
Aufgrund des Heimvorteils als Favoriten gehandelt, brannte Deutschland-Bezwinger Spanien im ersten Durchgang ein wahres Offensiv-Feuerwerk ab. Allein in den ersten 30 Minuten trafen die Hausherren 18 Mal und sorgten damit für die Vorentscheidung. Die Dänen ließen sich im Angriff von der offensiven Deckung der Spanier viel zu leicht den Schneid abkaufen. Die Manndeckung gegen Mikkel Hansen zeigte deutlich ihre Wirkung, die Außen waren weitgehend abgemeldet und aus dem Rückraum kam fast nichts. Hinzu kamen etliche Fehler in der Defensive, die auch die starken Keeper Niklas Landin und Jannick Green nicht mehr ausbügeln konnten. Mit einem Acht-Tore-Vorsprung für Spanien ging es in die Pause.
Auch in Durchgang zwei schien gegen die schier übermächtigen Iberer kein Kraut gewachsen. Die Hausherren trafen in den ersten Minuten wie so wollten und erhöhten zur zwischenzeitlichen Elf-Tore-Führung (22:11). Tor um Tor bauten die Spanier ihre Führung aus, die Fans auf den randvollen Rängen bejubelten bereits den WM-Titel. Dänemarks Trainer Ulrik Wilbek nahm beim Stand von 24:11 die letzte Auszeit. Er hatte zuvor bereits komplett durchgewechselt und beide Keeper gebracht. Die symbolträchtige 30-Tore-Marke überschritten die Spanier bereits in der 18. Minute (30:15). Am Ende stand eine bittere 19:35-Klatsche für Dänemark zu Buche. Die Gastgeber feierten hingegen ein grandioses Finale und erfüllten sich den Traum vom WM-Titel im eigenen Land.
Damit gelang dem Team von Trainer Valero Rivera der höchste Sieg in einem WM-Finale aller Zeiten. Vor den Augen der dänischen Kronprinzessin Mary und dem spanischen Kronprinzen Felipe war Joan Canellas mit sieben Toren bester Werfer der Iberer, die im Viertelfinale die deutsche Mannschaft aus dem Turnier geworfen hatten.
Auf Seiten der Dänen gab es ein kleines Trostpflaster: Der ehemalige Welthandballer Mikkel Hansen ist als wertvollster Spieler des Turniers ausgezeichnet worden. Erfolgreichster Torschütze der WM war mit Anders Eggert ebenfalls ein Däne. Der Linkssaußen von der SG Flensburg-Handewitt warf in neun WM-Spielen 55 Tore (davon 25 Siebenmeter). Darüber hinaus schafften mit Torhüter Niklas Landin von den Rhein-Neckar Löwen und Rechtsaußen Hans Lindberg vom HSV Hamburg zwei dänische Spieler den Sprung ins Allstar-Team. Der kroatische Spielmacher Domagoj Duvnjak (HSV Hamburg) komplettiert das Bundesliga-Trio im Team der Besten. Ein deutscher Spieler wurde nicht in den Kreis der vom Weltverband IHF ausgewählten Akteure berufen.
Spanien: Sterbik, Sierra - Cañellas (7/1), Rivera (6), Maqueda (5), Aguinagalde (5), Entrerríos (3), García (2), Guardiola (2), Montoro (2), Tomás (1), Sarmiento (1), Morros (1)
Dänemark: Landin, Green - Møllgaard (4), Søndergaard (4), Eggert (3/2), Hansen (2), Markussen (2), Lindberg (1), Lauge (1), Nøddesbo (1), H. Toft Hansen (1).
Schiedsrichter: Krstic/Ljubic (Slowenien)
Zeitstrafen: 3:2
Siebenmeter: 1/1:2/2
Zuschauer in Barcelona: 16.500 (ausverkauft)
| noch vor Verkaufsstart verfügbar: Lesen Sie die Montagsausgabe schon Sonntagabend | |
| herausragende digitale Bildqualität | |
| bequeme und sichere Bezahlung über Ihren iTunes-Account | |
| mühelos und in Sekunden-schnelle geladen! |
| Zeit | Sender | Sendung |
|---|---|---|
| 20:00 | SKYS1 | Formel 1: Großer Preis von Monaco |
| 20:15 | SDTV | Fluminense (BRA) - Olimpia (PAR) |
| 20:15 | SKYBU | Fußball: Bundesliga |
| 20:15 | ARD | Sportschau live |
| 20:15 | EURO | Fußball |