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24.03.2013, 21:08

HCL: Drei deutsche Teams im Viertelfinale

Füchse verlieren Krimi - Kiel zieht weiter

Hamburg und Flensburg standen schon im Champions-League-Viertelfinale, die Füchse aus Berlin hingegen scheiterten haarscharf am spanischen Spitzenteam Atletico Madrid - wegen eines einzigen Tores. Der THW Kieler behielt die Nerven und machte die 35:37-Auswärtspleite bei Chehovski Medvedi Chekov in der heimischen Sparkassen-Arena mit einem 30:24-Sieg mehr als wett.

Bloß nicht hinsehen: Berlins Evgeni Pevnov wendet sich von den feiernden Madrilenen ab.
Bloß nicht hinsehen: Berlins Evgeni Pevnov wendet sich von den feiernden Madrilenen ab.
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Knapper und unglücklicher als die Füchse kann man wohl kaum ausscheiden. Atletico Madrid setzte sich in der Hauptstadt nach dem 29:29 im Hinspiel mit 27:26 (14:13) durch - weil der letzte Wurf des Spiels an den Pfosten klatschte.

Zunächst sah es allerdings so aus, als würde sich das Spitzenteam aus Spanien klar durchsetzen. Der Vojahresfinalist führte schnell mit 6:2 (11.), später 9:4, ehe die Füchse vor 9000 Zuschauern in der Max-Schmeling-Halle endlich ins Spiel fanden. Igropulo verkürzte vom Siebenmeterstrich auf 7:9 (19.), zur Pause lagen die Berliner nur ein einziges Tor zurück (13:14). Nach der Pause lief es dann richtig rund bei den Berlinern. Beim 19:16 wähnten sich die Füchse schon eine Runde weiter, doch der ehemalige Champions-League-Sieger wendete in der hochspannenden Partie erneut das Blatt und ging wieder in Führung.

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Dann die Wahnsinns-Schlussphase: Romero traf eineinhalb Minuten vor Schluss zum 26:26, Atletico nahm den Torwart heraus und agierte mit sieben Feldspielern - Lazarov traf schließlich zum 27:26 30 Sekunden vor Schluss. Auch Berlin versuchte es im letzten Angriff zu siebt, ein 27:27-Remis hätte wegen der Auswärtstorregel genügt. Jaszka nahm sich letztlich fünf Sekunden vor Schluss ein Herz - und scheiterte am Pfosten!

"Wir sind natürlich sehr enttäuscht. Wir haben in zwei Spielen 120 Minuten lang großen Kampf und großen Handball geboten und hätten mehr verdient gehabt", sagte Berlins Trainer Dagur Sigurdsson. Kapitän Torsten Laen meinte: "Das Spiel war so eng, da entscheiden Kleinigkeiten. Das Glück war nicht auf unserer Seite."

Kiel zieht den Hals aus der Schlinge

Für den amtierenden Titelträger aus Kiel galt es indes, eine 25:27-Niederlage bei Chehovski Medvedi Chekov aufzuholen. Zunächst konnten die Russen noch einigermaßen mithalten, doch der THW verschaffte sich schon frühzeitig einen Komfort-Vorsprung, von dem er in der zweiten Halbzeit lange zehrte und so auch eine schwächere Phase letztlich unbeschadet überstand. Von 13:23 rückten die Gäste noch bis auf 24:28 heran (56.), unterlagen dann aber mit 24:30 (10:17). Beste Werfer des Spiels waren mit je sechs Toren der Kieler Christian Sprenger sowie Sergej Schelmenko für die Russen.

Die Runde der letzten acht Mannschaften wird am Dienstag in Wien ausgelost. Mögliche Gegner der Kieler sind MKB Veszprem aus Ungarn, KS Vive Kielce aus Polen, der FC Barcelona sowie der Bundesliga-Rivale HSV Hamburg, der am nächsten Samstag zum Bundesliga-Spitzenspiel in der Sparkassen-Arena erwartet wird.

Magdeburg hält sich schadlos

Der SC Magdeburg ist indes in seinem letzten Spiel in der Gruppenphase des EHF-Pokals ungeschlagen geblieben. Die bereits als Gruppensieger feststehenden Magdeburger setzten sich beim rumänischen Vertreter Stiinta Bacau/Rumänien 30:29 (16:20) durch und feierten in der sechsten Begegnung ihren fünften Sieg. Bester Werfer beim SCM war Matthias Musche mit acht Toren. Die Viertelfinalspiele finden am 20./21. sowie 27./28. April statt. Die Auslosung erfolgt am Dienstag (11.45 Uhr) in Wien.


Füchse Berlin - Atlético Madrid 26:27 (13:14)

Tore Füchse Berlin: Igropulo 8/2, Pevnov 4, Romero 4, Sellin 3, Jaszka 3, Nincevic 2, Laen 2
Atletico Madrid: Lazarov 6/2, Källmann 4, Aguinagalde 3, Markussen 3, Parrondo 3, Jurkiewicz 3, Balic 2, Canellas 2, Gojun 1
Zuschauer: 9000 (ausverkauft)
Strafminuten: 6 / 6

THW Kiel - Medwedi Tschechow 30:26 (17:10)

Tore THW Kiel: Sprenger 6, Ahlm 5, Ilic 3/1, Sigurdsson 3, Jicha 3, Vujin 3, Zeitz 3, Narcisse 2, Toft Hansen 1, Palmarsson 1
Medwedi Tschechow: Schelmenko 6, Aslanyan 5/3, Dibirow 5/1, Schitnikow 3, Tschipurin 3, Gorbok 2, Filippow 1, Rastwortsew 1
Zuschauer: 10250 (ausverkauft)
Strafminuten: 6 / 8

Stiinta Bacau - SC Magdeburg 29:30 (20:16)

Tore Stiinta Bacau: Ramba 8, Rotaru 3, Moya 3, Ghita 3, da Silva 3, Dospinescu 3, Bondar 2, Voica 2, Novanc 2
SC Magdeburg: Musche 7, Rojewski 6, Weber 4, Kneer 3, van Olphen 3, Hornke 2, Jurecki 2, Wiegert 1, Carstens 1, Schäpsmeier 1
Zuschauer: 1500
Strafminuten: 8 / 4

24.03.13
 
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