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14.01.2013, 16:44

Angeschlagener Abwehrchef ist einsatzbereit

Grottenspiel abgehakt: Mit Roggisch gegen Argentinien

Einen Tag nach dem 23:25 gegen Tunesien lecken die deutschen Handballer ihre Wunden. Oliver Roggisch musste aufgrund von Rückenbeschwerden im Training am Montag kürzertreten. Im dritten Gruppenspiel gegen Argentinien wird der unersetzliche Abwehrchef am Dienstag (18.15 Uhr) aber auflaufen. Dann ist auch eine Steigerung des deutschen Torhütergespanns dringend vonnöten.

Oliver Roggisch und Silvio Heinevetter
Schlüsselfiguren im Gespräch: Abwehrchef Oliver Roggisch und Torhüter Silvio Heinevetter.
© Getty ImagesZoomansicht

"Ich hoffe, dass unsere medizinische Abteilung Oli bis morgen wieder fit bekommt", sagte Bundestrainer Martin Heuberger am Montag. Nach Auskunft von Mannschaftsarzt Dr. Berthold Hallmaier plagen den 34-Jährigen Probleme zwischen Wirbelsäule und Becken. "Wir denken, dass wir das in den Griff bekommen", meinte der Mediziner. Davon geht auch Roggisch aus, der in der ersten Hälfte nach eigenen Angaben ein "Krachen" im Rücken verspürt hatte: "Ich werde zu 100 Prozent spielen", sagte er im Mannschaftsquartier Hotel Ciutat de Granollers, nachdem er zuvor akkupunktiert und intensiv physiotherapeutisch behandelt worden war. "Das hat mit gutgetan. Es ist jetzt schon viel besser", berichtete der Kapitän, auf dessen Erfahrung das junge deutsche Team im richtungsweisenden Duell mit den Argentiniern nicht verzichten kann.

Wir haben jetzt zwei Spiele, die wir gewinnen müssen. Wir wollen es schließlich nicht auf die Partie gegen Frankreich ankommen lassen.
DHB-Kapitän Oliver Roggisch vor den Duellen mit Argentinien und Montenegro

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Dringend angewiesen ist das DHB-Team in Spanien auch auf starke Leistungen seines Torhütergespanns. Gegen Tunesien erwischten weder der beim Auftaktsieg gegen Brasilien noch so überragende Silvio Heinevetter noch sein Vertreter Carsten Lichtlein einen guten Tag. So kam die Niederlage - die erste gegen die Afrikaner überhaupt - nicht von ungefähr.

Nur sechs von 27 Würfen parierte die deutsche Nummer eins Heinevetter - eine miese Bilanz für den Berliner, den die jungen Rückraumspieler der Tunesier im "Palau d'Esports" immer wieder aus der Distanz überwanden - teilweise schlug es nach Würfen aus zehn, elf Metern im Tor ein. Der Torhüter sieht da natürlich nicht gut aus. "Das ist deprimierend, beziehungsweise scheiße", kommentierte der 28-Jährige den missratenen Abend: "Wir sind irgendwie nicht richtig ins Spiel gekommen. Vorne nicht, hinten nicht, Torwart nicht - es hat irgendwie alles nicht so richtig gepasst."

Gegen Panamerikameister Argentinien muss nicht nur das Torwartduo wieder zulegen, wenn es nicht die nächste böse Überraschung geben soll. "Es geht um alles. Ich erwarte nichts anderes als einen Sieg. Wir haben immer ein Grottenspiel dabei. Das sollte mit der Partie am Sonntag erledigt sein", meinte Heinevetter forsch wie optimistisch.

Heuberger will keine Dreher mehr sehen

"Wir wussten, dass wir ein schweres Turnier vor uns haben", sagte Bundestrainer Heuberger, dessen nächtliche Spielanalyse einige Baustellen zu Tage förderte. Und die betrafen nicht nur die Defensivarbeit und die Torhüterleistungen: "Ich habe bei vielen Fehlwürfen den letzten Einsatz vermisst, besonders im Gegenstoß", bekam der Angriff ebenfalls sein Fett weg. Auch die Trickwürfe seiner Spieler hielt er für unangebracht: "Wenn ein Dreher im Tor ist, ist das die einzige Entschuldigung."

Dennoch ist der Bundestrainer um Zuversicht bemüht: "Die Mannschaft wird aus diesem Spiel lernen. Ziel bleibt das Achtelfinale. Und das können wir noch aus eigener Kraft erreichen." Vize-Präsident Horst Bredemeier legt die Latte noch einen Tick höher und fordert zwei Siege, denn: "Wir haben noch immer ein klares Ziel vor Augen, und das heißt Viertelfinale."

Bilder zum Auftaktwochenende der Handball-WM
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Auftaktwochenende bei der Handball-WM
© Getty Images

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Pl. VereinTorePkte.
1Frankreich89:696
 
2Tunesien79:784
 
3Deutschland87:754
 
4Brasilien69:802
 
5Argentinien75:812
 
6Montenegro71:870
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