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14.11.2016, 16:50

Selbstverständnis beim THW Kiel ist zurück

"Wir werden Meister": Ansage von Derbyheld Wolff

Das Imperium schlägt zurück: Dank des herausragenden EM-Helden Andreas Wolff hat der THW Kiel das 89. Nordderby gegen die SG Flensburg-Handewitt (24:23) für sich entschieden. In der Bundesliga ist es deswegen aktuell so spannend wie lange nicht mehr, gleich vier Klubs tummeln sich an der umkämpften Spitze.

"Das war ein Zeichen für die Konkurrenz": Kiels überragender Keeper Andreas Wolff.
"Das war ein Zeichen für die Konkurrenz": Kiels überragender Keeper Andreas Wolff.
© imagoZoomansicht

Nationalkeeper Wolff machte seinem Trainer einen dicken Strich durch die Rechnung. Während Alfred Gislason noch lange nach Abpfiff des Nord-Krimis in den Katakomben über die neue Hochspannung an der Tabellenspitze dozierte und sich alle Mühe gab, den spektakulären 24:23-Sieg gegen den Erzrivalen aus Flensburg nicht zu überhöhen, haute der Sommer-Neuzugang des THW Kiel mal wieder einen raus.

"Wir werden Meister", sagte der Kieler Derby-Held, der für seine selbstbewussten Ansagen bekannt ist, dem SID nach seiner One-Man-Show. Mit überragenden 25 (!) Paraden zog der Europameister dem bis dato einzigen verlustpunktfreien Team der Liga quasi im Alleingang den Zahn und sorgte damit für die erste Kieler Tabellenführung der laufenden Saison. "Das war ein Zeichen für die Konkurrenz", sagte Wolff und schob mit weit aufgerissenen Augen nach: "Vor allem an Flensburg."

Das Zeichen in Richtung Titelanwärter setzte in erster Linie Wolff selbst. Gleich in seinem ersten Nord-Schlager hielt der Sommer-Transfer von der HSG Wetzlar mehr als jeden zweiten Flensburger Torwurf und sorgte dafür, dass der neu formierte THW die Partie trotz eines zwischenzeitlichen Sechs-Tore-Rückstands im ersten Durchgang tatsächlich noch drehte. Nach der vergangenen Spielzeit ohne Titel und dem Umbruch im Sommer kehrt allmählich das Selbstverständnis des Rekordmeisters zurück.

"Unsere Jungen werden durch solche Spiele schneller erwachsen"

War nach dem ersten Abschnitt noch nicht wirklich positiv gestimmt: THW-Coach Alfred Gislason.
War nach dem ersten Abschnitt noch nicht wirklich positiv gestimmt: THW-Coach Alfred Gislason.
© imagoZoomansicht

"Dieser Sieg war extrem wichtig für mein Team", sagte Gislason sichtlich stolz: "Vor allem unsere jungen Spieler werden durch solche Spiele schneller erwachsen." Flensburg sei zwar nach wie vor der große Favorit auf den Titel, doch "jetzt ist alles offen. Dieser Sieg gibt die Gewissheit, dass wir noch da sind. Alles ist möglich." Dies beweist ein Blick auf die Tabelle: Dort liegt Kiel (20:2-Punkte) hauchdünn vor den Füchsen Berlin (19:3), Flensburg und Titelverteidiger Rhein-Neckar Löwen (beide 18:2) an der Spitze.

Zum entscheidenden Trumpf der Kieler könnte am Ende das ligaweit einzigartige Torwartgespann werden: Denn neben dem dänischen Olympiasieger Niklas Landin, der klaren Nummer eins der vergangenen Jahre, befindet sich Wolff schon nach wenigen Monaten an der Förde in Bestform. Während nicht wenige in der Szene eine schwierige Premierensaison beim Rekordmeister prophezeiten, läuft der 25-Jährige inzwischen richtig heiß.

Wie er seine Gegenspieler bei freien Bällen fast auffrisst.THW-Trainer Alfred Gislason über Andreas Wolff

"Er wird von Spiel zu Spiel besser", sagte Gislason: "Wie er seine Gegenspieler bei freien Bällen fast auffrisst. Da bekommen sie beinahe Angst, wenn sie seinen Gesichtsausdruck sehen." Die Flensburger wollten ihre erste Saisonpleite nach zuvor neun Siegen indes nicht überbewerten. Selbst die Tatsache, dass Linksaußen Anders Eggert mit einem verworfenen Siebenmeter in der Schlusssekunde den möglichen Punktgewinn vergab, brachte die unaufgeregten Nordlichter nicht aus der Ruhe. "Ein Knacks? Auf keinen Fall", sagte Linkshänder Holger Glandorf: "Vielleicht hatten die Kieler einfach mehr Glück. Wir werden weiter Gas geben."

msc/sid

 
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Bundesliga - Tabelle

Pl. VereinTorePkte.
1THW Kiel316:25720:2
 
2Füchse Berlin312:26119:3
 
3SG Flensburg-Handewitt291:22918:2
 
4Rhein-Neckar Löwen279:22718:2
 
5SC DHfK Leipzig255:24113:7
 
6TSV Hannover-Burgdorf305:30012:10
 
7SC Magdeburg295:29712:10
 
8MT Melsungen304:29810:12
 
9HSG Wetzlar276:27010:12
 
10VfL Gummersbach292:29810:12
 
11TSV GWD Minden281:3109:13
 
12TVB 1898 Stuttgart288:3108:14
 
13HC Erlangen281:3088:14
 
14HBW Balingen-Weilstetten260:2867:15
 
15Frisch Auf Göppingen286:3147:15
 
16Bergischer HC264:3095:17
 
17TBV Lemgo272:3014:16
 
18HSC 2000 Coburg265:3064:18

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