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14.01.2015, 20:35

Die deutschen Gegner in der Gruppe D

Ein krasser Außenseiter und drei harte Nüsse

Auf dem Weg zur angestrebten Achtelfinal-Teilnahme warten auf das deutsche Team auch jenseits von Mitfavorit Dänemark schwere Aufgaben: Mit Polen hatte Deutschland erst jüngst seine liebe Not, auch Russland ist im Kommen. Selbst Argentinien setzte international zuletzt ab und an Nadelstiche; einzig Saudi-Arabien scheint eine eher leichte Hürde. Die deutschen Gegner in der Gruppe D im Kurzporträt...

Mikkel Hansen
Nicht nur der dänische Topstar Mikkel Hansen dürfte dem DHB-Team in Gruppe D das Leben schwer machen.
© imagoZoomansicht

Argentinien:

Die Südamerikaner ließen in den vergangenen Jahren immer wieder einmal aufhorchen. So auch vor vier Jahren, als die Mannschaft des deutschstämmigen Torhüters Matias Schulz in der Vorrunde Gastgeber Schweden besiegte und im Spiel um Platz elf auch das deutsche Team zweimal in die Verlängerung zwang. Auch bei den Olympischen Spielen 2012 in London verpasste Argentinien das Viertelfinale erst knapp durch ein 23:25 im entscheidenden Spiel gegen Tunesien. 2013 schlug die deutsche Mannschaft die Argentinier um Spielmacher Diego Simonet in der Vorrunde relativ klar mit 31:27 - dennoch gilt Vorsicht vor dem Panamerikameister.

Dänemark:

"Dänemark stand 2011 und 2013 im WM-Finale, wurde 2012 Europameister und 2014 Zweiter. Da ist es völlig normal, dass die Fans viel von uns erwarten", sagt der neue dänische Coach Gudmundur Gudmundsson, der zuvor die Rhein-Neckar Löwen trainierte und erst im Sommer Trainerlegende Ulrik Wilbek beerbte, über die Erwartungshaltung in Dänemark. Auch ohne langjährige Leistungsträger wie Spielmacher Thomas Mogensen oder Kreisläufer Michael Knudsen, die nicht mehr dabei sind, sind die Dänen um Torjäger Mikkel Hansen einer der heißesten Anwärter auf den Titelgewinn, in jedem Fall aber für eine Medaille.

Polen:

Der polnische Kader ist mit einigen internationalen Topstars wie Karol Bielecki, Krzysztof Lijewski oder Bartosz Jurecki vom SC Magdeburg angereichert. "Wenn bei der Europameisterschaft im nächsten Jahr etwas Großes herauskommen soll, müssen wir schon jetzt viele Dinge richtig machen", sagte Polens deutscher Coach Michael Biegler vor dem Turnier in Katar. Trotz des verletzungsbedingten Ausfalls von Spielmacher Bartlomiej Jaszka (Füchse Berlin) ist der Vize-Weltmeister von 2007 so auch durchaus ein ernsthafter Medaillenkandidat - dessen Qualität das deutsche Team allzu gut kennt: Denn in den Play-offs für die WM-Qualifikation hatte Wildcard-Inhaber Deutschland in zwei Spielen gegen Polen verloren.

Russland:

Der einstige Seriensieger der 1990er Jahre ist wieder im Aufwind, seit Oleg Kuleschow 2012 das Traineramt übernahm. Platz sieben lautet das ausgerufene Ziel. "Alles ist besser als früher, und wir machen gute Fortschritte. Das wird man auch in Katar feststellen, davon bin ich überzeugt", sagte Bundesliga-Spieler Konstantin Igropulo (Füchse Berlin) vor dem Turnier. Kompaktheit in der Defensive und blitzartige Gegenstöße sind das Erfolgsrezept des viermaligen Olympiasiegers, die Russland erneut zu einer Mannschaft des erweiterten Kreises der Weltspitze machen könnte - und damit zu einer harten Nuss für das deutsche Team.

Saudi-Arabien:

Eines hat das DHB-Team mit den Saudis gemeinsam: Nur eine Wildcard verhalf beiden Mannschaften zur WM-Teilnahme. Indes wäre es dennoch eine Sensation, wenn das vom Serben Goran Dzokic trainierte Team gegen Deutschland und die starke Konkurrenz der Gruppe D das Achtelfinale erreichen könnte. "Die Trainingsarbeit ist keineswegs leicht, da die Spieler über bescheidenes technisch-taktisches Wissen verfügen, im Spiel oft undiszipliniert agieren und nicht gerade trainingsbegeistert sind", beschrieb Dzokics Vorgänger Nenad Kljaic ein paar der Gründe, warum auf Saudi-Arabien kaum mehr als die Rolle eines Punktelieferanten zukommen dürfte.

jom/sid

14.01.15
 
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