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04.03.2015, 00:25

Leipzig wittert Chance gegen die Füchse

Brisanz und sportlicher Glanz: Löwen vs. Zebras

Das Viertelfinale im DHB-Pokal hat es in sich: Die Rhein-Neckar Löwen empfangen am Mittwoch (19 Uhr) in Mannheim den Meister THW Kiel. Keine Frage: Es ist ein vorweggenommenes Finale, ein Aufeinandertreffen zweier Giganten, ein Duell um viel Prestige. Und: Ein Team muss in den sauren Apfel beißen und darf nicht beim abschließenden Final Four am 9. und 10. Mai in Hamburg antreten.

Gensheimer und Jicha
Zwei Spitzenhandballer im Pokal-Fight: Uwe Gensheimer und Filip Jicha.
© imagoZoomansicht

Manager Thorsten Storm ist schon weg, Weltklassekeeper Niklas Landin geht im Sommer, und hartnäckig halten sich Gerüchte, dass ihnen Nationalspieler Uwe Gensheimer (amtierender Handballer des Jahres) von den Rhein-Neckar Löwen zum Erzrivalen THW Kiel folgen könnte. Für Zündstoff ist also ausreichend gesorgt, wenn sich die beiden besten deutschen Handball-Mannschaften am Mittwoch in Mannheim im DHB-Pokal-Viertelfinale gegenüberstehen.

Storm: "Ich habe alles für die Löwen gegeben"

"Die beiden Teams sind derzeit auf Augenhöhe. Wir spielen auswärts, und wenn wir unsere eigene Leistung abrufen, können wir das Spiel gewinnen. Dasselbe gilt aber auch für die Löwen", sagte Thorsten Storm dem "Mannheimer Morgen". Ob der THW-Geschäftsführer mit Pfiffen an alter Wirkungsstätte rechnet? "Ich habe sieben Jahre alles für die Löwen gegeben. Ich denke, das erkennen die Fans an."

Niklas Landin
Steht (noch) im Löwen-Tor: Niklas Landin.
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Ob die Fans es allerdings auch anerkennen, dass ihr dänischer Topkeeper Niklas Landin im kommenden Sommer nach Kiel wechselt und dass sich hartnäckig Gerüchte um ihren Liebling Uwe Gensheimer halten, dessen Vertrag in Mannheim 2016 ausläuft, bleibt fraglich. "Niklas hatte sich bereits vor mir für den Weg zum THW entschieden", sagte Storm. Und Linksaußen Gensheimer, der mit 126 Toren der Top-Torjäger der Mannheimer ist? "Aktuell gibt es mit Uwe keine Gespräche." Ein Dementi sieht anders aus.

Löwe Schmid: "Aktuell kämpfen wir mit Verletzungssorgen"

Sportlich macht den Löwen natürlich das vergangene Jahr Hoffnung, als man die Zebras im Dezember 2013 im Achtelfinale mit 32:30 besiegt hatte. "Wenn du den Cup gewinnen willst, musst du in der Regel auch Kiel schlagen und dabei natürlich ans Maximum gehen", weiß Nationalspieler Patrick Groetzki. Nicht hilfreich sind dabei allerdings Verletzungen im eigenen Kader, wie der Schweizer Andy Schmid (Rückraumspieler) auf der Vereinsseite der Löwen klarstellte: "Beim Spiel im Oktober (29:28 für die Löwen, Anm.d.Red.) musste Kiel mit Filip Jicha, Aron Palmarsson und Rasmus Lauge auf drei Stammkräfte verzichten. Aktuell kämpfen wir mit Verletzungssorgen. Gedeon Guardiola fällt auf jeden Fall aus, das ist ein riesiger Verlust für uns, den wir eigentlich nicht kompensieren können. Auch Alexander Petersson ist angeschlagen, hat gegen Flensburg aber wenigstens ein paar Minuten gespielt."

Apropos Jicha: Der Welthandballer von 2010 litt jüngst unter einer Grippe, reiste erst am Montag der Mannschaft nach Mannheim hinterher. "Ich muss sehen, wie fit ich dann wieder bin", erklärte der Kieler Rückraum-Star.

Bjarte Myrhol
Kehrt nach langer Pause zurück: Bjarte Myrhol.
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Derweil wird Rhein-Neckar-Kreisläufer Bjarte Myrhol wieder ins Abwehrzentrum rücken. "Mit ihm wird die Deckung mit Sicherheit nicht schlechter stehen", prophezeite THW-Trainer Alfred Gislason, während Schmid anfügte: "Bjarte Myrhol ist zum Glück zurück, hat aber auch über zwei Monate nicht gespielt und braucht natürlich noch Zeit." Der 31-Jährige äußerte sich auch nochmals zum abgewanderten Geschäftsführer Storm: "Die Unruhe im Verein nach seinem Abgang vor der laufenden Saison war groß, aber das Thema ist nun vorbei. Wir schauen nur nach vorne, und ich denke wir alle haben die Situation nach seinem Abgang bei uns sehr gut gelöst."

Ärgern selbstbewusste Leipziger die Füchse aus Berlin?

Abseits des sportlichen Kampfes der Titanen Mannheim und Kiel rechnet sich Zweitliga-Spitzenreiter SC DHfK Leipzig Chancen für das Final Four aus. Gegen den amtierenden Pokalsieger Berlin (Mittwoch, 17.30 Uhr) sehen sich die Sachsen nicht chancenlos. "Wir sind mit drei Auswärtssiegen in der Liga gut aus den Startblöcken gekommen. Mit diesem positiven Schwung können wir die Berliner vielleicht ärgern", sagte Leipzigs Trainer Christian Prokop.

Am Mittwochabend (19 Uhr) stehen sich außerdem die beiden Traditionsklubs SC Magdeburg und Frisch Auf Göppingen gegenüber, während am späteren Abend (20.45 Uhr) der VfL Gummersbach den amtierenden Champions-League-Gewinner SG Flensburg-Handewitt empfängt.

mag/sid

 
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