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17.01.2013, 16:38

Kiel: Manager Elwardt bestätigt Angebot

Karabatic zum THW? "Man soll niemals nie sagen"

Vor dem Aufeinandertreffen von Frankreich und Deutschland am Freitag (18.15 Uhr) zum Abschluss der Gruppenphase bei der WM ist zusätzliche Brisanz hereingekommen: Nikola Karabatic, Topstar im Team der Franzosen, wurde mit einer Rückkehr zum THW Kiel in Verbindung gebracht, die THW-Manager Klaus Elwardt zunächst explizit nicht ausschloss. Ein baldiges Wiedersehen soll es aber nicht geben, wie die Kieler inzwischen mitteilten.

Nikola Karabatic
Abwarten: Mit einer möglichen Rückkehr zum THW will sich Nikola Karabatic nach der WM beschäftigen.
© imagoZoomansicht

Titelverteidiger Frankreich ist bei der WM in Spanien bisher eine Klasse für sich. Und das Team ist drauf und dran Geschichte zu schreiben: Zum ersten Mal könnte es einer Mannschaft gelingen, zum dritten Mal in Folge Weltmeister zu werden. Mittendrin Karabatic, der weiterhin unter Verdacht steht, gemeinsam mit anderen Spielern eine Partie der französischen Liga manipuliert zu haben. Bei der WM tritt der 28-Jährige förmlich wie befreit von der Last des Wettskandals auf, überzeugt in Abwehr wie Angriff.

Und Karabatic spielt auch um einen neuen Vertrag. Denn der Abschied aus Montpellier gilt als sicher, nachdem sich einige Teamkollegen öffentlich vom Rückraumspieler distanziert haben, dessen Arbeitspapier beim amtierenden französischen Meister noch bis 2016 läuft. Montpellier soll zudem in finanziellen Nöten stecken und deshalb darum bemüht sein, sich seines Großverdieners zu entledigen.

Man soll niemals nie sagen. Einen Karabatic will jeder haben.THW-Manager Klaus Elwardt

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In diese Situation platzte die Nachricht von einer möglichen Rückkehr Karabatics nach Kiel. "Er ist uns von seinem Berater angeboten worden. Und eine definitive Absage hat er von uns nicht bekommen", bestätigte THW-Manager Klaus Elwardt im Gespräch mit dem Sport-Informations-Dienst. Eine schnelle Entscheidung über eine Rückkehr Karabatics an die Förde, wo er zwischen 2005 und 2009 bereits vier Jahre auf Torejagd gegangen war, sollte es allerdings nicht geben: "Jetzt warten wir erstmal die WM ab", bremst Elwardt, erklärt aber auch vielsagend: "Man soll niemals nie sagen. Einen Karabatic will jeder haben." Inzwischen gingen die Kieler in einer Pressemitteilung noch einen Schritt weiter, in der Elwardt klarstellt: "Eine baldige Rückkehr nach Kiel ist aber ausgeschlossen."

Einen Schnellschuss verfolgt auch Karabatic selbst nicht: "Ich weiß noch nicht, wie es weitergeht für mich. Das ist zurzeit auch kein Thema, jetzt zählt die WM." Und mit der WM zunächst einmal das Aufeinandertreffen mit der DHB-Auswahl. "Das wird ein Endspiel in der Gruppe. Deutschland ist für uns der erste große Gegner in diesem Turnier, danach werden wir sehen, wo wir stehen», sagte Karabatic.

Karabatic und der THW: Erst große Liebe, dann Zweckgemeinschaft

2005 hatte der frühere Kieler Erfolgscoach Noka Serdarusic das junge Talent Karabatic nach Kiel geholt und zum Handball-Superstar geformt. Beim THW, mit dem er zahlreiche Erfolge (darunter 2007 das Triple) feierte, gehörte Karabatic, der 2007 zum Welthandballer gekürt wurde, jahrelang zu den Publikumslieblingen. Nach Serdarusics überraschender Demission im Sommer 2008 kühlte das Verhältnis jedoch zunehmend ab. Als sein jahrelanger Mentor 2009 bei den Rhein-Neckar Löwen übernehmen sollte, wollte Karabatic einen Wechsel erzwingen. Der THW beharrte nach wochenlangem Hick-Hack auf der Erfüllung des Vertrags, der Franzose warf seinem Arbeitgeber Wortbruch vor und brachte immer wieder seine Unzufriedenheit in Kiel zum Ausdruck. Aus der großen Liebe war eine Zweckgemeinschaft geworden.

Wegen des sich anbahnenden Skandals um die angebliche Manipulation des entscheidenden Champions-League-Finals zwischen Kiel und Flensburg im Jahr 2007 nahmen die Rhein-Neckar Löwen letztlich Abstand von der Verpflichtung Serdarusics. Wie Ex-Manager Uwe Schwenker wurde er 2012 vor Gericht von allen Vorwürfen freigesprochen. Karabatic (und Teamkollege Vid Kavticnik) verließen Kiel am Ende der Saison 2008/09 Richtung Montpellier. Ein fader Beigeschmack blieb. Versuchen es Karabatic und der THW jetzt trotzdem noch einmal miteinander? Nationalspieler Dominik Klein würde sich aus einem nicht ganz uneigennützigen Grund freuen: "Wenn es denn so kommt, würde das meine Spritkosten deutlich senken, weil ich zu den Heimspielen immer mit ihm gefahren bin."

17.01.13
 
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