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12.01.2013, 22:22

Auftakt in die Weltmeisterschaft 2013

Favoriten siegen - mit einer Ausnahme!

Das Warten hat ein Ende! In Spanien wird der Nachfolger von Frankreich, das vor zwei Jahren in Schweden Weltmeister geworden war, gesucht. Vor allem bei den Favoriten lautete die Devise "Gewinnen", um nicht frühzeitig unter Druck zu geraten. Und die meisten Topteams landeten dann auch Auftaktsiege - allerdings musste sich manch ein Favorit mehr anstrengen als erwartet.

Gruppe A: Montenegro patzt, Frankreich fast

Montenegros Vasko Sevaljevic im Duell mit Gonzalo Matias Carou Marcel and Adrian Portela
Kein Durchkommen: Montenegros Vasko Sevaljevic im Duell mit Gonzalo Matias Carou Marcel and Adrian Portela.
© Getty ImagesZoomansicht

Deutschland fuhr zum Auftakt der Weltmeisterschaft 2013 in Spanien einen glanzlosen 33:23 (12:10)-Sieg gegen Brasilien ein. Die vermeintlich härtesten Konkurrenten der DHB-Auswahl sind am Abend gefordert. Montenegro bekam es mit Argentinien zu tun und patzte! Die Roten liefen fast über das gesamte Spiel hinweg einem Rückstand hinterher, blieben zwar immer in Reichweite, konnten die 26:28 (12:13)-Niederlage dann aber doch nicht abwenden.

An einer echten Sensation schnupperte Tunesien gegen Titelverteidiger Frankreich. Die Nordafrikaner lagen gegen den großen Turnierfavoriten über weite Strecken in Führung und punkteten enorm mit ihrer aggressiven Spielweise. Allerdings übertrieben es die Tunesier zuweilen mit der Härte und handelten sich daher zahlreiche Zeitstrafen ein. Erst in der Schlussphase der Partie bekam die Equipe Tricolore Oberwasser und drehte die Partie. Am Ende stand ein 30:27 (13:14) für die Franzosen, für die es letztlich nichts anderes als ein Arbeitssieg war.

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Gruppe B: Mazedonien mit Mühe - Russland meldet sich zurück

Mazedonien galt als Favorit im Duell gegen Chile, zumal die Südosteuropäer mit Kiril Lazarov, der bei der WM 2009 insgesamt 92 Tore erzielt und damit einen WM-Rekord aufgestellt hatte, einen echten Weltklasse-Mann in ihren Reihen haben. Ein Spaziergang wurde es dennoch nicht für die Mazedonier, die sich lange mühten und am Ende mit Ach und Krach einen 30:28 (12:10)-Auftaktsieg landeten.

Russland hatte die WM 2011 nur als Zuschauer betrachten dürfen - damals ein echtes Desaster für die Handball-Nation. Nun darf der dreimalige Weltmeister wieder mitmischen und bekam es gleich mit Island zu tun. Dreimal hatte es diese Partie bei Weltmeisterschaften bereits gegeben (1993, 1995 und 2005) - dreimal ging die Sbornaja als Sieger hervor. Und auch diesmal war es so: Russland bezwang die Isländer mit 30:25 (14:13).

Einen Kantersieg landete Europameister Dänemark. Die Skandinavier bezwangen Katar deutlich mit 41:27(19:13).

Gruppe C: Außenseiter ärgern die Favoriten eine Halbzeit lang

Vize-Europameister gegen Asien-Meister, sprich: Serbien gegen Südkorea. Das war eines der Duelle in Gruppe C. Und die Partie stellte sich als unterhaltsam heraus, da sie vor allem im ersten Durchgang weitgehend offen war. Die Asiaten trumpften mit ihrer offensiven Deckung auf und kamen über den Kreis immer wieder zum Erfolg. Serbien konnte sich allerdings einmal mehr auf Torhüter Darko Stanic verlassen und strahlte vor allem bei Tempogegenstößen sowie in Überzahlsituationen Gefahr aus. Im zweiten Durchgang machte sich die größere Physis der "Weißen Adler" bemerkbar, Korea geriet zusehends ins Hintertreffen. Am Ende stand ein klarer 31:22 (13:9)-Erfolg der Serben, bei denen die Kieler Momir Ilic (7 Tore) und Marko Vujin (5) hervorstachen.

Slowenien musste gegen den krassen Außenseiter Saudi-Arabien harte Arbeit leisten, um nicht zu patzen. Die Saudis erwiesen sich vor allem in der ersten Hälfte als äußerst unangenehmer Gegner und brachten die Europäer ein ums andere Mal in die Bredouille. Schwindende Kräfte und die größere individuelle Klasse machten am Ende aber den Unterschied aus. Nach dem Seitenwechsel führten Gasper Marguc (6), Jure Dolenec (5) und Luka Zvizej (5) die Slowenen zum 32:22 (17:15)-Sieg.

Ebenfalls schwer tat sich Polen gegen Weißrussland, im Gegensatz zu den Serben und den Slowenen hatte das Team des deutschen Trainers Michael Biegler nach der Pause so seine Probleme. Zur Halbzeit führten die Polen mit 14:9, ließen es danach aber etwas zu lässig angehen. Weißrussland kam wieder ran, konnte das Blatt schlussendlich aber nicht mehr wenden. Polen siegte mit 24:22 (14:9).

Gruppe D: Kroatien und Ungarn machen es Spanien nach

Zlatko Horvat führte Kroatien gegen Australien zum Sieg
Klare Sache: Zlatko Horvat führte Kroatien gegen Australien zum Sieg.
© picture allianceZoomansicht

Die Hammergruppe der Weltmeisterschaft ist wohl Staffel D, in der sich mit Gastgeber Spanien und Kroatien gleich zwei Gold-Kandidaten tummeln - und beide setzten zum Auftakt direkt ein Ausrufezeichen. Vor rund 10.000 Zuschauern lieferten die Spanier am Freitag gegen Algerien eine Gala-Vorstellung ab und gewannen leicht und locker mit 27:14 (14:5). Mit acht Treffern ragte Victor Tomas heraus. Bemerkenswert: Der Rechtsaußen erzielte die ersten sechs Tore für die Iberer. "Ich bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis und unserem Spiel", lobte Spaniens Coach Valero Rivera sein Team im Anschluss und hob dabei vor allem die Defensivleistung hervor: "Unsere Abwehr war der Schlüssel zum Erfolg."

Kroatien tritt erstmals seit Jahren ohne seinen genialen Spielmacher Ivano Balic (33) an - eine Tatsache, die zuhause heiß diskutiert wird. Trainer Slavko Goluza braucht folglich dringend Siege, um nicht Unruhe aufkommen zu lassen. Gegen den krassen Außenseiter Australien sollte das klappen. Die Ozeanier waren gegen die Kroaten völlig überfordert und unterlagen hochverdient mit 13:36 (4:17). Zlatko Horvat war mit acht Toren treffsicherster Werfer auf dem Parkett, Ivan Cupic traf einmal weniger.

Knifflig war auch die Aufgabe der Ungarn, die es mit Ägypten zu tun bekamen. Die Pharaonen sind seit Jahren regelmäßig Gast bei Weltmeisterschaften und haben schon manch einen Großen geärgert. Gegen die Magyaren sollte das aber nicht gelingen: Ungarn siegte souverän mit 32:23 (17:9).

Der deutsche Kader in Bildern
Heubergers Wundertüte für das Abenteuer WM
Mit einem bunten Mix zur WM

Die Spannung steigt: Freitagabend beginnt die Handball-WM in Spanien...
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