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27.01.2018, 22:49

Handball-EM: Skandinavien-Duell geht in die Verlängerung

Schweden gewinnt Krimi - Spanien wirft Frankreich raus

Im Endspiel der Handball-EM stehen sich am Sonntagabend Spanien und Schweden gegenüber. Die Iberer gaben dem großen Favoriten Frankreich überraschend mit 27:23 das Nachsehen. Schweden setzte sich in einem echten Krimi gegen Dänemark durch - mit 35:34 nach Verlängerung!

Julen Aguinagalde
Finale! Julen Aguinagalde und Spanien überraschten den Topfavoriten Frankreich.
© imagoZoomansicht

Die Franzosen waren als großer Favorit ins Halbfinalduell mit Spanien gegangen. Der Weltmeister hatte zuvor jedes seiner sechs Spiele gewonnen, insgesamt schon seit dem 3. Mai 2017 nicht mehr verloren. Doch in der erneut nur spärlich gefüllten Arena in Zagreb fand der Favorit kaum ein Mittel gegen die überragende Defensive der Spanier, die zuvor Titelverteidiger Deutschland ausgeschaltet hatten.

Plötzlich steht Sterbik im Tor!

Schon vor Anpfiff der Partie hatten die Iberer mit einer Überraschung aufgewartet. Der 38-jährige Arpad Sterbik, der seine internationale Karriere eigentlich längst beendet hatte, stand nach der Verletzung von Keeper Gonzalo Perez de Vargas plötzlich im Aufgebot. Und die bloße Anwesenheit des einstigen Torwart-Giganten schien die Franzosen zu lähmen.

Zwar saß Sterbik zunächst nur auf der Bank, doch Spanien führte schnell mit 6:3 (10.). Als der Welthandballer von 2005, der seine erste WM-Medaille 1999 mit Jugoslawien gewann, dann auch noch zwei Siebenmeter abwehrte, lag der Vize-Europameister kurz vor der Pause 12:8 vorn.

Karabatic & Co gelingt nichts

Vom französischen Topstar Karabatic war bis dahin ebenso wenig zu sehen, wie von den beiden hoch gelobten Youngstern Dika Mem (20/Barcelona) und Nedim Remili (22/PSG). Das französische Spiel wirkte uninspiriert und lethargisch. Bezeichnend, dass Karabatic wenige Sekunden vor dem Seitenwechsel einen Pass unbedrängt ins Seitenaus warf und Spanien per Siebenmeter mit dem Pausenpfiff auf 15:9 erhöhte.

Auch im zweiten Abschnitt waren die Franzosen zunächst völlig von der Rolle. Nach einem weiteren gehaltenen Siebenmeter von Sterbik und dem Treffer zum 23:14 (45.) schien die Partie entschieden zu sein. Mit einem 6:0-Lauf sorgten die Franzosen zwar noch einmal für Spannung, doch zur großen Aufholjagd reichte es nicht mehr. Bester Torschütze bei den Spaniern war Ferran Sole mit sieben Treffern. Aufseiten der Franzosen traf Kreisläufer Cedric Sorhaindo am häufigsten (6).

Spanien greift am Sonntag im Finale nun nach seinem ersten EM-Titel. 2016 in Polen hatten die Iberer im Endspiel gegen Deutschland den Kürzeren gezogen.

Schweden gibt Sieg aus der Hand - und gewinnt doch noch!

Gegner am Sonntag ist - ebenfalls überraschend - Schweden. Der Rekord-Europameister (5) setzte sich im Skandinavien-Krimi gegen Olympiasieger Dänemark mit 35:34 nach Verlängerung durch. Die Dänen lagen in der Schlussphase eigentlich schon aussichtslos hinten, retteten sich mit zwei Toren in den letzten 40 Sekunden aber noch in die Verlängerung - wo sie sich dann aber doch geschlagen geben mussten.

Schwedischer Jubel
Am Ende jubelten die Schweden: Dänemark zog in der Verlängerung den Kürzeren.
© imago

Matchwinner bei den Schweden waren Torhüter Andreas Palicka vom deutschen Meister Rhein-Neckar Löwen mit etlichen Paraden und Mattias Zachrisson von den Füchsen Berlin mit acht Treffern. Auch die zwölf Tore von Dänen-Star Mikkel Hansen konnten die Niederlage des Teams von Trainer Nikolaj Jacobsen nicht verhindern.

ski/sid

 
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