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07.03.2016, 14:25

Löwen-Coach Jacobsen sieht keinen Deutschen in Köln

CL-Achtelfinale: Ein deutsches Debakel als Novum?

Wie zu erwarten haben alle drei deutschen Vertreter den Sprung ins Achtelfinale der Champions League geschafft. Kiel trifft mit Pick Szeged auf einen alten Bekannten, Flensburg fordert Montpellier und die Löwen bekommen es mit Zagreb zu tun. Das sind allesamt machbare Hürden, doch was wartet dann? Löwen-Coach Nikolaj Jacobsen hält es für durchaus realistisch, dass die deutschen Teams das Final Four vor dem Fernseher verfolgen werden.

Ist der Weg spätestens im Viertelfinale vorbei? Die Bundesliga-Trainer Alfred Gislason, Nikolaj Jacobsen und Ljubomir Vranjes (v.li.).
Ist der Weg spätestens im Viertelfinale vorbei? Die Bundesliga-Trainer Alfred Gislason, Nikolaj Jacobsen und Ljubomir Vranjes (v.li.).
© picture allianceZoomansicht

Zum Abschluss der Gruppenphase schlug sich die SG Flensburg-Handewitt beim Champions-League-Favoriten Paris St. Germain wacker, trat am Ende aber ohne Punkte die Heimreise an (32:35). Das Mammutprogramm von 14 Vorrundenpartien hat die SG damit hinter sich gebracht, mit zwanzig Punkten landete die Mannschaft von Trainer Ljubomir Vranjes in der Endabrechnung auf Rang drei. Im Achtelfinale wartet deshalb Montpellier: "Wir treffen wieder auf eine gute Mannschaft aus der starken französischen Liga. Im Gegensatz zu Paris tritt Montpellier mehr als Mannschaft auf und kommt eher über die Geschlossenheit", lautete das erste Fazit von Vranjes. Kapitän Tobias Karlsson dachte bereits zwei Schritte weiter: "Den Weg nach Köln haben wir weiterhin im Fokus."

THW: Wieder Szeged, wieder Bombac

Zum Final Four will naturgemäß auch der deutsche Serienmeister THW Kiel, dieser Weg geht zunächst über Achtelfinalgegner Pick Szeged. Es ist die Neuauflage des letztjährigen Viertelfinals, in dem sich die Kieler nur knapp durchsetzten (29:31, 31:23). Wie schwer es gegen das Team um seinen ungarischen Superstar Dean Bombac und den schwedischen Linksaußen Jonas Källmann werden kann, wissen die Zebras selbst. Darüber hinaus haben sie in dieser Spielzeit aber auch schon den Nachweis bekommen: Die Schützlinge von Coach Juan Carlos Pastor ließen Kielce (31:30), die Rhein-Neckar Löwen (30:24) und KIF Kolding-Kopenhagen (34:23) abblitzen, das Heimspiel gegen den FC Barcelona ging nur knapp verloren (28:30).

"Wahrscheinlich, dass kein deutsches Team zum Final Four fährt"

Die schlechten Erfahrungen mit Szeged haben die Rhein-Neckar Löwen überwunden, ihr Traum vom Final Four geht gegen HC Croatia Zagreb weiter. Der kroatische Vertreter ärgerte in der Vorrunde bereits die Kieler im Heimspiel (29:22) und schnupperte auch beim THW an einer Überraschung (29:31). Auch der SG bereitete Zagreb Kopfzerbrechen, angeführt von einem überragenden Domagoj Pavlovic hatte man die Vranjes-Truppe am Rande einer Niederlage (27:28). Dennoch sind die Löwen im direkten Duell der klare Favorit.

War in der Gruppenphase von den deutschen Teams kaum zu halten: Zagrebs Domagoj Pavlovic (unten).
War in der Gruppenphase von den deutschen Teams kaum zu halten: Zagrebs Domagoj Pavlovic (unten).
© Getty Images

Wie es allerdings anschließend aussieht, bleibt abzuwarten. "Meiner Meinung nach ist es wahrscheinlich, dass kein deutsches Team zum Final Four fährt", erklärte Jacobsen dem 'Mannheimer Morgen': "Ich wünsche mir, dass es mindestens ein Team schafft. Aber realistischer ist das andere Szenario." Was den Dänen derart negativ stimmt? Die große Belastung für die deutschen Starter. "Barcelona, Kielce, Veszprem und Paris sind die vier Favoriten. Drei dieser Mannschaften werden in ihren nationalen Ligen kaum gefordert", so Jacobsen. Einzig Top-Favorit Paris müsse in Frankreich "etwas mehr tun, aber die haben auch eine Wahnsinns-Mannschaft".

Barcelona, Kielce, Veszprem und Paris sind die vier Favoriten.Nikolaj Jacobsen über die Rollenverteilung in der Königsklasse

Es wäre ein Novum: Noch nie fand das Final Four ohne deutsche Beteiligung statt, bei den bisherigen sechs Endrunden in Köln hatte sich bislang immer mindestens ein deutsches Team für das Halbfinale qualifiziert. Die restlichen drei Achtelfinals: Wisla Plock misst sich mit Vardar Skopje, Meschkow Brest mit Kielce und Motor Saporoschje mit Veszprem. Die Hinspiele finden zwischen dem 16. und 20. März statt, die Rückspiele sind für den 23. bis 27. März angesetzt. Paris und Barcelona, die sich in ihren Gruppen jeweils ganz vorne behaupteten, sind direkt fürs Viertelfinale qualifiziert.

msc

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