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26.01.2015, 18:22

Deutschland trifft im WM-Viertelfinale auf Katar

Viertelfinale! Lichtlein bringt Ägypten zur Verzweiflung

Die deutsche Handball-Nationalmannschaft sorgt bei der WM weiterhin für Furore. Im Achtelfinale ließ die DHB-Auswahl dem Team aus Ägypten keine Chance und trifft nach dem klaren 23:16 (12:8)-Erfolg am Mittwoch im Viertelfinale auf Gastgeber Katar. Über den Mann des Spiels gab es keine zwei Meinungen: Carsten Lichtlein sorgte beinahe im Alleingang dafür, dass die beeindruckende Kulisse nie den Funken auf die überhart agierenden Ägypter überspringen lassen konnte.

Bundestrainer Dagur Sigurdsson
Man of the match: Die Ägypter dürften den Namen Carsten Lichtlein so schnell nicht mehr vergessen.
© imagoZoomansicht

Das deutsche Team begann im Angriff wie erwartet mit Gensheimer, Drux, Strobel, Weinhold, Groetzki sowie Wiencek am Kreis, zwischen den Pfosten erhielt Lichtlein den Vorzug vor Heinevetter. Der Schlussmann machte seine Sache vom Anpfiff weg ausgesprochen gut, während seine Vorderleute eine Weile brauchten, um auf Betriebstemperatur zu kommen: Beinahe fünf Minuten dauerte es, ehe der Ball erstmals überhaupt im Netz landete - Weinhold brach den Bann gegen die aggressive ägyptische Verteidigung. Der Kieler sollte einer der auffälligsten Spieler der Anfangsphase bleiben, in der sich die Deutschen ein kleines Polster erspielen konnten. Nach zwölf Minuten stand's 6:3 für das Team von Dagur Sigurdsson.

Viele Zeitstrafen, viele Scharmützel, viele Verletzungsunterbrechungen - das Duell war zunächst nichts für Handball-Feinschmecker. Für ästhetische Höhepunkte wusste in den deutschen Reihen Groetzki zu sorgen, der Löwen-Rechtsaußen markierte per Gegenstoß seinen vierten Treffer zum 9:4 (19.). Und Lichtlein im Tor lief richtig heiß! Zahlreiche Paraden des Gummersbachers brachten Ägypten aus dem Tritt (60 Prozent gehaltene Bälle in Hälfte eins, drei parierte Siebenmeter). Ägyptens Schlussmann versuchte hinter seiner offensiv ausgerichteten Abwehr indes eher, die heranfliegenden deutschen Spieler zu treffen statt auch mal den Ball ins Visier zu nehmen. Die Tritte gegen Wiencek und Groetzki waren bei weitem nicht die einzigen überharten Aktionen des fünfmaligen Afrikameisters.

Den Ägyptern gelang es zwar, dank einiger Einzelaktionen (meist von Elahmar oder Aly Mohamed) den Anschluss zu halten, doch immer klarer kristallisierte sich das kompakte deutsche Team als das stärkere heraus (11:6, 21.). Halbzeitstand: 12:8 für Deutschland.

Weinhold trifft früh, Ägypten gar nicht

In Sachen Toren eröffnete wie schon in Hälfte eins Weinhold das Spiel - mit einem Doppelschlag erhöhte er schnell auf 14:8, ehe Wiencek seine zweite Zeitstrafe erhielt (33.). Machte nichts: Nach sechs torlosen Minuten und zwei weiteren Treffern für das DHB-Team nahm Ägyptens Coach Marwan Ragab die Auszeit. Einen störte die kurze Abkühlung überhaupt nicht: Lichtlein war derart heißgelaufen, dass die Ägypter schon beim Wurf das große Zittern bekamen. Vom katastrophalen Fehlstart in Hälfte zwei - der erste Treffer zum 17:9 gelang nach exakt acht Minuten - erholten sich die Ägypter nicht mehr. Mit einem Vorsprung von 19:11 ging es in die Schlussviertelstunde.

Auch Sigurdsson wusste, dass hier nichts mehr anbrennen würde. Obwohl die Zuschauer die Ägypter noch einmal gehörig anfeuerten, brachten die Ergänzungsspieler den nie gefährdeten Sieg letztlich sicher über die Zeit. Lichtlein blieb bis zum Schlusspfiff auf der Platte. Dass er auch weiterhin mit coolem Selbstverständnis Topchancen entschärfte, daran hatten sich die Afrikaner am Ende schon beinahe gewöhnt. Letztlich stand ein 23:16 auf der Anzeigetafel.

Katar wartet - Olympia-Qualifikationsturnier in Reichweite

Am kommenden Mittwoch steht für das deutsche Team das Viertelfinale auf dem Programm, dann geht es gegen den Gastgeber Katar, der am Sonntag in einem umstrittenen Match Österreich ausgeschaltet hatte.. Auf dem Spiel stand für die deutschen Handballer auch eine gute Ausgangsposition für die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro. Die ersten Sieben der WM nehmen an Qualifikationsturnieren teil, der Weltmeister ist direkt dabei.


Deutschland - Ägypten 23:16 (12:8)

Deutschland: Heinevetter (Füchse Berlin), Lichtlein (VfL Gummersbach) - Kneer (Rhein-Neckar Löwen), Gensheimer (Rhein-Neckar Löwen) 6/3, Sellin (MT Melsungen) 1, Wiencek (THW Kiel) 2, Pekeler (TBV Lemgo), Groetzki (Rhein-Neckar Löwen) 5, Weinhold (THW Kiel) 3, Strobel (HBW Balingen-Weilstetten) 3, Schmidt (TSG Friesenheim), Michael Kraus (Frisch Auf Göppingen) 1, Michael Müller (MT Melsungen), Schöngarth (TuS N-Lübbecke) 1, Musche (SC Magdeburg), Drux (Füchse Berlin) 1
Ägypten: Bakir, Khalil, Handawy - Abou Ebaid 1, Radwan, Abdelrahman, Issa 4/1, Elwakil, Amer 1, Elbassiouny, Hashem 2, El Masry, Nawar, Elderaa 1, Elahmar 4/1, Mohamed 3
Zuschauer: 10 000
Schiedsrichter: Novotny/Horacek (Tschechien)
Strafminuten: 14 / 10
Disqualifikationen: - / El Masry (48.) 3. Zeitstrafe

las

Deutschland zieht ins Viertelfinale ein
Der Traum vom großen Wurf lebt
Carsten Lichtlein
"Man of the Match"

Dank einer überragenden Leistung von Carsten Lichtlein, der obendrein zum "Man of the Match" gewählt wurde, steht der DHB im WM-Viertelfinale. Dort wartet nun der Gastgeber Katar auf die Truppe von Trainer Dagur Sigurdsson. Lichtlein äußerte sich übrigens selbst zu seiner Leistung: "Es gibt solche Spiele, wo alles klappt. Das war auf jeden Fall ein Spiel in den Top Fünf von mir."
© picture alliance

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Anschrift:Deutscher Handballbund
Strobelallee 56
44139 Dortmund
Deutschland
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Anschrift:Egyptian Handball Federation
El Estad El Bahary Street
Nasr City, Cairo
Egypt
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