Blick auf die Unregelmäßigkeiten rund um die WM 2006 "es nicht immer neue Affären" gibt. "Es ist ein Vorgang: Die 6,7 Millionen Euro Zahlung." Bei der Aufklärung seien einem Sportverband irgendwann die Hände gebunden. Da sei die Staatsanwaltschaft gefordert. Für Grindel bleibt das Turnier in Deutschland unabhängig davon ein Sommermärchen, da es "keine Anzeichen dafür gibt, dass der Grund für den fraglichen Zahlungsverkehr die WM-Vergabe selbst war. Wir dürfen nicht vergessen, dass die Rückzahlung jener 6,7 Millionen Euro 2005 eng mit dem Fußball-Weltverband FIFA abgestimmt war." Sollte es Ansprüche geben, "die wir verfolgen müssen", so muss der DFB als gemeinnütziger Verband "das auch tun".

Das wird ein wahrer Wanderzirkus. Es kann ja keine Stimmung in einem Land entstehen, wenn die EM zwischen England und Russland stattfindet.DFB-Präsident Reinhard Grindel zur EM 2020, die in 13 Ländern stattfindet

... zur Bewerbung um die Europameisterschaft 2024

84 Prozent sprachen sich bei der kicker-Trend-Umfrage für eine Europameisterschaft 2024 in Deutschland aus, sehr zur Freude von Grindel, der dadurch "ein bisschen Rückenwind" verspürt. Der DFB-Boss unterstrich die guten Voraussetzungen (Stadien, Infrastruktur) und versprach, "dafür zu kämpfen, dass wir die EURO bekommen". Zumal der Wunsch seitens der UEFA groß sei, die EM 2024 wieder in einem Land auszutragen. Die Titelkämpfe 2020, wo Spiele in 13 Ländern stattfinden, bezeichnet Grindel als "wahrer Wanderzirkus. Es kann ja keine Stimmung in einem Land entstehen, wenn die EM zwischen England und Russland stattfindet."

... zur Vertragsverlängerung von Bundestrainer Joachim Löw

Auch in Bezug auf die Vertragsverlängerung von Joachim Löw hofft Grindel auf ein gutes Ende, will den Bundestrainer ("Der beste Trainer, der unserer Nationalmannschaft passieren kann") aber nicht unter Druck setzen: "Er kann entscheiden wann er die Gespräche führen möchte."

... zu Marketing-Aktivitäten der Nationalspieler

Video zum Thema
kicker.tv - Der Talk- 05.09., 21:45 Uhr
Grindel: "Wir werden eine Lösung finden"
Große Bundesliga-Klubs wie der FC Bayern München oder Borussia Dortmund kritisieren seit einiger Zeit lautstark, dass ihre Spieler bei Unternehmungen mit der Nationalmannschaft wieder für andere und teilweise sogar direkte Konkurrenz-Marken werben (Stichwort: Automobilhersteller). DFB-Präsident Reinhard Grindel macht sich aber keine Sorgen oder fühlt sich gar verärgert, wie er in der 14. Ausgabe von "kicker.tv - Der Talk" kundtat, er glaube dagegen fest an eine gemeinsame Lösung.
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"Unser größter Konkurrent ist die deutsche Nationalmannschaft", meinte Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge in Bezug auf die Marketing-Aktivitäten der Nationalspieler, BVB-Boss Hans-Joachim Watzke stieß ins gleiche Horn. Grindel will "diese Dinge nicht öffentlich austragen", baut auf Arbeitsgruppen mit Experten und glaubt, dass "die Diskussion zu einem guten Ergebnis führen wird".

... zur DFB-Pokal-Reform

Für drei Spielzeiten ist der Modus festgelegt, der DFB will ab 2017 an einer Lösung arbeiten, die "den Flair 'Klein gegen Groß' erhält, aber auch die internationalen Aktivitäten der Bundesligisten berücksichtigt", meinte Grindel.

... zum Amateurfußball contra Profifußball

Die fünf Sonntagsspiele in der Bundesliga verteidigte Grindel, der sie mit Blick auf die internationalen Spiele "unter sportlichen Gesichtspunkten für richtig erachtet". Es gehe eigentlich nur um drei Spiele, die sich mit dem Amateurbereich überschneiden. Dass deshalb "weniger Zuschauer kommen, glaube ich nicht", meinte der DFB-Boss.

... zum Amateurfußball im Speziellen

Den Hebel für mehr Fairness will Grindel ganz unten ansetzen. Bei der G- und F-Jugend reagiert der Verband mit einer Fairplay-Liga, den neuen Schiedsrichtern will der DFB-Präsident künftig ein Jahr lang einen Paten an die Seite stellen.

Video zum Thema
kicker.tv - Der Talk - Folge 14- 05.09., 23:15 Uhr
kicker.tv - Der Talk : DFB-Präsident Grindel stellt sich
In der 14. Ausgabe von "kicker.tv - Der Talk" stand DFB-Präsident Reinhard Grindel Rede und Antwort - und zwar zu etlichen Themen. Es ging um die mögliche Vertragsverlängerung von Bundestrainer Joachim Löw, um die WM-Affäre 2006, um Probleme zwischen Bundesliga und DFB-Elf in Sachen Marketing sowie um finanzielle Dinge wie Amateurfußball contra Bundesliga.
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8 Leserkommentare

greenfields15
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08.09.2016 | 13:14

DFB-Pokal oder Schweizer Cup war einmal

Ganz offensichtlich will man in Deutschland das, was wir in der Schweiz schon lange haben und nur noch [...]
MetalMachine
Beitrag melden
08.09.2016 | 11:22

Pokalreform

Ich bin wirklich gespannt, wie die Pokalreform ausschaut.
Ich hätte da eininge Ideen, die ich ut find[...]
kkjohannes
Beitrag melden
07.09.2016 | 21:21

Lasst die Finger vom Pokal!

Ich bin da komplett bei Roadrunner11! Den DFB-Pokal, den letzten wirklich sportlichen Wettbewerb, den [...]
berlino1
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06.09.2016 | 15:36

Wenn einer eine Reise tut...

Wie wäre es denn mit einer Wander-WM. Heute in Manaus drei Tage später in New York und zum Abschluss [...]
Roadrunner11
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06.09.2016 | 13:42

"...der DFB will ab 2017 an einer Lösung arbeiten, die "den Flair 'Klein gegen Groß' erhält, aber auch [...]

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weitere Infos zu Löw

Vorname:Joachim
Nachname:Löw
Nation: Deutschland
Verein:Deutschland

Vereinsdaten

Teamname:Deutschland
Gründungsdatum:28.01.1900
Anschrift:Deutscher Fußball-Bund (DFB)
Otto-Fleck-Schneise 6
Postfach 71 02 65
60492 Frankfurt am Main
Telefon: 0 69 - 6 78 80
Telefax: 0 69 - 6 78 82 66
Internet:http://www.dfb.de/


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