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14.05.2013, 22:40

Füchse Berlin sitzen Rhein-Neckar Löwen im Nacken

Kiel ist alter und neuer Meister!

Der THW Kiel hat es wieder geschafft und sich zum 18. Mal die Meisterschaft geholt. Der THW feierte am Dienstag einen 31:25 (15:7)-Erfolg gegen Verfolger Rhein-Neckar Löwen und ist damit drei Spieltage vor Schluss nicht mehr einzuholen. Im zweiten Spiel des Tages wahrten die Füchse Berlin durch einen 29:26 (16:11)-Sieg über den SC Magdeburg ihre Chancen im Rennen um die Champions-League-Plätze.

Daniel Narcisse duscht Momir Ilic und Thierry Omeyer (re.) ab
Abkühlung: Daniel Narcisse duscht Momir Ilic und Thierry Omeyer (re.) ab.
© picture allianceZoomansicht

Der THW Kiel konnte zum Auftakt des 31. Spieltags vorzeitig die Meisterschaft perfekt machen. Dafür benötigten die "Zebras" allerdings einen Heim-Sieg gegen die Rhein-Neckar Löwen, immerhin Tabellenzweiter. Die Badener, bei denen Nationalspieler Uwe Gensheimer nach einem halben Jahr Verletzungspause (Achillessehnenriss) als Siebenmeterschütze sein Comeback feierte, konnten dem THW allerdings diesmal keine Steine in den Weg legen und unterlagen klar mit 25:31 (7:15).

Das der THW weiterhin die beste deutsche Mannschaft ist, stellten die "Zebras" am Dienstag eindrucksvoll unter Beweis. Vor 10.285 Zuschauern in der ausverkauften Sparkassen-Arena präsentierten sich die Gastgeber, bei denen Marko Vujin mit sieben Toren bester Werfer war, vor allem in der Defensive bärenstark und wiesen die Löwen, die die Meisterschaft lange offen gehalten hatten, klar in die Schranken.

In Kiel brachen nach der Schlusssirene alle Dämme und den Fans wurde das ganze Programm einer Meisterfeier geboten! Die Spieler tobten umher, mit Bierduschen und La Ola im Konfetti-Regen wurde die 18. Meisterschaft bejubelt. Die Kieler feierten zudem zum achten Mal das Double und können sogar noch Einzigartiges erreichen. Der Rekordmeister hat nämlich auch noch die Chance, in der Champions League zu triumphieren und als erste deutsche Mannschaft das Triple erfolgreich zu verteidigen.

Ich bin extrem stolz und kann das noch gar nicht richtig verarbeitenTrainer Alfred Gislason

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Zunächst war aber Freude über die Meisterschaft angesagt. "Ich bin extrem stolz und kann das noch gar nicht richtig verarbeiten", sagte Trainer Alfred Gislason: "Es gab viele Mannschaften, die sich sehr gesteigert haben. Aber wir waren hartnäckig, haben nie nachgelassen. Und schon übermorgen werden wir wieder zweimal trainieren - es wird schwierig, das Triple zu holen." Optimistisch gab sich allerdings Martin Heuberger: "Ich glaube, dass sie nun auch die Champions League gewinnen", so der Bundestrainer, der viel Lob für den THW übrig hatte: "Sie haben die beste Mannschaft der Liga. An ihre Konstanz und Beständigkeit kommt keiner ran."

Zwar waren die Kieler in dieser Saison nicht mehr so dominant wie noch in der vergangenen Spielzeit und leisteten sich den einen oder anderen Ausrutscher - mehr als "Schönheitsfehler" waren das letztlich dann aber nicht. Dennoch: Kiels Vormachtstellung könnte aber bald wackeln, da zahlreiche Stützen im Sommer gehen werden. Kapitän Marcus Ahlm, Welthandballer Daniel Narcisse, Torhüter Thierry Omeyer und Momir Ilic werden den Klub am Saisonende verlassen.

Jubelnde Kieler nach dem Gewinn der 18. Meisterschaft
Zebras unter sich: Jubelnde Kieler nach dem Gewinn der 18. Meisterschaft.
© picture alliance

Für die Rhein-Neckar Löwen ist die Niederlage nicht nur wegen ihrer Klarheit schmerzhaft, vielmehr gerät die direkte Qualifikation für die Champions League in Gefahr. Im zweiten Spiel des Abends gewannen nämlich die Füchse Berlin mit 29:26 gegen den SC Magdeburg und sitzen den Badenern nun so richtig im Nacken. Die Gastgeber gerieten vor 8411 Zuschauern nur zu Beginn unter Druck, führten zur Halbzeit aber mit fünf Toren Unterschied. Zum Schluss kam der SCM zwar noch mal ran (25:27), konnte die Niederlage dann aber nicht mehr abwenden. Bester Werfer war Berlins Bartlomiej Jaszka mit sieben Toren, für Magdeburg traf Jure Natek fünfmal.


Statistik zu den Spielen

THW Kiel - Rhein-Neckar Löwen 31:25 (15:7)

Tore für THW Kiel: Vujin 7/2, Klein 4, Sprenger 4, Jicha 3, Sigurdsson 3, Ilic 2, Palmarsson 2, Toft Hansen 2, Wiencek 2, Ekberg 1, Narcisse 1
Rhein-Neckar Löwen: Myrhol 5, Groetzki 4, Schmid 4/1, Isaias Guardiola 3, Ekdahl du Rietz 2, Gedeon Guardiola 2, Sigurmannsson 2, Gensheimer 1, Schmidt 1, Sesum 1
Zuschauer: 10.285 (ausverkauft)
Strafminuten: 6 / 6
Disqualifikation: - / -

Füchse Berlin - SC Magdeburg 29:26 (16:11)

Tore für Füchse Berlin: Jaszka 7, Igropulo 6, Nincevic 4/2, Romero 4/1, Christophersen 3, Pevnov 2, Sellin 2, Laen 1
SC Magdeburg: Natek 5, Hornke 4, Kneer 4, Tönnesen 4/3, Jurecki 3, van Olphen 3, Grafenhorst 1, Landsberg 1, Robert Weber 1/1 Zuschauer: 8411
Strafminuten: 12 / 12
Disqualifikation: Laen (59./3. Zeitstrafe) / Wiegert (24./grobes Foulspiel)

14.05.13
 
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Bundesliga - Tabelle

Pl. VereinTorePkte.
1THW Kiel1020:81055:7
 
2Rhein-Neckar Löwen898:80750:14
 
3SG Flensburg-Handewitt941:78848:14
 
4Füchse Berlin891:80647:15
 
5HSV Hamburg943:85844:18
 
6TSV Hannover-Burgdorf927:91142:20
 
7SC Magdeburg888:86133:29
 
8HSG Wetzlar902:88233:29
 
9MT Melsungen852:85530:32
 
10TBV Lemgo835:84530:32
 
11Frisch Auf Göppingen857:82228:32
 
12TuS-N-Lübbecke877:89428:34
 
13HBW Balingen-Weilstetten882:92225:37
 
14TSV GWD Minden807:92117:45
 
15VfL Gummersbach802:92016:46
 
16TV Neuhausen/Erms811:95313:49
 
17TV Großwallstadt738:82511:49
 
18TUSEM Essen815:10068:56
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