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28.01.2015, 13:22

Isländischer Coach hat DHB-Team auf Vordermann gebracht

Brand und Baur loben Sigurdsson in den höchsten Tönen

Viel Zeit hatte Dagur Sigurdsson nicht, um seine Mannschaft auf die WM einzustimmen. Dass das DHB-Team so für Furore sorgt, spricht für die Trainer-Qualitäten des Isländers. Mit einem Sieg heute gegen Gastgeber Katar (ab 16.30 im ausführlichen LIVE-Ticker auf kicker.de) winkt schon das Halbfinale. Die Ex-Weltmeister Heiner Brand und Markus Baur loben den isländischen Trainer in höchsten Tönen.

Vorgänger trifft Nachfolger: Weltmeister-Trainer Heiner Brand ist zufrieden mit seinem DHB-"Erben" Dagur Sigurdsson.
Vorgänger trifft Nachfolger: Weltmeister-Trainer Heiner Brand ist zufrieden mit seinem DHB-"Erben" Dagur Sigurdsson.
© picture allianceZoomansicht

Die beiden deutschen Ex-Weltmeister Heiner Brand und Markus Baur haben die Bedeutung von Bundestrainer Dagur Sigurdsson für die WM-Auftritte der deutschen Handball-Nationalmannschaft herausgestrichen. "Er strahlt eine große Ruhe aus. Jede Entscheidung, die er getroffen hat, ist aufgegangen. Die Spieler glauben ihm ja jetzt alles. Aber dieses Gefühl muss man sich erst erarbeiten", sagte der 44 Jahre alte Baur der Zeitung "Rheinische Post" (Mittwoch).

Baur hatte 2007 als Kapitän unter dem damaligen Trainer Heiner Brand den WM-Titel gewonnen. Und auch sein einstiger Coach lobte Sigurdsson. Brand betonte, dass der Isländer zur Vorbereitung nicht einmal fünf Monate Zeit gehabt habe, sondern nur drei Lehrgänge mit dem Nationalteam. "Den Rest der Zeit war er Bundesliga-Trainer der Füchse Berlin. Insofern ist das Auftreten bei der WM gar nicht hoch genug zu bewerten", sagte Brand in einem Interview der Zeitung "Die Welt" (Mittwoch). Der 62-Jährige hatte auch als Spieler 1978 den WM-Titel geholt.

Da hatten wir auch das Glück auf unserer Seite.Heiner Brand über die knappen Vorrundenspiele gegen Polen, Russland und Dänemark

Bei der aktuellen Mannschaft, die am Mittwoch im Viertelfinale gegen Gastgeber Katar antreten musste, passe bei der WM alles zusammen, sagte Brand. Er sprach damit unter anderem die Auslosung an. "Und man muss natürlich auch zugeben, dass die deutsche Mannschaft in der Vorrunde sowohl gegen Polen als auch gegen Russland und Dänemark hätte verlieren können. Da hatten wir auch das Glück auf unserer Seite", meinte Brand.

Dass die Erwartungen vor den Titelkämpfen in Katar nicht allzu hoch waren, sieht Brand eher als förderlich an. Die Mannschaft hatte die sportliche Qualifikation verpasst und war nur durch eine Wildcard zur WM gekommen. "Das ist ja eine andere Mannschaft mit ein paar Überbleibseln aus der verpatzten Qualifikation, aber auch vielen Spielern, die unbelastet in diese WM gehen konnten", erklärte Brand. "Das wirkt sich bislang positiv aus."

Die Mannschaft spiele befreit auf und zeige gut strukturierten Handball. Auch ein Verdienst des aktuellen Trainers. "Das ist das, was man von Dagur Sigurdsson erwarten konnte. Er hat eine gute Einschätzung, was die Fähigkeiten der Spieler betrifft", sagte Brand über den 41 Jahre alten Coach.

dpa/las

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