| Teamname: | Deutschland |
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Elf verschiedene Torschützen und ein starker Silvio Heinevetter mit der wohl vorentscheidenden Weltklasseparade beim Stand von 18:16 führten Deutschland zum letztlich ungefährdeten Achtelfinalsieg über Mazedonien. "Ich bin wirklich erleichtert und sehr stolz auf diese Mannschaft. Sie hat ihre Arbeit auf dem Feld gemacht und sich nicht aus der Ruhe bringen lassen", bilanzierte ein überglücklicher Heuberger.
Stefan Kneer aus Magdeburg war mit fünf Toren am Ende bester Sammler im deutschen Team. Er war früh für den verletzten Sven-Sören Christophersen gekommen, der in der fünften Minute mit seinem Gegenspieler unglücklich zusammenprallte und mit Schmerzen im linken Knie und Oberschenkel nicht mehr weitermachen konnte.
Das Team von Bundestrainer Martin Heuberger trifft nun in der Runde der letzten Acht am Mittwoch in Saragossa auf Gastgeber Spanien oder Vize-Europameister Serbien, die am Montag aufeinandertreffen.
Konzentriert ging die DHB-Auswahl von Beginn an ans Werk und führte schnell mit 4:0 (7.). Vor 8200 Zuschauern im Palau Sant Jordi, darunter Weltverbandspräsident Hassan Moustafa und DHB-Boss Ulrich Strombach unterstrich der Weltmeister von 2007 seine plötzlichen Medaillenchancen im weiteren Spielverlauf mit einer bärenstarken Abwehrleistung.
Kapitän Oliver Roggisch und Michael Haaß bildeten in der Anfangsphase einen schier unüberwindlichen Mittelblock vor Heinevetter, der frühzeitig zahlreiche Paraden zeigte. Und so bissen sich die Mazedonier um Superstar Kiril Lazarov zunächst die Zähne aus. Erst in der achten Minute gelang der erste Treffer, Rückraum-Ass Lazarov (WM-Torschützenkönig von 2009) musste sogar bis zur elften Minute bis zu seinem ersten erfolgreichen Wurf warten.
Im Angriff wurde viel variiert, wuchtigen Distanzwürfen folgten geniale Zuspiele an den Kreis, wo der Kieler Kreistank Patrick Wiencek jede Menge Lücken vorfand. Und so musste der Gummersbacher Borko Ristovski bis zur 23. Minute elfmal hinter sich greifen, sein Teamkollege Adrian Pfahl traf zum 11:5. Mit 13:9 ging es in die Kabinen.
"Neun Gegentore sind super. So müssen wir weitermachen und im Angriff noch etwas mehr den Ball laufen lassen", sagte Abwehrchef Roggisch zufrieden. Gemeinsam mit Heinevetter sorgte Roggisch dafür, dass auch nach der Pause zunächst nichts anbrannte.
Allerdings häuften sich die Fehlwürfe vorne, so dass Mazedonien auf 16:18 herankam (43.). Dann die wohl spielentscheidende Szene, als Heinevetter gegen den frei vor ihm auftauchenden Dejan Manaskov den Anschlusstreffer verhinderte. "So viel denkt man da nicht nach. Entweder er macht das Tor oder ich halte ihn. Und in dem Moment war ich der Glücklichere", sagte Heinevetter danach zur ominösen Szene.
„Ob ich zu Hause das Licht und die Waschmaschine ausgemacht habe. Nein, im Ernst: So viel denkt man da nicht nach.“Silvio Heinevetter auf die Frage, was er bei seiner spektakulären Parade beim Stand von 18:16 gedacht habe.
Eine 3er-Trefferserie des jungen Wetzlarers Kevin Schmidt machte aus einem 19:16 ein 22:17 - die Partie war frühzeitig entschieden und die Jubelszenen im deutschen Lager begannen schon vor dem Schlusspfiff. Bemerkenswert: Zum 26:18 trug sich Roggisch dann nach einem "Steal" sogar zum zweiten Mal selbst in die Schützenliste ein - er war der insgesamtt elfte deutsche Schütze an diesem Nachmittag.
Deutschland: Heinevetter (Berlin), Lichtlein (Lemgo) - Kneer (Magdeburg/5), Wiencek (Kiel/4), Schmidt (Wetzlar/4/1), Weinhold (Flensburg/3), Pfahl (Gummersbach/2), Haaß (Göppingen/2), Klein (Kiel/2), Strobel (Lemgo/2), Roggisch (Rhein-Neckar Löwen/2), Reichmann (Wetzlar/1), Groetzki (Rhein-Neckar Löwen/1), Theuerkauf (Balingen), Christophersen (Berlin), Fäth (Wetzlar)
Mazedonien: Ristovski, Mitrevski - K. Lazarov (8/2), F. Lazarov (3), Mojsovski (3), Manaskov (3), Georgievski (2), Temelkov (2), Mirkulovski (1), N. Markoski (1)
Schiedsrichter: Krstic/Ljubic (Slowenien), Zeitstrafen: 4:5, Siebenmeter: 1/2:2/2, Zuschauer in Barcelona: 8200
| Heim | Gast | Erg. | ||
|---|---|---|---|---|
Deutschland | - | Mazedonien | 28:23 | |
Brasilien | - | Russland | 26:27 | |
Dänemark | - | Tunesien | 30:23 | |
Island | - | Frankreich | 28:30 | |
Serbien | - | Spanien | 20:31 | |
Slowenien | - | Ägypten | 31:26 | |
Ungarn | - | Polen | 27:19 | |
Kroatien | - | Weißrussland | 33:24 | |


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