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08.10.2017, 17:15

Norddeutsche entführen beim 25:25 einen Punkt aus Polen

Steinhauser in letzter Sekunde: Flensburg ärgert Kielce

Die SG Flensburg-Handewitt hat in der Champions League einen echten Achtungserfolg gefeiert - und sich in Polen ein Unentschieden erkämpft. Dank eines Treffers von Marius Steinhauser in letzter Sekunde gab es für den Bundesligisten am Sonntag beim polnischen Meister Vive Kielce noch ein 25:25 (10:10).

Er sicherte der SG in Kielce einen Punkt: Flensburgs Rechtsaußen Marius Steinhauser.
Er sicherte der SG in Kielce einen Punkt: Flensburgs Rechtsaußen Marius Steinhauser.
© imagoZoomansicht

Wie schwer könnte es in Kielce eigentlich werden? Ende September hatte sich der THW Kiel eine deftige 21:32-Pleite in Polen eingehandelt. Die SG machte es deutlich besser: Dabei war Flensburg ohne Rasmus Lauge angetreten, der zum ersten Mal Vater geworden war. Das Fehlen des Spielmachers fiel aber nicht sehr ins Gewicht. Vielmehr waren es die zahlreichen vergebenen Großchancen, die SG-Trainer Maik Machulla beschäftigten. In einer Auszeit verlangte der Coach beispielsweise lautstark nach mehr Konzentration.

Mit vier Treffern in Serie ging die SG kurz nach der Pause mit 11:10 in Führung, doch die Anzahl der technischen Unzulänglichkeiten blieb unverändert hoch. Kielce nutzte diese Defizite aus und zog auf 19:13 (43.) davon. Die Flensburger gaben sich dennoch nicht auf und verkürzten eine Minute vor Schluss auf 24:25. Nachdem ein Kempa-Trick von Holger Glandorf ohne Erfolg geblieben war, verwandelte Steinhauser den Nachwurf. Zuvor hatte sich der Rechtsaußen allerdings sechs Fehlwürfe geleistet. Am Ende war der ehemalige Löwe mit fünf Treffern dennoch bester Werfer der Norddeutschen, für Kielce warf Karol Bielecki sechs Tore.


Das CL-Spiel im Stenogramm:

KS Vive Kielce - SG Flensburg-Handewitt 25:25 (10:10)
Tore für Kielce: Bielecki 6/5, Janc 4, Dujshebaev 3, Jurecki 3, Lijewski 3, Duki 2/1, Jachlewski 1, Mamic 1, Strlek 1, Zorman 1
Tore für Flensburg: Steinhauser 5, Glandorf 3, Jeppsson 3/1, Mahé 3/2, Wanne 3, Zachariassen 3, Mogensen 2, Heinl 1, Röd 1, H. Toft Hansen 1
Schiedsrichter: Matija Gubica (Kroatien)/Boris Milosevic (Kroatien)
Strafminuten: 4 / 8

msc/dpa

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