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21.01.2016, 16:05

Deutsche Handballer träumen schon von einer EM-Medaille

Drin im Turnier: DHB-Team "brennt und ist hungrig"

Jetzt soll es erst richtig losgehen: Bei der Handball-EM in Polen steht das junge deutsche Team in der Hauptrunde. "Jetzt gilt's, jetzt sind wir drin im Turnier", meinte Kapitän Steffen Weinhold am Tag nach dem souveränen Auftritt gegen Slowenien (25:21). Als nächster Prüfstein wartet am Freitag (18.15 Uhr, LIVE!-Ticker bei kicker.de) Ungarn auf die DHB-Auswahl. Torhüter Andreas Wolff meint: "Jetzt ist auf jeden Fall alles möglich."

Jannik Kohlbacher
"Die Mannschaft brennt und ist hungrig": Kreisläufer Jannik Kohlbacher lässt daran keinen Zweifel.
© imagoZoomansicht

Jung, frech, unbekümmert und mutig: Die deutschen "No Names" mischen die EM in Polen weiter auf. Nach einem deftigen Fleischessen im italienischen Restaurant La Scala Piccola Italia und Tiramisu als süßer Krönung am Mittwochabend haben die Deutschen mehr denn je Lust auf weitere Siege. "Wir wollen mehr. Die Mannschaft brennt und ist hungrig", sagte Kreisläufer Jannik Kohlbacher: "Wir träumen von einer Medaille. Wenn wir weiterhin so knallhart Abwehr spielen, können wir viel erreichen."

Am Freitag geht es gegen Ungarn, die weiteren Gegner in der Hauptrundengruppe 2 sind am Sonntag Russland und zum Abschluss am Mittwoch der heiße Titelanwärter Dänemark (Anwurf jeweils 18.15 Uhr). Doch davon wollte im deutschen Handball-Lager noch niemand etwas wissen. "Wir kämpfen uns durch von Spiel zu Spiel", erklärte Andreas Michelmann, Präsident des Deutschen Handballbundes (DHB). Noch prägnanter drückte es Bundestrainer Dagur Sigurdsson aus: "Wir spielen am Freitag gegen Ungarn. Alles, was danach kommt, ist mir Wurst."

Einschaltquoten freuen Hanning

Am Vortag hatte seine Youngster-Auswahl souverän Slowenien mit 25:21 bezwungen und mit dem zweiten Turniersieg Platz zwei in der Vorrundengruppe C belegt. "Das war aller Ehren wert", meinte der Bundestrainer. "Es hat wirklich Spaß gemacht", befand Abwehrriese Finn Lemke, "es war eine große Drucksituation für uns. Wir haben die gemeistert. Ich freue mich darüber."

DHB-Leistungssportchef Bob Hanning war nicht nur begeistert von dem Spiel, sondern auch von den Einschaltquoten. Fast vier Millionen Zuschauer sahen im ZDF das mitreißende Spiel. "Wir sind jetzt auch in Deutschland angekommen", sagte Hanning.

Der Lohn für den couragierten Auftritt gegen Slowenien sind zwei Punkte für die Hauptrunde, die dem deutschen Team gar den Weg ins Halbfinale ebnen könnten. "Ich habe die Hoffnung, dass sie noch ein paar gute Spiele hier machen. Ich bin optimistisch, dass man mindestens um Platz fünf und sechs spielen kann", erklärte Uwe Schwenker, Präsident der Handball-Bundesliga (HBL).

"Jetzt kommt alles ein bisschen in die Knochen. Wir haben ein junges Team. Das ist unser Vorteil. Junge Leute regenerieren schneller als alte."
Bundestrainer Dagur Sigurdsson

Mit einem Schnitt von nur 24,9 Jahren ist das DHB-Team das mit Abstand jüngste im Turnier - aus Sigurdssons Sicht ein großer Vorteil. Zumal auch alle Spieler ohne nennenswerte Blessuren aus den ersten drei Partien gekommen sind. "Jetzt kommt alles ein bisschen in die Knochen. Wir haben eine junge Mannschaft. Das ist unser Vorteil. Wir werden weniger Zeit brauchen, um uns zu erholen und dann frisch für den nächsten Gegner sind", sagte der Isländer, "wir haben frische Leute. Junge Leute regenerieren schneller als alte."

Dujshebaev gibt Ungarn neue Impulse

Ob das bereits gegen die Ungarn zum Vorteil gereicht, ist unklar. Immerhin kommt es zum Duell der beiden jüngsten Teams der EM. Die Ungarn sind im Schnitt 26,2 Jahre alt. "Ungarn hat sich ein bisschen verändert mit Talant Dujshebaev. Er gibt neue Impulse", urteilte Sigurdsson. Der frühere Welthandballer und Bundesliga-Spieler trainiert neben der ungarischen Nationalmannschaft auch den polnischen Spitzenclub KS Vive Kielce mit dem deutschen Auswahlspieler Tobias Reichmann.

dpa

Deutsche Defensive zieht Slowenen den Zahn
Teamgeist, Abwehrstärke und harte Bandagen
Vujoivc und Reichmann (re.)
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Es ging um Alles oder Nichts. Gegen Slowenien musste die junge deutsche Nationalmannschaft bestehen, um die Hauptrunde zu erreichen. Die Erkenntnis: Die DHB-Auswahl hielt nicht nur dem Druck stand, vielmehr spielte sie groß auf und machte Lust auf mehr. Impressionen zum Spiel gegen Slowenien ...
© Getty Images

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21.01.16
 
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Europameisterschaft - Tabelle

Pl. VereinTorePkte.
1Dänemark88:706
 
2Deutschland85:774
 
3Spanien79:784
 
4Russland80:853
 
5Schweden76:791
 
6Ungarn67:860