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25.01.2016, 22:00

Hauptrundengruppe I: Gastgeber auf Halbfinalkurs

Bieglers Polen nutzen Norwegens Steilvorlage

Es war eine der ganz dicken Überraschungen bei der Europameisterschaft: Zum Start der Hauptrunde hatte Norwegen Gastgeber Polen dank einer starken Leistung düpiert (30:28). Nur zwei Tage später hat die Mannschaft von Trainer Michael Biegler den vermeintlich kapitalen Bock bereinigt. Weil die Norweger selbst ausrutschten und Michal Jurecki mächtig heiß lief.

Lebte einmal mehr die polnische Entschlossenheit vor: Rückraum-Ass Michal Jurecki.
Lebte einmal mehr die polnische Entschlossenheit vor: Rückraum-Ass Michal Jurecki.
© imagoZoomansicht

Den Anfang in Hauptrundengruppe I machten die Norweger, die gegen Polen am Samstag für eine mittelgroße Sensation gesorgt hatten. Für Gegner Mazedonien ging es längst nicht mehr um den Einzug ins Halbfinale, lediglich drei Niederlagen und 0:6-Punkte standen auf dem Konto. Doch der leichte Außenseiter legte stark los (4:2, 6.). Löwen-Rückraumspieler Harald Reinkind glich zwar kurz darauf aus (4:4), doch die Norweger bekamen das Spiel nie in den Griff. Kurz vor der Pause markierte Mazedoniens Nationalheld Kiril Lazarov mit seinem siebten Treffer an diesem Abend das 15:13. Weil auch Wetzlars Filip Mirkulovski den Skandinaviern noch einen einschenken durfte, sah es für Norwegen nach dem ersten Abschnitt nicht gut aus (17:13).

Katastrophale Wurfquote

Im zweiten Durchgang wurde dann auch noch Löwen-Keeper Borko Ristovski zum Faktor, sodass die Mazedonier nach dem nächsten Mirkulovski-Treffer auf die Zielgerade einbogen (27:22, 46.). Doch die Norweger gaben sich nicht auf und glichen nach einem furiosen Zwischenspurt sechs Minuten vor Schluss wieder aus. Beim 31:30 von Magnus Joendal führte der Favorit sogar, brachte am Ende aber nur ein 31:31 über die Zeit. Und dieser Punktverlust, den eine schwache Feldwurfquote von unter 60 Prozent und ein effizienter Lazarov (elf Tore) verursachten, könnte Norwegen teuer zu stehen kommen.

Spuckten gewaltig in die norwegische Suppe: Kiril Lazarov (l.) und Borko Ristovski.
Spuckten gewaltig in die norwegische Suppe: Kiril Lazarov (l.) und Borko Ristovski.
© imago

Jurecki steuert neun Treffer bei

Das hängt schlichtweg damit zusammen, dass sich Gastgeber Polen nicht noch einmal überraschen ließ und die norwegischen Halbfinal-Chancen am Abend deutlich schmälerte. Auch wenn es gegen Weißrussland, das mit einer ungewöhnlichen 1:5-Deckung daherkam, zu Beginn nicht so aussah (7:7, 11.). Anschließend hatten die Polen aber das Norwegen-Spiel endgültig aus den Kleidern geschüttelt, Michal Jureckis Treffer Nummer fünf und sechs waren eine kleine Vorentscheidung (17:11). Diesen Sechs-Tore-Vorsprung hielten die Hausherren auch bis zur Pause (19:13).

In den zweiten 30 Minuten ging es dahin, Weißrussland hatte kaum mehr etwas dagegenzusetzen, Polens zweite Garde ließ sich vom Publikum tragen. Am Ende stand ein hochverdienter 32:27-Erfolg, der die polnischen Halbfinal-Chancen wieder enorm erhöht. Ein Überblick: Am letzten Spieltag der Hauptrunde trifft Norwegen (sieben Punkte) auf Frankreich (6), Polen (6) bekommt es mit Kroatien (4) zu tun. Die Franzosen brauchen einen Sieg, um sicher unter die letzten Vier zu kommen. Wenn Polen seine Pflichtaufgabe gegen die Kroaten erfüllt, gehen die beiden großen Favoriten auch ins Halbfinale.

msc

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