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29.01.2016, 21:25

Polen setzen sich hauchdünn gegen Schweden durch

Frankreich düpiert Dänen - Bieglers kleiner Trost

Während es in den Halbfinals noch um den letzten großen Schritt ging, stritten sich Polen, Schweden, Frankreich und Dänemark um die Plätze fünf bis acht. Für Michael Biegler gab es zum Abschied zumindest einen kleinen Trost, die Franzosen machten es im Final-Vergleich von 2014 spannend. "Les Experts" durften sich am Ende bei einem 18-Jährigen bedanken.

Überflieger mit gerade mal 18 Jahren: Benoit Kounkoud war Frankreichs Sieggarant.
Überflieger mit gerade mal 18 Jahren: Benoit Kounkoud war Frankreichs Sieggarant.
© imagoZoomansicht

Es war nicht gerade der Tag der Skandinavier: Nicht nur, dass die Norweger gegen die Deutschen wie zuvor auch die Schweden gegen Polen den Kürzeren zogen. Auch für EM-Finalist Dänemark lief es in Sachen Revanche ähnlich schlecht. Schließlich hatte sich die Mannschaft von Trainer Gudmundur Gudmundsson im Januar 2014 im Endspiel vor heimischem Publikum gegen Frankreich nicht gerade mit Ruhm bekleckert (32:41).

Statt einer dänischen Genugtuung wurde es der Tag von Benoit Kounkoud. Der 18-jährige Rechtsaußen lief bei den Franzosen bereits in der Anfangsphase heiß, nach einem Blitzstart führten "Les Experts" bereits mit vier Toren (5:1). Zwischenzeitlich baute man den Vorsprung gar auf fünf Treffer aus (10:5, 17.), zur Pause war der Vorteil aber dahin (15:13). Und die Dänen bewiesen Moral, ließen sich auch von mehrmaligen Rückständen nicht aus der Ruhe bringen. Beim 26:26 nach 52 Minuten war dann allerdings das letzte Pulver verschossen.

Kurz vor Schluss machte Kounkoud vom Siebenmeterpunkt mit seinem achten Tor an diesem Abend (vier Strafwürfe) den Deckel drauf (29:26). Auch der Vertreter von Thierry Omeyer, Gerard Vincent, war ein Garant für den Erfolg (43 Prozent Fangquote). Bei den Dänen erwies sich noch Peter Balling Christensen als am treffsichersten (sieben Tore).

Eine Nation unter Schock

Durchgebissen: Przemyslaw Krajewski traf am häufigsten für die Polen.
Durchgebissen: Przemyslaw Krajewski traf am häufigsten für die Polen.
© imagoZoomansicht

Vor dem Platzierungsspiel fragte sich eine ganze Nation noch: Wie konnte das nur passieren? Nach dem holprigen Start schienen sich die Polen spätestens mit dem deutlichen, überzeugenden Erfolg über die Franzosen gefangen zu haben. Und dann das: Im letzten Hauptrundenspiel gegen Kroatien hatten die Gastgeber alle Karten selbst in der Hand, gingen aber gnadenlos unter. Eine solche Demontage hatte man selten gesehen, die Spieler auf dem Parkett brachen unter dem Druck zusammen. 13:30 stand es zwischenzeitlich, am Ende blieb nur ein beschämendes 23:37.

Der Halbfinal-Traum geplatzt, lediglich das undankbare Spiel um Platz sieben blieb den untröstlichen Polen. Zumindest gegen die Schweden erwischte der deutsche Nachbar den besseren Start, führte nach 20 Minuten mit drei Toren (9:6). Auf beiden Seiten spielten die Keeper die erste Geige: Polens Slawomir Szmal, der hinterher zum "Spieler des Spiels" gewählt wurde, entschärfte 13 Bälle, auch Mikael Appelgren auf der Gegenseite konnte eine Fangquote von starken 33 Prozent vorweisen.

THW-Neuzugang Nilsson spielt frech auf

Bis zur Pause hatten die Schweden wieder ausgeglichen (12:12), gestalteten das Geschehen auch im zweiten Abschnitt spannend. In der 55. Minute stand es noch immer unentschieden, sodass die polnischen Fans bereits etwas zitterten. Doch Szmal entschärfte einen entscheidenden Ball und gewährleistete so den am Ende nicht unverdienten 26:24-Erfolg. Beste Werfer bei den Polen waren Linksaußen Przemyslaw Krajewski und Bartosz Konitz mit je fünf Treffern, für Schweden netzte der baldige THW-Profi Lukas Nilsson (fünf) am häufigsten ein.

msc

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