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23.01.2019, 14:45

Deutscher Spielmacher fällt bis zu acht Monate aus

"Bin sprachlos": Emotionaler Strobel erfolgreich operiert

Vom unterschätzten Spielmacher zur tragischen WM-Figur: Nationalspieler Martin Strobel (32) hat seine Knie-Operation nach eigener Aussage gut überstanden.

Er drückt der deutschen Mannschaft nun vor dem Fernseher die Daumen: Spielmacher Martin Strobel.
Er drückt der deutschen Mannschaft nun vor dem Fernseher die Daumen: Spielmacher Martin Strobel.
© imagoZoomansicht

"Die Operation ist gut verlaufen. Es geht mir den Umständen entsprechend gut", erklärte der schwer verletzte Spielmacher der deutschen Handballer am Mittwoch und bezifferte seine Ausfallzeit auf "sechs bis acht" Monate. "Jetzt heißt es, sich Zeit für die Reha zu nehmen und die Ratschläge der Ärzte zu befolgen." Der Weg zurück aufs Parkett habe für ihn "höchste Priorität".

Seine Zukunft in der Nationalmannschaft ließ Strobel derweil vorerst offen. "Darüber mache ich mir noch keine Gedanken. Ich muss erst mal wieder auf die Beine kommen und gesund werden", sagte der 32-Jährige, der erst kurz vor der Heim-WM reaktiviert worden war.

Strobel bedankte sich für die Unterstützung von allen Seiten. "Ich bin sprachlos über die vielen Nachrichten und Genesungswünsche", schrieb der Europameister von 2016 bei Instagram unter ein Foto, das ihn im Krankenhausbett zeigt: "Danke Berlin und Köln, dass ich das mit diesem TEAM erleben durfte. Der Weg ist noch nicht zu Ende, Männer!"

Regisseur Strobel hatte sich im Hauptrundenspiel der deutschen Mannschaft gegen Kroatien (22:21) bereits in der neunten Minute ohne gegnerische Einwirkung das linke Knie verdreht. Die Ärzte diagnostizierten einen Innenbandriss und einen Riss der vorderen Kreuzbandes.

"Wir setzen uns diesem Risiko täglich aus"

"Sport kann unglaublich schöne, aber auch extrem harte und traurige Momente haben", so Strobel weiter. Seine Erfahrung und sein Alter würden ihm dabei helfen, die Verletzung besser einzuordnen. "Wir setzen uns diesem Risiko täglich aus und müssen damit zurechtkommen, wenn dann mal so etwas passiert. Es gibt keinen guten Zeitpunkt dafür", gestand er ein.

Als Ersatz für den Spielmacher des Zweitligisten Balingen-Weilstetten hat Bundestrainer Christian Prokop den 22-jährigen Tim Suton von Bundesligist TBV Lemgo nachnominiert. Der deutschen Mannschaft traut Strobel im weiteren Turnierverlauf noch einiges zu: "Wenn man in einem Halbfinale steht, ist alles möglich."

msc/sid

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Das letzte Spiel in Köln, dann steht für die deutschen Handballer das WM-Halbfinale in Hamburg an. Mit einem Sieg gegen Spanien will man sich in Richtung Norden verabschieden - und dann natürlich nach einer Medaille greifen.
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