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15.01.2013, 14:52

Deutschland trifft heute Abend auf Argentinien

Schulz will nicht über seine Wurzeln stolpern

Heute um 18.15 Uhr (LIVE! auf kicker.de) tritt die deutsche Handballnationalmannschaft gegen Argentinien an. Bei einer Niederlage gegen die Südamerikaner dürfte es ganz eng werden in Sachen Achtelfinale. Schon bei der letzten WM musste das DHB-Team erkennen, dass die Argentinier ein ernstzunehmender Gegner sind. Das liegt auch an einem Torhüter mit deutschen Wurzeln.

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Matias Schulz
Ihn erwartet ein besonderes Spiel: Argentiniens Keeper Matias Schulz hat nicht nur einen deutschen Namen.
© picture alliance Zoomansicht

Das WM-Duell zwischen Deutschland und Argentinien vor zwei Jahren in Schweden war an Spannung kaum zu überbieten. Das Problem: Es ging um den bedeutungslosen elften Rang. Argentiniens Keeper Matias Schulz kann sich noch gut erinnern. "Das war das letzte Spiel in der WM. Beide Mannschaften waren sehr müde. Das war zweimal Unentschieden, bis dann Deutschland in der zweiten Verlängerung gewonnen hat", sagte er in Bezug auf das 40:35. "Ich hoffe, am Dienstag haben wir ein bisschen mehr Glück am Ende."

Das besondere an seinen Worten: Er spricht sie auf deutsch. Der 102-malige Nationalspieler ist deutscher Abstammung. Gelernt hat er die Sprache durch seine Vorfahren, das kam ihm später bei seinem Engagement beim Zweitligisten Dessau-Roßlauer HV (2006 bis 2008) zugute. Schulz' Urgroßeltern waren einst nach Argentinien ausgewandert, seine familiären Wurzeln liegen in Hannover, Jena und Breslau, dem heutigen Wroclaw in Polen. Verbindungen hat er aber nur noch nach Dessau. "Ich habe bis heute noch einen guten Kontakt und viele Freunde in Dessau hinterlassen", sagte Schulz und berichtete, dass er erst am Sonntag im SMS-Kontakt mit dortigen Freunden stand.

Bei uns muss alles klappen und bei Deutschland gar nichts. Matias Schulz

Dass die Argentinier trotz des Achtungserfolgs bei der WM 2011 als klarer Außenseiter in die Partie gehen, ist aber auch Schulz klar. "Bei uns muss alles klappen und bei Deutschland gar nichts. Wir müssen gut in der Abwehr spielen und schnell im Angriff und versuchen, dass Deutschland mehr Fehler macht als wir."

Die Generalprobe misslang ihm und seinem Team allerdings. Im Prestigeduell in Granollers gegen Brasilien hieß es am Ende 20:24. "Das ist sehr bitter. Wir hatten in diesem Spiel mit etwas anderem gerechnet", gestand der 30-Jährige, zumal Argentinien mit einem 28:26-Sieg gegen Montenegro in die WM gestartet war. So begegnen sich Deutschland und Argentinien heute Abend auf Augenhöhe. Für Schulz wird die Partie aber eben noch eine Spur brisanter, auch wenn seine Prioritäten klar verteilt sind. "Es ist immer etwas Besonderes, gegen Deutschland zu spielen. Aber es ist auch ein Spiel wie jedes andere und wir wollen wie immer gewinnen."

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© Getty Images

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5Argentinien75:812
 
6Montenegro71:870
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