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26.01.2016, 13:21

Team-Arzt beklagt massive Überbelastung

Kohlbacher und Lemke kämpfen mit Infekt

Die deutschen Handballer sind bei der EM in Polen nach den Verletzungsausfällen auch weiter von einem grippalen Infekt geplagt. Vor dem entscheidenden Hauptrundenspiel gegen Dänemark um den Einzug ins Halbfinale an diesem Mittwoch (18.15 Uhr/LIVE!-Ticker bei kicker.de) in Breslau sind Abwehrchef Finn Lemke und Kreisläufer Jannik Kohlbacher angeschlagen. Teamarzt Kurt Steuer schlägt derweil Alarm.

Infektgeschwächtes Kraftpaket: Kreisläufer Jannik Kohlbacher.
Infektgeschwächtes Kraftpaket: Kreisläufer Jannik Kohlbacher.
© imagoZoomansicht

Nach den verletzungsbedingten Ausfällen der deutschen Nationalspieler Steffen Weinhold und Christian Dissinger bei der Handball-EM schlägt Teamarzt Kurt Steuer Alarm. "Die Spieler, die Bundesliga, Champions League und Nationalmannschaft spielen und in diesem Jahr zusätzlich mit EM, Olympia-Qualifikation, WM-Quali und vielleicht Olympia mehrere große Aufgaben zu bewältigen haben, sind überspielt, massiv überlastet. Dann passieren solche Schäden", sagte Nationalmannschafts-Arzt Steuer den "Kieler Nachrichten" (Dienstag).

Adrenalin tropft aus den Ohren: Frühstück bis zehn

Steuer sieht die Methodik von Bundestrainer Dagur Sigurdsson bei der Regeneration als wegweisend an. "Dagur verlangt, dass seine Spieler pro Tag - sei es beim Training oder im Spiel - zwei Stunden lang 100 Prozent Leistung bringen. 22 Stunden bekommen sie jedoch Zeit, sich zu erholen", berichtete der Mannschaftsarzt und sagte: "Ein Meilenstein."

Die Ruhezeit nach einem Spiel werde "vollkommen unterbewertet", meinte Steuer. Denn nach einer Partie könnten die Profis überhaupt nicht schlafen. "Das Adrenalin tropft ihnen aus den Ohren, sie schlafen erst spät ein." Deshalb seien Frühstück um 8.00 Uhr und Früh-Training nicht das richtige Mittel.

Im deutschen Team in Polen sei Frühstück bis zehn Uhr möglich. Die längeren Ruhephasen seien "Luxus, der Gold wert und dringend erforderlich ist", sagte Steuer. Verletzungen wie jüngst hätten aber "auch weniger überlastete Spieler als Dissinger und Weinhold in jeder anderen Partie treffen können", meinte er.

Die kranken Kohlbacher und Lemke konnten unterdessen am Montag nicht mittrainieren, wie Sigurdsson am Dienstag im Teamhotel in Breslau berichtete. Nach vier Siegen in fünf EM-Spielen ging es in dem Training um Regeneration und Taktik. "Das war praktisch ein Auslaufen. Der freie Tag hat den Jungs gut getan", meinte der Bundestrainer.

aho/dpa

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26.01.16
 
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1Dänemark116:987
 
2Deutschland115:1066
 
3Spanien110:1076
 
4Russland109:1153
 
5Schweden104:1072
 
6Ungarn96:1170