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23.01.2013, 21:40

Deutschland verabschiedet sich von der Weltmeisterschaft

Roggisch: "Wir werden trotzdem ein bisschen feiern"

Die deutschen Handballer haben bei der Weltmeisterschaft in Spanien noch eine tolle Leistung abgeliefert, konnten sich den Traum vom Halbfinale aber nicht erfüllen. In einem packenden Spiel unterlag die verjüngte deutsche Mannschaft Gastgeber Spanien am Ende etwas zu hoch mit 24:28 (14:12), verabschiedet sich aber dennoch hoch erhobenen Hauptes aus dem Wettbewerb.

Oliver Roggisch, Kevin Schmidt, Sven-Sören Christophersen, Adrian Pfahl and Christoph Theuerkauf (v.li.)
Stolzer Abgang: Oliver Roggisch, Steffen Weinhold, Sven-Sören Christophersen, Adrian Pfahl and Christoph Theuerkauf (v.li.).
© picture allianceZoomansicht

"Die Mannschaft hat gut gekämpft. In der zweiten Halbzeit hatten wir zu viele Unterzahlsituationen und haben zu viele Torchancen liegen gelassen. Dann kann man gegen eine starke Heimmannschaft nicht gewinnen", sagte Bundestrainer Martin Heuberger direkt nach dem Spiel.

Kapitän Oliver Roggisch sah den Grund in der fehlenden Erfahrung: "Man hat gesehen, dass wir am Schluss noch nicht so erfahren sind, aus so einer Niederlage müssen wir lernen", erklärte der 34-Jährige, der allerdings die Leistung der DHB-Auswahl über das gesamte Turnier hinweg in den Vordergrund rückte: "Wir dürfen jetzt nicht vergessen, was wir geleistet haben. Wir werden trotzdem ein bisschen feiern."

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Zuvor hatte sich die junge deutsche Mannschaft vor 10.801 frenetischen Zuschauern im ausverkaufen Pabellon Principe Felipe (Saragossa) teuer verkauft. Trotz ständiger Pfiffe des emotionalen Publikums ließen sich Roggisch & Co nicht verunsichern und spielten frech auf. Defensiv präsentierte sich die DHB-Auswahl zunächst bestens eingestellt, ließ Kreisläufer Julen Aguinagalde sowie Rückraum-Ass Alberto Entrerrios nicht zur Entfaltung kommen und zog den Spaniern damit den Nerv - einzig Rechtsaußen Victor Tomas hielt seine Farben zu Beginn im Spiel. Vorne überzeugten die Heuberger-Schützlinge durch Rotation und schnelle Beine. Die Iberer zeigten sich beeindruckt und rannten meist einem Rückstand hinterher. Entscheidend absetzen konnte sich Deutschland allerdings nicht, auch weil Spaniens Ersatzkeeper Jose Manuel Sierra, der für den entnervten Arpad Sterbik gekommen war, einen guten Tag erwischt hatte.

Im Großen und Ganzen war es ein ausgeglichenes Duell, das auch mit der im Handball nötigen Härte gewürzt war. Unfair wurde es aber zu keiner Zeit. Die Partie wogte lange Zeit hin und her, da auf beiden Seiten die spritzigen Ideen in der Offensive fehlten. Insgesamt zog sich Deutschland im ersten Durchgang etwas besser aus der Affäre und ging mit einer 14:12-Führung in die Halbzeit.

Spanien zog die Zügel im zweiten Durchgang allerdings an, glich rasch aus und gestaltete das Spiel wieder offen. Großes Pech hatte Patrick Groetzki, der Mitte der zweiten Hälfte gleich zwei Tempogegenstöße und damit eine höhere Führung der DHB-Auswahl liegen ließ. Der Rechtsaußen zeigte sich später deshalb selbstkritisch: "Das war vielleicht spielentscheidend", sagte er geknickt. Heuberger nahm den 23-Jährigen aber in Schutz: "Keinen Vorwurf an Patrick. Er hat eine Riesen-WM gespielt."

Das Spiel kippte in der Schlussphase, in der Aguinagalde urplötzlich aufwachte und mit drei Toren in Folge seinem Team den entscheidenden Vorteil bescherte. Bei den Deutschen machte sich indes Hektik breit, Angriffe wurden oft zu hastig abgeschlossen, was die Iberer umgehend bestraften. Fünf Minuten vor dem Ende zogen die Gastgeber auf 25:21 davon und ließen sich den letztlich auch verdienten Sieg nicht mehr nehmen.

Mit sechs Toren war Sven-Sören Christophersen bester deutscher Werfer, bei Spanien ragten Aguinagalde und Tomas mit je sieben Treffern heraus. Die Iberer treffen nun im Halbfinale auf Slowenien, das sich zuvor gegen Russland mit 28:27 durchgesetzt hatte.

Bilder zum Viertelfinale gegen Spanien
Gut gekämpft und Lehrgeld bezahlt
Antonio García gegen Adrian Pfahl (re.)
Harte Deckung

Deutschland war prima eingestellt und erkämpfte sich von Beginn an großen Respekt. Antonio García wird hier von Adrian Pfahl (re.) hart genommen.
© Getty Images

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23.01.13
 
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