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17.01.2018, 20:05

25:25 gegen Mazedonien

Wieder nur remis: DHB-Team verpasst Gruppensieg

Die deutsche Nationalmannschaft musste sich bei der Handball-EM in Kroatien auch im abschließenden Gruppenspiel mit einem Unentschieden begnügen. Das Team von Bundestrainer Christian Prokop spielte gegen Mazedonien 25:25 und nimmt dadurch aller Voraussicht nach 2:2-Punkte mit in die Hauptrunde. Dort warten allerdings unter anderem Spanien und Dänemark.

Enge Partie
Enge Partie gegen Mazedonien: Deutschland musste sich erneut mit einem Punkt begnügen.
© imagoZoomansicht

Vor dem abschließenden Gruppenspiel konnte sich die DHB-Auswahl nicht so richtig auf den Sport konzentrieren: Die packende Begegnung gegen Slowenien (25:25) hinterließ ihre Spuren, der zweimalige Einspruch des WM-Dritten wurde von der EHF aber abgewiesen. Darüber hinaus traf Bundestrainer Prokop eine bemerkenswerte Personalentscheidung - und nominierte Abwehrchef Lemke nach. Dessen Nicht-Berücksichtigung hatte im Vorfeld für wilde Diskussionen gesorgt.

Zum Start saß er allerdings nur auf der Bank, weil Prokop lieber dem Stamm-Mittelblock der Vorbereitung mit Wiencek und Pekeler vertraute. Die Mazedonier hatten sich aber etwas einfallen lassen: Mit dem dauerhaften Einsatz des siebten Feldspielers brachten sie die DHB-Auswahl schnell aus dem Konzept. Vor allem über den zweiten Kreisläufer kam der Außenseiter immer wieder zum Erfolg (3:5, 12.). Prokop reagierte und stellte neben Wiencek und Pekeler auch noch Lemke in die Abwehr - und das tat nun den Mazedoniern weh.

Polster zur Pause? Nicht wirklich!

Einige Male fischte die deutsche Abwehr die Bälle, traf ins leere Tor. In der 19. Minute ging die Prokop-Sieben dann mit 8:7 in Führung, Mazedonien machte immer häufiger auch technische Fehler. Beim 12:9 wirkte es ein wenig so, als würde das Spiel seinen Lauf nehmen. Doch der frenetisch unterstütze Gegner gab lange noch nicht auf, auch Taleski von den Rhein-Neckar Löwen leistete seinen Beitrag. Weil Wiencek Sekunden vor der Pause nur das Außennetz traf, ging es mit einer knappen 12:11-Führung in die Kabine.

Heinvetter pariert Sekunden vor Schluss - Letzte Chance vertan

Nach dem Wechsel entwickelte sich eine enge Partie, in der die Mazedonier meist knapp vorne lagen, sich sogar zeitweise auf drei Tore absetzen konnten (19:16). Doch das DHB-Team kämpfte sich zurück, auch weil der Wechsel im Tor von Wolff zu Heinevetter Früchte trug. Neun Minuten vor Schluss brachte der bärenstarke Weinhold das deutsche Team mit 21:20 in Führung.

Die Schlussphase war nichts für schwache Nerven. 45 Sekunden vor dem Ende hatten die Mazedonier beim Stand von 25:25 den Ball. Stoilov kam am Kreis frei zum Wurf - Heinevetter hielt! Auszeit, elf Sekunden vor Schluss. Doch das DHB-Team kam nicht mehr zum Abschluss und musste sich wie schon gegen Slowenien mit einem Unentschieden begnügen. In die Hauptrunde nimmt der Titelverteidiger damit wahrscheinlich 2:2-Punkte mit.

Die Stimmen zum Remis finden Sie hier...


Statistik zum Krimi gegen Mazedonien:

Deutschland - Mazedonien 25:25 (12:11)
Deutschland: Wolff (Kiel), Heinevetter (Berlin) - Weinhold (Kiel/7), Gensheimer (Paris/5/2), Wiencek (Kiel/4), Fäth (Berlin/2), Reichmann (Melsungen/2), Weber (Leipzig/2), Pekeler (Rhein-Neckar Löwen/1), Drux (Berlin/1), Groetzki (Rhein-Neckar Löwen/1), Kühn (Melsungen), Kohlbacher (Wetzlar), Häfner (Hannover), Janke (Leipzig), Lemke (Melsungen)
Mazedonien: Ristovski, Mitrevski - Taleski (6), K. Lazarov (5), Manaskov (5/2), Stoilov (3), Peshevski (3), Kuzmanovski (2), Popovski (1), Velkovski, Pribak, Jonovski, Mirkulovski, V. Markoski, N. Markoski, Georgievski.
Schiedsrichter: Gousko/Repkin (Weißrussland)
Zeitstrafen: 3:2
Siebenmeter: 2/2:3/2
Zuschauer in Zagreb: 6500

msc/ski

Abwehrchef Lemke und Linksaußen Dahmke nachnominiert
Der deutsche EM-Kader
Ist ihr EM-Ticket sicher? Steffen Fäth, Paul Drux, Hendrik Pekeler und Andreas Wolff.
Mission Titelverteidigung

Die EM 2018 in Kroatien (12. bis 28. Januar) ist in vollem Gange: Mit Rune Dahmke, Fabian Wiede und Abwehrchef Finn Lemke hatte Christian Prokop vor dem Turnier drei Europameister gestrichen. Nach dem zweiten Spiel wurde Lemke allerdings für Bastian Roscheck nachnominiert. In der Hauptrunde rückte auch Dahmke nach.
© imago

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