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03.12.2018, 20:07

EM: Deutschland verpasst vorzeitigen Hauptrundeneinzug

Rumänien verpasst DHB-Team einen Dämpfer

Rumänien hat die deutschen Handballerinnen bei der EM in Frankreich wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Zwei Tage nach dem Sensationserfolg gegen Titelverteidiger Norwegen unterlag die DHB-Auswahl mit 24:29.

Julia Behnke
Ihre acht Treffer reichten dem DHB-Team nicht: Kapitänin Julia Behnke.
© imagoZoomansicht

Den ersten Matchball haben die deutschen Handballerinnen vergeben, aber ihr Schicksal haben sie bei der Europameisterschaft in Frankreich trotz der Pleite im zweiten Spiel weiter selbst in der Hand: Das 24:29 (11:14) gegen Rumänien am Montag in Brest war aber ein deutlicher Rückschlag für die Mannschaft von Bundestrainer Henk Groener nach dem 33:32-Sensationserfolg gegen Titelverteidiger Norwegen zum EM-Start.

Allerdings kann das DHB-Team den Einzug in die Hauptrunde am Mittwoch (18 Uhr) mit einem Erfolg im letzten Vorrundenspiel der Gruppe D gegen Tschechien perfekt machen. Die ersten drei Mannschaften jeder Gruppe kommen weiter, mit 2:2 Punkten rangiert Deutschland nun hinter den verlustpunktfreien Rumäninnen (4:0), die bereits das Hauptrundenticket gebucht haben.

Beste Werferin der deutschen Mannschaft gegen Rumänien war vor rund 3000 Zuschauern Kapitänin Julia Behnke mit acht Treffern. Im siebten EM-Duell gegen den WM-Dritten von 2015 war es erst die zweite deutsche Niederlage. Somit hat es die DHB-Auswahl auch verpasst, erstmals seit 2008 wieder die beiden ersten Spiele einer Europameisterschaft zu gewinnen.

Die Abgeklärtheit und Ruhe vom Norwegen-Spiel waren überhaupt nicht da. Von Anfang an waren Stress und Hektik im Spiel.Bundestrainer Henk Groener

"Die Abgeklärtheit und Ruhe vom Norwegen-Spiel waren überhaupt nicht da", konstatierte Groener nach der Schlusssirene: "Von Anfang an waren Stress und Hektik im Spiel. Wir sind immer wieder alle in die Mitte gerannt, haben einiges verworfen. Erst als das Spiel verloren war, haben wir es besser gemacht."

Die Deutschen erwischten einen ganz schwachen Start, aus den ersten sechs Angriffen resultierten nur zwei Treffer, auch danach lief es nicht rund. Rumänien war sehr gut auf das deutsche Tempospiel eingestellt und traf anfangs nach Belieben. Nach nur zehn Minuten nahm Groener seine erste Auszeit. Doch es änderte sich nichts, Rumänien zog auf 12:7 (22.) davon, auch weil die Deutschen immer wieder an Torfrau Dedu scheiterten.

Von der Anfangsphase an hatte die DHB-Abwehr zudem immer wieder Probleme mit der dreifachen Welthandballerin Cristina Neagu. Erst als Kapitänin Behnke stärker wurde, lief es etwas besser: Dank der fünf Treffer der Kreisläuferin vor der Pause hatte die DHB- Auswahl den Rückstand nach 30 Minuten auf 11:14 verkürzt, mit einer besseren Chancenverwertung wäre sogar noch mehr drin gewesen.

Doch auch nach dem Seitenwechsel schafften es Behnke & Co. nicht, den Abstand zu verringern. Wahlweise standen Dedu, die das Torwartduell gegen das DHB-Duo Dinah Eckerle und Isabell Roch um Längen gewann, oder die eigenen Nerven den möglichen Treffern im Weg. Zudem war die Abwehr von ihrer Bestform entfernt. Aber noch ist nichts verloren, das zeigt auch die Statistik: Die letzte EM-Niederlage einer deutschen Frauen-Handball-Nationalmannschaft gegen Tschechien gab es im Jahr 2002. Und erst einmal, 2010 in Norwegen, verpasste man eine EM-Hauptrunde.


Deutschland - Rumänien 24:29 (11:14)

Deutschland: Eckerle (SG BBM Bietigheim), Roch (TuS Metzingen) - Behnke (TuS Metzingen) 8, Bölk (Thüringer HC) 3, Berger (Bayer 04 Leverkusen) 2, Geschke (VfL Oldenburg) 2/2, Smits (Handball Metz) 2, Stolle (Thüringer HC) 2, Weigel (TuS Metzingen) 2, Großmann (Thüringer HC) 1, F. Müller (HSG Blomberg-Lippe) 1, Schmelzer (Thüringer HC) 1, Grijseels (Borussia Dortmund), Schulze (SG BBM Bietigheim), Zapf (TuS Metzingen), Zschocke (Bayer 04 Leverkusen)
Rumänien: Buceschi 11/6, Neagu 5, Pintea 4, Geiger 3, Florica 2, Udristioiu 2, Dedu 1, Laslo 1, Ardean Elisei, Bacaoanu, Chiper, Dragut, Dumanska, Perianu, Polocoser, Ratiu
Schiedsrichter: Ivan Mosorinski (Serbien)/Aleksandar Pandzic (Serbien)
Strafminuten: 8 / 8
Zuschauer: 2106
Disqualifikation: - / -

dpa/sid

 
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