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15.01.2016, 20:00

Gruppe B: Sigurdsson macht Island glücklich

Kroatien zittert: Rutenka stemmt sich vergeblich

Unter den Augen von Altmeister Ivano Balic bekleckerte sich Kroatien zum Auftakt der Europameisterschaft in Polen nicht gerade mit Ruhm. Im ersten Härtetest tat sich die Mannschaft von Trainer Zeljko Babic gegen Weißrussland enorm schwer, gewann am Ende aber verdient mit 27:21. Speziell der weißrussische Superstar Siarhei Rutenka drehte auf, hatte aber nur Luft für 30 Minuten. Im zweiten Gruppenspiel versetzte Kapitän Gudjon Valur Sigurdsson seine Isländer in Ekstase.

Tankte sich speziell im ersten Abschnitt sehr erfolgreich durch: Weißrusslands Siarhei Rutenka.
Tankte sich speziell im ersten Abschnitt sehr erfolgreich durch: Weißrusslands Siarhei Rutenka.
© imagoZoomansicht

So hatte sich Kroatien, das traditionell bei großen Turnieren ein ernstes Wörtchen mitreden möchte, den Start in Polen nicht vorgestellt. Im ersten Spiel wartete auf das Team um THW-Spielmacher Domagoj Duvnjak der Außenseiter aus Weißrussland. Auf wen es aufzupassen galt, musste man dem Bronzemedaillengewinner von 2012 eigentlich nicht sagen: Rückraum-Ass Siarhei Rutenka. Wirklich umsetzen konnte das die Mannschaft von Trainer Zeljko Babic allerdings nicht. Der krachende Hüftwurf von Rutenka zum 1:0 war schließlich nur eines von insgesamt sieben Treffern des 34-Jährigen alleine im ersten Durchgang.

Strlek eiskalt - Gojun organisiert

15:15 zur Pause, die Weißrussen durften von der ersten mittelgroßen Überraschung direkt zum Start in die Gruppenphase träumen. In vielen Situationen, speziell wenn der immer müder wirkende Rutenka nicht auf der Platte stand, fehlte dem Underdog aber die letzte Cleverness. Der verwandelte Siebenmeter von Manuel Strlek zum 25:21 brachte den Kroaten schließlich die Gewissheit, dass nur noch wenig zu den ersten zwei glanzlosen Punkten fehlte (53.). In der Schlussphase durfte sich der Favorit auch bei Berlins Abwehrchef Jakov Gojun bedanken, der die kroatische Defensive ordentlich dirigierte.

Trotz des 27:21-Erfolges der Kroaten, das auch den anwesenden Altmeister Ivano Balic nicht von seinem Stuhl gerissen haben dürfte, müssen sich Duvnjak & Co. gewaltig steigern, um zu einem späteren Zeitpunkt auch noch im Turnier verweilen zu können. Für Kroatien geht es am Sonntag (18 Uhr) gegen Norwegen weiter, Weißrussland ist zwei Stunden zuvor gegen Island bereits unter Zugzwang.

26:25! Herzschlagfinale geht an Island

"Wir sind unschuldig": Der Ex-Kieler Aron Palmarsson (r.) und Islands Keeper Björgvin Gustavsson.
"Wir sind unschuldig": Der Ex-Kieler Aron Palmarsson (r.) und Islands Keeper Björgvin Gustavsson.
© imagoZoomansicht

Im zweiten Spiel der Gruppe B lieferten sich Island, das kurz vor dem Turnier zweimal gegen die deutsche Mannschaft getestet hatte (ein Sieg, eine Niederlage), und Norwegen eine echte Schlacht. Nach der ausgeglichenen Anfangsphase hatten die Norweger die Nase ein Stück weit vorne (11:9), konnten die Führung bis zur Pause aber nicht behaupten.

Auch im zweiten Durchgang deutete alles auf ein Kopf-an-Kopf-Rennen bis zum Ende hin, ehe die Isländer um ihre Rückraum-Stars Alexander Petersson (Rhein-Neckar Löwen) und den Ex-Kieler Aron Palmarsson auf die Siegerstraße einbogen. Beim 23:21 durch Kapitän Gudjon Valur Sigurdsson, der sich ab Sommer wieder für die Löwen die Handballschuhe schnürt, blieb dem norwegischen Fanblock die Stimme weg. Doch Harald Reinkind, baldiger Teamkamerad von Sigurdsson, brachte Norwegen durch zwei einfache Rückraumtore eine Minute vor Schluss wieder in Position (25:25).

Die zwei abschließenden Schlüsselszenen sind schnell erzählt: Erst behielt Sigurdsson, der alle seine sechs Versuche an diesem Abend verwandelte, zehn Sekunden vor dem Ende von seiner Außenposition die Nerven, dann parierte Keeper Björgvin Gustavsson (Bergischer HC) den letzten Ball. Das 26:25 bringt die Isländer der Hauptrunde bereits ein großes Stück näher.

msc

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Europameisterschaft - Tabelle

Pl. VereinTorePkte.
1 Kroatien27:212
 
2 Island26:252
 
3 Norwegen25:260
 
4 Weißrussland21:270