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22.07.2014, 16:58

Kiel: Tunesier vor dem Sprung zum FC Barcelona

THW-Projekt Jallouz scheint gescheitert

Das Kapitel Wael Jallouz beim amtierenden Meister THW Kiel ist so gut wie beendet. Nach Informationen der "Kieler Nachrichten" steht der 23-jährige Tunesier vor einem Wechsel zum FC Barcelona. In einem enttäuschenden Jahr in der Bundesliga suchte der Rückraumspieler vergeblich sein Glück - und nach Spielpraxis. In dieser Hinsicht will der spanische Serienmeister auf ungewöhnliche Art und Weise Abhilfe schaffen.

Alleine gelassen: Rückraumspieler Wael Jallouz könnte Kiel bald verlassen.
Alleine gelassen: Rückraumspieler Wael Jallouz könnte Kiel bald verlassen.
© imagoZoomansicht

Als Jallouz im Juli 2013 aus dem tunesischen Hammamet zu den Zebras kam, herrschte bei den Nordlichtern Euphorie. "Ich glaube, dass Wael das Potenzial hat, ein kompletter Spieler und wichtiger Mann für den THW Kiel zu werden", so THW-Coach Alfred Gislason bei der offiziellen Präsentation. Und der 54-Jährige setzte sogar noch einen drauf: "Wael ist eines der weltweit größten Handball-Talente."

Nur zwölf Monate später wird das Projekt mit dem sprunggewaltigen Musterathleten wohl auch offiziell beendet sein. Zu keinem Zeitpunkt seines Abenteuers Bundesliga wirkte Jallouz ernsthaft in Kiel angekommen. Trotz famoser Auftritte auf der internationalen Bühne mit der tunesischen Nationalmannschaft konnte der 1,97-Meter-Hüne nie den vorgeschossenen Kredit zurückzahlen.

Mit 41 Treffern innerhalb einer ganzen Saison war Jallouz nicht mehr als ein Ergänzungsspieler. Bis zur entscheidenden Phase in der Meisterschaft setzte Übungsleiter Gislason seinen stets verunsichert wirkenden Schützling bewusst dosiert - und zumeist in der Schlussphase - ein. Als es dann darum ging, die Rhein-Neckar Löwen noch abzufangen, blieb Jallouz nur die Rolle als Bankdrücker.

Harte Konkurrenz und ungewöhnliche Angebote

Beinharte Konkurrenten: Die Kieler Neuzugänge Duvnjak, Canellas und Weinhold (v.li.n.re.).
Beinharte Konkurrenten: Die Kieler Neuzugänge Duvnjak, Canellas und Weinhold (v.li.n.re.).
© imago

Auch die Transferpolitik des dreifachen Champions-League-Siegers zeigt, dass der Tunesier sämtlichen Kredit verspielt zu haben scheint. Mit den drei gestandenen Neuzugängen Domagoj Duvnjak, Joan Canellas (beide HSV) und Steffen Weinhold (Flensburg-Handewitt) sowie der Transfersperre für Aron Palmarsson (ab 2015 bei Veszprem im Wort) hat der THW mittlerweile acht Rückraumspieler in seinen Reihen. Nicht sonderlich verwunderlich also, dass Jallouz trotz des Abgangs von Linkshänder Christian Zeitz (Veszprem) das Weite suchen könnte.

Zudem lockt der scheinbar favorisierte FC Barcelona laut "Kieler Nachrichten" mit einem äußerst ungewöhnlichen Angebot im Leistungssport: einer Einsatzgarantie. Der Kontrakt enthalte eine Klausel, die dem Rechtshänder mindestens 30 Minuten Spielzeit in beinahe allen Partien der spanischen Liga zusichern würde. Doch die enthaltenen Ausnahmen zeugen ebenfalls nicht gerade von einem Vertrauensbeweis. Die Regelung würde in den Topspielen gegen Ademar Leon und Naturhouse La Rioja außer Kraft treten.

Ehe der Transfer allerdings über die Bühne gehen kann, müssen sich der THW und die Katalanen noch über eine geeignete Ablösesumme einigen. Denn: Nach seiner Ankunft im letzten Juli hatte Jallouz einen Dreijahresvertrag unterschrieben, bislang aber erst ein Drittel davon erfüllt.

22.07.14
 

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