Serbien wollte in Gruppe C gegen Weißrussland den zweiten Sieg im zweiten Spiel einfahren und damit die Tür zum Achtelfinale weit aufstoßen. Nach etwas schlechterem Start drehten die Serben rasch auf und erspielten sich bis zur Pause einen komfortablen Sieben-Tore-Vorsprung (20:13). Im zweiten Durchgang schonte Trainer Veselin Vukovic seine Stars und ließ jüngere Spieler aufs Feld. Ivan Nikcevic, Petar Nenadic und Marko Vujin vom THW Kiel waren mit jeweils fünf Toren beim 34:28 (20:13) die besten Werfer beim Vize-Europameister. Für die Weißrussen netzte Siarhei Rutenka (31), der bei der EM 2006 als Nationalspieler Sloweniens Torschützenkönig geworden war und mittlerweile auch die spanische Staatsbürgerschaft besitzt, elfmal ein und war damit treffsicherster Spieler der Partie.
Zuvor hatten die Slowenen ihre Pflichtaufgabe Südkorea gelöst und sich mit 34:27 (14:13) durchgesetzt. Die Partie gegen den Asienmeister war ein Auf und Ab für Slowenien, das in der 9. Minute bereits mit 6:0 vorne gelegen hatte, um dann doch nur mit einem 14:13 in die Pause zu gehen. Die ehemalige jugoslawische Teilrepublik glänzte jedoch durch enorme Effizienz - sechs Strafwürfe führten zu sechs Toren und alle elf Tempogegenstöße wurden mit einem Treffer gekrönt. Am Ende machte das, die größeren Kraftreserven der Slowenen und ein glänzend aufgelegter Dragan Gajic (11 Tore) den Unterschied aus.
Ein besseres Trainingsspiel hatten die Polen zu bestreiten. Gegen den krassen Außenseiter Saudi-Arabien war aus Sicht der Mitteleuropäer nur die Frage nach der Höhe des Sieges offen - und diese wurde am Abend beantwortet. Das Team des deutschen Trainers Michael Biegler gewann mühelos mit 28:14 (14:6).

In Gruppe D war Kroatien als haushoher Favorit ins Duell mit Algerien gegangen und wurde dieser Rolle vollauf gerecht, wenngleich Trainer Slavko Goluza zahlreiche arrivierte Kräfte schonte. Die "Cowboys" präsentierten sich vor allem in der Abwehr stark und zwangen Algerien häufig zu schweren Würfen, die selten ins Ziel fanden. Auf der anderen Seite stachen die Kroaten über Tempogegenstöße immer wieder zu, konnten sich aber erst nach der Halbzeit entscheidend absetzen. Bester Werfer auf dem Parkett war Rechtsaußen Ivan Cupic mit acht Toren aus zehn Versuchen. Allerdings war es kein perfekter Abend für den Titelanwärter, da Blazenko Lackovic einen Schlag auf seinen bereits lädierten Finger bekam und danach nicht mehr eingesetzt wurde. Goluza beschwichtigte jedoch umgehend: "Er hätte spielen können, aber wir wollten nichts riskieren", erklärte der Trainer im Anschluss an den 31:20 (15:12)-Sieg.
Am Abend fuhr Gastgeber Spanien gegen Ägypten einen 29:24 (16:11)-Arbeitssieg ein. Die Pharaonen, die mit einer verjüngten Mannschaft zur WM angereist sind, konnten den Iberern nur in der Anfangsviertelstunde Paroli bieten, gerieten danach aber zusehends ins Hintertreffen. Früh sah Spanien schon wie der sichere Sieger aus, doch Unzulänglichkeiten und fehlende Konzentration brachten Ägypten wieder ran. In der 48. Minute lagen die Nordafrikaner nur noch mit 20:23 zurück, doch die Hausherren, die in Valero Rivera (6 Tore) den besten Schützen der Partie in ihren Reihen wussten, zogen danach wieder die Zügel an und ließen letztlich doch nichts mehr anbrennen.
Am späten Abend musste man mit Australien Mitleid haben, das gegen Ungarn nicht den Hauch einer Chance hatte. Die Ozeanier wurden von den Magyaren förmlich deklassiert und kassierten eine derbe 13:43 (6:20)-Klatsche.
| Heim | Gast | Erg. | ||
|---|---|---|---|---|
Brasilien | - | Argentinien | 24:20 | |
Chile | - | Island | 22:38 | |
Tunesien | - | Deutschland | 25:23 | |
Katar | - | Mazedonien | 30:34 | |
Montenegro | - | Frankreich | 20:32 | |
Russland | - | Dänemark | 27:31 | |
Südkorea | - | Slowenien | 27:34 | |
Algerien | - | Kroatien | 20:31 | |
Weißrussland | - | Serbien | 28:34 | |
Ägypten | - | Spanien | 24:29 | |
Saudi-Arabien | - | Polen | 14:28 | |
Australien | - | Ungarn | 13:43 | |