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17.11.2017, 23:31

DER kicker.tv TALK - Folge 11

Temporeiche Spieler erzeugen "besondere Momente"

Wie wichtig ist die Bedeutung von temporeichen Spielern? Darum drehte sich alles im kicker.tv TALK - Folge 11. Doch zunächst rückte natürlich die Krise von Borussia Dortmund in den Fokus der Runde, die sich aus dem ehemaligen Bundesliga-Profi Andreas Möller, kicker-Redakteur David Bernreuther, Trainer Markus Weinzierl und Kommentator Jonas Hummels zusammensetze.

kicker-Talk
Die Runde beim kicker-TALK: David Bernreuther, Andreas Möller, Wolfgang Nadvornik, Markus Weinzierl, Jonas Hummels (v.l.n.r.).
© kickerZoomansicht

Natürlich befasste sich die Runde zu Sendebeginn ausgiebig mit der 1:2-Niederlage der Borussen in Stuttgart, durch die Dortmund immer tiefer in die Krise rutschte. Nach nur einem Punkt aus den vergangenen fünf Liga-Spielen sieht sich auch BVB-Trainer Peter Bosz verstärkt in der Kritik. Hält der Niederländer zu stur an seinem taktischen Konzept fest? "Ich finde es gut, dass man als Trainer eine Meinung und Überzeugung hat, die man der Mannschaft vermittelt", widersprach Weinzierl. Angesichts der jüngsten Ergebnisse allerdings hält der 42-Jährige leichte Anpassungen für möglich, um die nötige Stabilität zurückzugewinnen. Denn: "Man hat das Gefühl, dass der Mannschaft die Sicherheit, die Souveränität fehlt", sagte Dortmunds Ex-Profi Möller. "Mir fehlt ein bisschen die Achse, die auch Sicherheit gibt. Es braucht eine Formation, die sicher steht."

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#TGIM - DER kicker.tv TALK - Folge 11- 17.11., 23:33 Uhr
Möller: "Weg der kleinen Schritte" für den BVB
"Wichtig ist, einen Weg zu finden, um aus dieser Krise zu kommen. Das ist ein Weg der kleinen Schritte", sagt Andi Möller mit Blick auf den Dortmunder Negativlauf und verrät zugleich, was die Westfalen machen müssen, um die Kurve zu kriegen: " Zu viele Bälle werden zu leicht hergegeben. Deshalb muss jeder Spieler seinen persönlichen Zweikampf gewinnen."
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Wie finden die Westfalen nun den Weg aus der Krise? Für Hummels gilt es zunächst, nicht alles über den Haufen zu werfen, was den BVB zu Saisonanfang ausgemacht hatte. "Genauso wie damals nicht alles überragend war, ist jetzt auch nicht alles schlecht", sagte der jüngere Bruder von Mats Hummels. Möller begründete seine Lösungansätze mit den Eindrücken aus dem VfB-Spiel, welches gezeigt habe, dass "Bälle und Zweikämpfe leicht verloren werden. Da muss man jetzt ansetzen", so der Weltmeister von 1990, der dem BVB deshalb rät: "Noch mehr laufen, noch mehr Gas geben!" Nur so käme man aus Krisensituationen.

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#TGIM - DER kicker.tv TALK - Folge 11- 17.11., 23:27 Uhr
Weinzierl: "Nicht stur am Konzept festhalten"
"Selbstvertrauen spielt eine große Rolle", weiß Markus Weinzierl, der genau darin vielleicht das Problem der Dortmunder sieht. "In den Anfangswochen ist alles für den BVB gelaufen - und dann kommen die ersten Niederlagen, und die ersten Zweifel. Mittlerweile glaube ich, dass in der Mannschaft Unruhe herrscht." Dass Peter Bosz an seinem System festhält, findet Weinzierl nicht falsch. Wichtig sei aber, "dass die Spieler hundertprozentig dahinterstehen" und dass man "als Trainer nicht stur an seinem Konzept festhalten" darf.
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Einig war sich die Runde, dass die Suspendierung von Pierre-Emerick Aubameyang unausweichlich für BVB-Coach Bosz war - auch wenn der Offensivmann wichtige Akzente setzen kann. "Es war trotzdem richtig", sagte Weinzierl. "Die Situation für den Trainer ist aber äußerst bescheiden." Das sah auch kicker-Redakteur Bernreuther so: "Aubameyang ist natürlich ein ganz wichtiger Spieler. Aber der Trainer muss eine klare Linie ziehen. Insofern kann ich das nachvollziehen. Denn es ist jetzt eine Phase, in der es bei der Mannschaft nicht gut lief, aber auch bei Aubameyang selbst."

Weinzierl: "Es ist viel leichter, mit Tempospielern Ideen umzusetzen"

Aubemeyang lieferte sogleich das Stichwort für den nächsten thematischen Schwerpunkt: Denn der Gabuner zeichnet sich vor allem durch seine Schnelligkeit aus, eine im heutigen Fußball entscheidende Eigenschaft. "Schnelligkeit ist die mit Abstand wichtigste Fähigkeit, die du haben kannst. Die Eins-gegen-eins-Spieler waren immer die entscheidenden", betonte Hummels, der unter anderem für die SpVgg Unterhaching 38 Drittligaspiele absolviert hat, mittlerweile aber als TV-Kommentator arbeitet. Weinzierl ließ seine Erfahrungen als Trainer miteinfließen und ergänzte: "Es ist viel leichter, mit Tempospielern Ideen umzusetzen. Wenn du über die Umschaltbewegung schnell kontern kannst, ist die Schnelligkeit ganz entscheidend. Dann kann man auch mit einer 'schlechteren' Mannschaft gegen 'bessere' gewinnen." Warum? Das erklärte Bernreuther, der vor allem auf die defensiv immer besser ausgebildeten Mannschaften hinwies: "Diese Defensivblöcke zu knacken, dafür benötigt man Spieler, die besondere Fähigkeiten haben und besondere Momente erzeugen können."

Bernreuther: "Von den Grundanlagen bringt Gnabry viel mit"

Auf jene "besonderen Momente" setzte in den vergangenen Jahren auch immer wieder der FC Bayern mit seiner Flügelzange Arjen Robben/Franck Ribery. Doch das Duo ist in die Jahre gekommen. "Sie können es noch, aber sicher nicht in der Frequenz, wie zur Blüte ihrer Zeit", sagte Hummels. Muss nun ein Ersatz her? Während Hummels vor allem Kingsley Coman auf dem Zettel hat, erinnerte Bernreuther an den nach Hoffenheim verliehenen Serge Gnabry: "Von den Grundanlagen bringt der natürlich auch viel mit."

Möller empfiehlt den Kellerklubs mehr Mut

Zum Abschluss widmete sich die Runde noch der gegenwärtigen Lage in der Bundesliga, besonders die im Tabellenkeller feststeckenden Klub Köln, Hamburg und Bremen, das mit Florian Kohfeldt einen neuen Cheftrainer hat, sorgten für Gesprächsbedarf. "Wichtig für Bremen ist jetzt ein Spiel zu gewinnen. Dann gibt das einen Schwung", sagte Weinzierl. Möller indes legte den Kellerklubs eine mutigere Spielweise ans Herz. "Der Schlüssel für ein erfolgreiches Auftreten liegt so oder so im Vorwärtsgang", sagte er und erinnerte an die ungarische Nationalelf bei der EM 2016, die er als Co-Trainer betreut hatte. Diese sei mit der gleichen, forschen Devise angetreten: "Dafür sind wir auch belohnt worden. Und so kam auch der Glaube innerhalb der Mannschaft hervor."

pau

 
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