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18.01.2016, 20:00

Gruppe D: Russland gewinnt hauchdünn gegen Ungarn

24:24! Spanier erzittern sich nur einen Punkt

Nach der über weite Strecken dominanten Vorstellung gegen die deutsche Mannschaft enttäuschten die Spanier am frühen Montagabend. Im zweiten Gruppenspiel machte den Iberern Slowenien um Spielmacher Dean Bombac das Leben schwer, am Ende trennten sich die deutschen Gruppengegner 24:24. Russland erkämpfte sich derweil in Gruppe D gegen Ungarn die ersten beiden Zähler.

Hängende Köpfe nach dem ersten Punktverlust: Joan Canellas und seine Spanier kamen nur zu einem Remis.
Hängende Köpfe nach dem ersten Punktverlust: Joan Canellas und seine Spanier kamen nur zu einem Remis.
© imagoZoomansicht

Während der volle Fokus der deutschen Mannschaft bereits den Schweden galt, kämpften die favorisierten Spanier um die beste Ausgangsposition in Gruppe C. Slowenien, das seine Auftaktpartie gegen Schweden nur knapp verlor (21:23), hatte da aber auch noch ein Wörtchen mitzureden. Angetrieben vom bärenstarken Spielmacher Dean Bombac, der in der Königsklasse für Pick Szeged bereits dem THW Kiel und den Rhein-Neckar Löwen das Leben schwer machte, kam der Außenseiter perfekt aus den Startlöchern.

Beim 1:4-Rückstand staunten die Iberer bereits nicht schlecht, ehe Bombac und Rechtsaußen Casper Marguc noch einen drauflegten (6:2, 11.). Das Team von Trainer Manuel Cadenas tat sich gegen den vermeintlichen Underdog extrem schwer, leistete sich im Angriff viel zu viele technische Fehler. Die Slowenen dagegen spielten ihren Stiefel herunter, garniert mit sehenswerten Einzelleistungen von Superstar Bombac (12:8, 26.). Unmittelbar vor der Pause verkürzte der Kieler Joan Canellas auf 12:10, der ehemalige THW-Rechtsaußen Vid Kavticnik hatte allerdings einmal mehr die passende, slowenische Antwort parat.

Bombac gewinnt die Wahl, nicht aber das Spiel

Mit dem Drei-Tore-Vorsprung im Rücken hatte Slowenien ein wenig überraschend die Karten selbst in der Hand. Bis zu Luka Zvizejs fünftem Treffer (im fünften Versuch) lief auch alles nach Plan (16:13), doch die Spanier bekamen die zweite Luft. Beim 19:18 besorgte Antonio Garcia die erste iberische Führung überhaupt (48.), mit andauernder Spieldauer baute auch Bombac erheblich ab und leistete sich etliche unnötige Fehler.

Nichtsdestotrotz besorgte Kapitän Dragan Gajic aus ganz spitzem Winkel das 23:21, mehr als nur ein kleiner Fingerzeig (55.). Wenig später stellte Bombac, der von der EHF hinterher zum "Spieler des Spiels" gewählt wurde auf 24:22. Weil aber Julen Aguinagalde auf 24:23 verkürzte, Bombac unnötig in den Block warf und Christian Ugalde kurz vor Schluss den Ausgleich besorgte, trennte man sich nach 60 Minuten 24:24-Unentschieden.


Anführer Dibirov führt russischen Sieg an

Füllt sein Kapitänsamt mit Bravour aus: Russlands Timur Dibirov.
Füllt sein Kapitänsamt mit Bravour aus: Russlands Timur Dibirov.
© imago

In der Gruppe D, in der die Dänen im ersten Spiel ihrer Ausnahmestellung gegen Russland gerecht wurden (31:25), wollte die Mannschaft von Coach Dmitri Torgovanov gegen Ungarn dringend die ersten beiden Zähler einsammeln. Und die Russen kamen deutlich besser rein, Superstar Timur Dibirov und Ex-Löwe Sergei Gorbok machten den Anfang (3:1, 5.). Den Ungarn um ihren Rückraum-Hünen Laszlo Nagy fehlte es an Struktur, auch Russlands Schlussmann Victor Kireev wurde zum echten Faktor (parierte zwei von drei Siebenmetern im ersten Abschnitt). Bis zur Pause war der Vorsprung auf vier Treffer angewachsen (14:10).

Ungarns erfolgsverwöhnter Trainer Talant Dujshebaev machte seiner Sieben in der Kabine ordentlich Dampf, Linksaußen Gergö Ivancsik verkürzte kurz nach Wiederanpfiff auf 14:13. Während der zweiten 30 Minuten entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, mit dem besseren Ende für die clevereren Russen. Durch das 27:26, bei dem einmal mehr Kapitän Dibirov mit sechs Treffern bei acht Versuchen hervorstach, stehen die Chancen der Torgovanov-Truppe auf eine ordentliche Ausgangslage in der Hauptrunde vor dem abschließenden Gruppenspiel gegen Montenegro besser.

Montenegro kriegt Respekt, Dänemark die Punkte

Im zweiten Spiel der Gruppe bahnte sich am Abend eine echte Sensation an. Montenegro war drauf und dran, sich gegen Dänemark durchzusetzen. Die Montenegriner spielten vor allem in der ersten Hälfte groß auf und führten zur Halbzeit mit 16:14. Herausragend dabei war Torhüter Mijatovic. Nach Wiederanpfiff legten die Dänen allerdings einen Zahn zu und setzten sich mit einem 5:1-Zwischenspurt ab (19:17). Danach blieb es zwar ein Duell auf Augenhöhe, in dem die Skandinavier letzten Endes dann aber doch die Oberhand behielten. Dänemark gewann mit 30:28 und verteidigte so Platz eins in Gruppe D. Montenegro verdiente sich indes viel Respekt, bleibt aber dennoch ohne Punkte.

msc

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