Spielmacher bleibt der MT langfristig erhalten

Melsungen bindet Mikkelsen bis Sommer 2022

Handball - 20.02. 17:20

Die MT Melsungen bastelt an der Mannschaft der Zukunft - und baut dabei weiter auf Spielmacher Lasse Mikkelsen (30). Der Vertrag mit dem Dänen wurde am Mittwoch vorzeitig um zwei weitere Jahre bis 2022 verlängert.

Er will mit der MT noch einiges erreichen: Spielmacher Lasse Mikkelsen. © imago

Mikkelsen kam 2017 zur MT und gilt in Melsungen mittlerweile als verlässlichen Eckpfeiler, der maßgeblich das Angriffsspiel prägt. "Was liegt da also näher, als einen solchen Spieler länger an sich zu binden?", wird Axel Geerken auf der Vereinswebsite zitiert. Und der MT-Vorstand fügt an: "Die Position eines Spielgestalters ist von hoher Komplexität. Da muss man als Verein etwas Geduld haben, bis ein neuer Spieler dort Fuß gefasst hat. Umso mehr freuen wir uns darüber, dass Lasse nun ein Level erreicht hat, was wir uns von ihm auch erwartet haben."

Auch Coach Heiko Grimm ist zufrieden mit der Entwicklung des Rechtshänders. "Lasse kann ein Spiel steuern, hat ein gutes Auge für den freien Mann und ist zudem noch torgefährlich. Seine unaufgeregte Art überträgt sich positiv auf unseren Angriff, er steht zudem für eine gewisse Kontinuität. Mehr kann man sich für einen fast universell im Rückraum einsetzbaren Spieler nicht wünschen", lobt der 41-Jährige.

Kontinuität ist das Stichwort: Mikkelsen hat sowohl in der vergangenen als auch in dieser Saison bei keinem einzigen Bundesligaspiel der MT gefehlt. Auch in puncto Torgefahr stellt ihm die Statistik ein gutes Zeugnis aus. Denn: Mit einer Trefferquote von über 60 Prozent gehört er zu den Top-Drei unter den Bundesliga-Spielmachern, im vereinsinternen Ranking liegt aktuell nur Rechtsaußen Tobias Reichmann vor ihm.

Startschwierigkeiten? "Inzwischen kein Thema mehr"

Mikkelsen selbst erklärt: "Ich musste gemeinsam mit meiner Familie nicht lange überlegen, ob ich noch länger in Melsungen bleiben soll. Wir alle fühlen uns hier rundum sehr wohl. Ja, ich hatte anfangs einige Eingewöhnungsschwierigkeiten. Alles war neu, die Mitspieler, die Spielweise, die Sprache. Das zu bewältigen, hat mich viel Energie gekostet. Aber das ist inzwischen kein Thema mehr. Ich konnte mich irgendwann dann ganz auf den Sport konzentrieren und habe mich auch weiterentwickelt. Sehr gut tut es mir auch, vom Trainer viel Verantwortung übertragen zu bekommen." Nach 21 Spielen ist Melsungen mit 26:16 Punkten Tabellensechster.

msc

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