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21.04.2013, 20:36

HSV landet Auswärtscoup - SCM gewinnt Bundesliga-Duell

Kiel zieht den Kopf noch aus der Schlinge

Der THW Kiel hat eine faustdicke Überraschung im Champions-League-Viertelfinale gerade noch abgewendet, muss aber dennoch ums Weiterkommen zittern. Im Hinspiel gewannen die Zebras zuhause dank einer Energieleistung gegen den MKB Veszprem mit 32:31 (15:16) und verschafften damit nur ein kleines Polster fürs Rückspiel. Am Abend landete der HSV Hamburg in Flensburg einen echten Coup und riss die Tür zur Finalrunde ganz weit auf. Im EHF-Pokal verschaffte sich Magdeburg gegen die Rhein-Neckar Löwen eine gute Ausgangslage.

Veszprems Laszlo Nagy und Daniel Narcisse (re.)
Sie standen in Kiel im Rampenlicht: Veszprems Laszlo Nagy und Daniel Narcisse (re.).
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Die Kieler erwischten gegen Veszprem keinen guten Tag, taten sich mit den aggressiven und konsequent auftretenden Ungarn enorm schwer und bekamen vor allem Top-Star Laszlo Nagy, der am Ende mit elf Toren auch bester Werfer des Spiels war, lange Zeit nicht in den Griff. Bis tief in die zweite Hälfte hinein sahen die Gäste, die in der Gruppenphase in Kiel noch mit 21:32 untergegangen waren, wie die sicheren Sieger aus. 15 Minuten vor dem Ende führte Veszprem bereits mit 26:20, wurde dann aber immer nervöser. Der THW hatte kaum noch etwas zu verlieren und spielte auf einmal befreit auf, was letztlich auch zum Erfolg beitrug. In der 54. Minute stand es 28:28, doch es blieb eng. Für die Entscheidung zu Gunsten der Zebras sorgten in der Schlussminute Momir Ilic per Siebenmeter und Daniel Narcisse, der quasi mit der Schluss-Sirene den Siegtreffer markierte.

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Keine gute, aber eine annehmbare Ausgangsposition erspielte sich demnach der deutsche Rekordmeister, bei dem der ehemalige Veszprem-Spieler Marko Vujin vor 9300 Zuschauern mit acht Toren bester Werfer war, für das Rückspiel am kommenden Samstag (16.00 Uhr) in Ungarn. Den Kielern würde zum Einzug ins Halbfinale sogar eine Niederlage mit einem Tor Unterschied reichen, solange sie selbst mehr als 32 Treffer erzielen.

Hamburg landet in Flensburg den Auswärtscoup

Die Tür zum Final Four ganz weit aufgestoßen hat der HSV Hamburg. Die Hanseaten feierten bei der SG Flensburg-Handewitt einen 32:26 (15:14)-Sieg und gehen damit mit einem satten Polster von sechs Toren ins Rückspiel am kommenden Samstag in eigener Halle. Fünfmal waren die beiden Nord-Rivalen in der laufenden Saison aufeinandergetroffen, die Bilanz dabei ziemlich ausgeglichen. In der Bundesliga gab es zwei Remis, in der Vorrunde der Champions League gewann jeweils das Heim-Team, während im Pokal die SG nach Verlängerung die Nase vorn hatte. Nun stand also der vorletzte Akt an - und diesem drückten die Hamburger ihren Stempel auf.

In einem abwechlsungsreichen Duell ging es stets hin und her, die Führung wechselte immer wieder. So lagen die Flensburger mal mit vier Toren vorne, dann wieder die Hamburger mit sieben. Der HSV war allerdings gegen Ende der Partie konstanter und hatte zudem mit Johannes Bitter einen stark aufgelegten Schlussmann im eigenen Kasten - letztlich waren das die Faktoren, die über Sieg und Niederlage entschieden. Beste Hamburger Werfer waren Domagoj Duvnjak und Pascal Hens mit je sechs Treffern. Für die Gastgeber, die die erste Heimniederlage in der laufenden Saison einstecken mussten, war Petar Djordjic ebenfalls sechsmal erfolgreich.

Magdeburg gewinnt das Spiel und verliert Schäpsmeier

Zarko Sesum (li.) unterlag mit seinen Löwen beim SCM
Auswärtsniederlage: Zarko Sesum (li.) unterlag mit seinen Löwen beim SCM.
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Im EHF-Cup-Viertelfinale kam es zum Bundesliga-Duell zwischen dem SC Magdeburg, der den Wettbewerb bereits dreimal gewonnen hat, und den Rhein-Neckar Löwen. Die Magdeburger hatten im Hinspiel Heimrecht und nutzten das für einen 31:28 (16:12)-Sieg, durch den sie sich gute Chancen für das Erreichen des Final-Four-Turniers ausrechnen dürfen. Stefan Kneer war mit sieben Toren bester Werfer der Gastgeber, Bjarte Myrhol brachte es auf der Gegenseite sogar auf acht Treffer. Der SCM hätte sich sogar eine noch bessere Ausgangsposition erspielen können, lag er doch zwischenzeitlich mit sieben Toren vorne. Diesen großen Vorsprung konnten die "Gladiatoren" letztlich aber nicht halten und müssen deshalb am kommenden Samstag (19 Uhr) in Mannheim im Rückspiel weiter auf der Hut sein.

Moritz Schäpsmeier wird dann aber wohl nicht auflaufen können. "Ich glaube, er kann am Samstag nicht spielen. Dafür fehlt mir die Fantasie", erklärte Magdeburgs Manager Marc-Henrik Schmedt nach dem Erfolg über die Löwen. Während des Spiels wurde der Rückraumspieler mit Verdacht auf einen Bruch der linken Wurfhand ausgewechselt. "Er hat eine Verschiebung der Knochen beobachtet. Wir müssen abwarten, was für eine Diagnose rauskommt", sagte Trainer Frank Carstens.


Statistik zu den Spielen

Champions League, Viertelfinale, Hinspiel:
THW Kiel - MKB Veszprem 32:31 (15:16)

Tore THW Kiel: Vujin 8, Ilic 4/4, Toft Hansen 4, Sprenger 4, Narcisse 4, Sigurdsson 3, Jicha 3, Ahlm 2
MKB Veszprem: Nagy 11, Sulic 5, Ugalde 5, Jamali 4, Ivancsik 2/1, Terzic 2, Rodriguez 1, Oneto 1
Zuschauer: 9300
Strafminuten: 2 / 14
Disqualifikation: - / -

SG Flensburg-Handewitt - HSV Hamburg 26:32 (14:15)

Tore SG Flensburg-Handewitt: Djordjic 6, Eggert 5/3, Weinhold 5/1, Mogensen 5, Hein 2, Svan Hansen 1, Glandorf 1, Knudsen 1
HSV Hamburg: Duvnjak 6, Hens 6, Lackovic 6, Vori 4, Lijewski 3, Lindberg 2/1, Jansen 2, Flohr 1, Nilsson 1, Petersen 1
Zuschauer: 3990
Strafminuten: 6 / 10
Disqualifikation: - / -

EHF-Pokal, Viertelfinale, Hinspiel:
SC Magdeburg - Rhein-Neckar Löwen 31:28 (16:12)

Tore SC Magdeburg: Kneer 7, Weber 6/1, van Olphen 5, Jurecki 5, Schäpsmeier 4, Grafenhorst 3, Tönnesen 1
Rhein-Neckar Löwen: Myrhol 8, Schmid 6/4, Petersson 4, Sesum 3, Groetzki 3, Sigurmansson 3, Gedeon Guardiola 1
Zuschauer: 3342
Strafminuten: 10 / 6
Disqualifikation: - / -

21.04.13
 
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