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27.03.2016, 16:55

Kiel rettet in Hannover zumindest einen Punkt

30:30! Landin wahrt THW-Meisterschaftstraum

Der THW Kiel musste am Ostersonntag einen empfindlichen Rückschlag im Kampf um die deutsche Meisterschaft hinnehmen. Die Zebras liefen bei der TSV Hannover-Burgdorf lange einem Rückstand hinterher und durften sich nach 60 wechselhaften Minuten beim überragenden Europameister Christian Dissinger und Schlussmann Niklas Landin bedanken, dass man zumindest einen Punkt rettete (30:30). THW-Coach Alfred Gislason schickte derweil vorsichtige Grüße gen Mannheim.

Konnte sich trotz seiner erneut starken Leistung kaum freuen: THW-Keeper Niklas Landin.
Konnte sich trotz seiner erneut starken Leistung kaum freuen: THW-Keeper Niklas Landin.
© imagoZoomansicht

Mit der Serie von 13 Bundesligasiegen in Folge reiste der amtierende deutsche Meister aus Kiel zum Underdog nach Hannover. Die Niedersachsen allerdings wirkten deutlich frischer, brannten vor 10.000 begeisterten Zuschauern auf ein Ostergeschenk der besonderen Art. In der Frühphase der Partie war es nur der bereits gegen Szeged in der Königsklasse überragende Kieler Schlussmann Niklas Landin, der einen höheren Rückstand verhinderte (1:3). Bei der TSV Hannover-Burgdorf waren es allen voran Keeper Martin Ziemer und der extrem stark aufgelegte Mait Patrail, die den THW in Schach hielten. Beim zwischenzeitlichen 7:5 hatte Patrail bereits vier Tore beigesteuert (9.).

Auch die Szenen vor dem 13:10 waren beinahe sinnbildlich für die Kieler: Erst parierte Ziemer den Siebenmeter von Marko Vujin, dann verwandelte Casper Mortensen aus spitzem Winkel ohne Nerven. Zwei Minuten vor der Pause machten die Kieler aber ernst, sodass der THW zumindest ein Unentschieden in die Pause rettete (14:14). Zurecht haderte Hannovers verletzter Europameister Kai Häfner in der Halbzeit: "Das Ergebnis schmeichelt eher Kiel und viel weniger uns."

Eine Achterbahn der Gefühle

Im zweiten Durchgang drohte die Begegnung dann, ihren erwarteten Gang zu gehen. Vujin besorgte die erste Kieler Führung, ehe Dahmke direkt nachlegte (19:17, 39.). Hannover allerdings wollte sich seinem Schicksal nicht so einfach beugen und kämpfte sich zurück. Ein Schrittfehler von Domagoj Duvnjak und eine anschließende Zwei-Minuten-Strafe für Christian Dissinger öffnete den Recken wieder die Tür: Der mit einer Grippe angeschlagene Sven-Sören Christophersen drehte auf und katapultierte Hannover zurück auf die Siegerstraße (25:21). Der nach seiner Verletzung überragende Dissinger hielt Kiel aber quasi im Alleingang im Spiel (elf Tore), Dahmke egalisierte zwei Minuten vor Schluss den Spielstand (28:28). Die vermeintliche Vorentscheidung erzielte Mortensen aus spitzem Winkel (30:28), doch Dissinger und Sprenger fanden die passenden Antworten (30:30). Sekunden vor Schluss versuchte sich Patrail noch einmal, scheiterte aber an den Fingerspitzen von Landin.

Wenn die Rhein-Neckar Löwen bei sechs Verlustpunkten bleiben, sind sie verdient deutscher Meister.THW-Coach Alfred Gislason

Im Anschluss sprach Kiel-Coach Gislason fairerweise von einem "glücklichen Punkt". Nichtsdestotrotz haderte der Isländer gleichzeitig auch mit der Leistung der Unparteiischen, in der er durchaus einen "Knackpunkt" im Spiel sah. Ohne Frage tat der "Punktverlust richtig weh", gerade weil die Konkurrenz aus Mannheim das leichteste Restprogramm vor der Brust hat. "Wenn die Rhein-Neckar Löwen bei sechs Verlustpunkten bleiben, sind sie verdient deutscher Meister", gestand Gislason daher ein. Spannend dürfte es aber noch eine ganze Weile bleiben.


Die Bundesliga-Ergebnisse am Ostersonntag:

TSV Hannover-Burgdorf - THW Kiel 30:30 (14:14)
Tore für Hannover: Patrail (5), Hykkerud (5), Christophersen (5), Karason (4/2), Mortensen (3), Lehnhoff (3), Kastening (2), Dräger (1), Szücs (1), Johannsen (1/1).
Tore für Kiel: Dissinger (11), Dahmke (5), Vujin (4/2), Duvnjak (3), Brozovic (3), Sprenger (2), Anic (1), Canellas (1).
Zuschauer: 10.000


SC DHfK Leipzig - VfL Gummersbach 21:31 (11:16)
Tore für Leipzig: Jurdzs (5), Weber (5/3), Semper (3), Meschke (2), Binder (1), Milosevic (1), Roschbeck (1), Sommer (1), Steinert (1), Strosack (1).
Tore für Gummersbach: Persson (8/5), Kuhn (7), Schindler (5), Ernst (3), Pevnov (2), Zufelde (2), Becker (1), Schröter (1), Schröder (1), von Gruchalla (1).
Zuschauer: 4782

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© picture alliance, imago

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