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25.01.2016, 12:55

Handball-EM: Kühn und Häfner springen ein

EM-Aus für Weinhold und Dissinger!

Schock für das DHB-Team: Beim 30:29 (17:16) gegen Russland verletzten sich Steffen Weinhold und Christian Dissinger derartig schwer, dass die EM für beide gelaufen ist. Vor allem Kapitän Weinhold hat es schwer erwischt - wegen eines Muskelbündelrisses in den Adduktoren fällt er sechs bis acht Wochen aus. Beim entscheidenden Spiel um den Einzug ins EM-Halbfinale am Mittwoch (LIVE!-Ticker ab 18.15 Uhr auf kicker.de) gegen Dänemark müssen nun die Nachrücker Kai Häfner und Julius Kühn die Kohlen aus dem Feuer holen.

Steffen Weinhold hält sich die Leiste
Tragischer Held: Steffen Weinhold stoppte einen Gegenstoß der Russen wenige Sekunden vor Schluss, verhinderte den Ausgleichstreffer - und verletzte sich dabei.
© picture allianceZoomansicht

Alles Hoffen, es war umsonst. Nach der MRT-Untersuchung stand fest, dass die beiden Leitungsträger nicht mehr auflaufen können. "Wir müssen das abwarten", hatte Bundestrainer Dagur Sigurdsson zuvor noch gesagt. Die Ernüchterung folgte dann in Person von Bob Hanning: "Für beide Spieler ist das Turnier leider beendet", sagte der Delegationsleiter am Montag im Anschluss an die medizinischen Untersuchungen. Während Weinhold länger ausfällt, kann Dissinger zumindest auf eine kürzere Zwangspause hoffen. Der linke Rückraumspieler zog sich ebenfalls eine Adduktorenverletzung zu. Wie lange er pausieren muss, ist noch nicht sicher.

"Es ist ein kleiner Schock", sagte auch Sigurdsson am Montag in Breslau: "Bitter für uns und für den THW. Das wird jetzt eine Riesenaufgabe, sie ist nicht zu vergleichen mit den Ausfällen von Gensheimer und Co. Diese Ausfälle sind sehr kurzfristig, darauf kann man sich nicht vorbereiten." Sigurdsson kündigte dennoch an: "Wir werden kämpfen bis zum Umfallen, wir werden nicht aufgeben." Weinhold, den der Ausfall "sehr traurig" machte, wünscht sich nun eine Trotzreaktion des Teams: "Ich hoffe, dass sich die Mannschaft voll reinhängt und trotzdem das Halbfinale erreicht." Weinhold, der die Mannschaft vor Ort weiter unterstützen will, ist nach dem etatmäßigen Kapitän Uwe Gensheimer, Patrick Groetzki, Patrick Wiencek und Paul Drux bereits der fünfte Spieler aus der ersten Sieben, der für die EM nicht mehr zur Verfügung steht.

Die möglichen Ersatzleute wurden am Sonntagabend schon aktiviert. Julius Kühn vom VfL Gummersbach und Kai Häfner von der TSV Hannover-Burgdorf sind inzwischen im deutschen Teamhotel in Breslau angekommen, sie werden nun nachnominiert. "Ich bin bereit", sagte Häfner, momentan bester Feldtorschütze der Handball-Bundesliga, dem SID, als er zusammen mit Kühn um 13.20 Uhr das Teamhotel bezog.

Weinhold verletzte sich, als er den entscheidenden Gegenstoß der Russen Sekunden vor Schluss lediglich auf Kosten eines Freiwurfs verhinderte. Der Kapitän griff sich danach am Boden liegend sofort an die Leiste und verfolgte den letzten (missglückten) Wurf Russlands von der Bank aus. Dissinger hatte schon früher in der Partie das Handtuch werfen müssen.

Gegen Russland hatte sich die deutsche Mannschaft zum vierten Sieg in Serie gezittert. Was vorher nicht bekannt war: Zahlreiche Spieler waren von Grippe geschwächt. "Dass die Kraft hinten raus nicht reicht, war klar", sagte Hanning.

Lichtlein: "Ich wusste, wo der Ball hingeht"

Die Partie war ein ständiges Auf und Ab. Erst lag die deutsche Mannschaft mit drei Toren hinten (4:7), dann mit fünf Toren vorn (25:20) - und am Ende wurde es richtig eng. Doch Torhüter Carsten Lichtlein parierte in letzter Sekunde den Wurf von Dmitry Zhitnikov, weil er dessen Wurfbilder ausgiebig studiert hatte. "Ich wusste, wo der Ball hingeht", erzählte er hinterher.

dpa/sid/las

Bilder zum 30:29-Sieg gegen Russland
Am Ende lacht der Isländer
Timur Dibirov, Dagur Sigurdsson und Carsten Lichtlein (v.li.)
Am Ende lacht der Isländer

Der Nächste, bitte! Die deutschen Herren sorgen bei der EM in Polen weiterhin für Furore. Die Schützlinge von Bundestrainer Dagur Sigurdsson ließen sich auch gegen Russland nicht lumpen und bewiesen einmal mehr große Nervenstärke.
© Getty Images

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Europameisterschaft - Tabelle

Pl. VereinTorePkte.
1Dänemark116:987
 
2Deutschland115:1066
 
3Spanien110:1076
 
4Russland109:1153
 
5Schweden104:1072
 
6Ungarn96:1170

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