Spannend ging's zu in Belgrad. Montenegro war von Trainer Dragan Adzic exzellent eingestellt und lieferte der Übermannschaft der letzten Jahre von Beginn an ein intensives und packendes Duell. Norwegen, das zuletzt viermal in Folge Europameister geworden war (2004, 2006, 2008 und 2010) sowie olympisches Gold 2008 und 2010 gewonnen hatte und 2011 auch Weltmeister wurde, sah sich einem giftigen Gegner gegenüber und tat sich enorm schwer.
Dennoch lagen die Skandinavierinnen im zweiten Durchgang lange Zeit in Führung, gerieten in der Schlussphase aber enorm unter Druck: 30 Sekunden vor dem Ende der regulären Spielzeit brachte Milena Knezevic mit ihrem achten Tor (!) in der regulären Spielzeit Montenegro mit 24:23 in Führung, doch Ida Alstad erzwang mit einem wuchtigen Treffer aus dem Rückraum die Verlängerung. Ganz bitter für Montenegro, denn das Tor hätte wegen Schrittfehlers nicht zählen dürfen - das war den spanischen Schiedsrichtern allerdings entgangen.
Die Partie mutierte zum Nervenspiel. Und der große Favorit geriet ins Wanken. Die Norwegerinnen fanden in den ersten fünf Minuten der Extra-Time keine Mittel gegen die Montenegrinerinnen und probierten es oft mit wilden Würden aus dem Rückraum, die nicht durchkamen. Der Außenseiter machte es da schon besser, traf zweimal und ging mit 26:24 in den vermeintlich letzten Abschnitt des Spiels. Eine harte Zwei-Minuten-Strafe gegen Katarina Bulatovic brachte den Titelverteidiger aber wieder ins Spiel. In Überzahl verkürzte Alstad mit zwei Treffern zunächst auf 27:28 und schaffte 20 Sekunden vor dem Ende abermals den Ausgleich.

Es ging in die nächste Verlängerung - und es blieb dramatisch! Diesmal klappte es jedoch für Montenegro. Die Schlüsselszene gab es 90 Sekunden vor Schluss zu sehen: Norwegens Starspielerin Heidi Loke verursachte zuerst einen Siebenmeter und handelte sich dann auch noch wegen Meckerns eine Zwei-Minuten-Strafe ein. Bulatovic verwandelte den Strafwurf sicher, ehe Radmila Miljanic und Jovanka Radicevic mit zwei Tempogegenstößen den Sack zumachten und den 34:31 (28:28, 24:24, 12:11)-Sieg sicherten.
Enttäuschend verlief der Sonntag für Gastgeber Serbien, das sich im Spiel um Platz drei ebenfalls nach Verlängerung mit 38:41 Ungarn geschlagen geben musste und so die Heim-EM auf dem undankbaren vierten Platz beendete.
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| Zeit | Sender | Sendung |
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| 02:55 | SDTV | Atletico Mineiro (BRA) - Sao Paulo (BRA) |
| 03:55 | SKYBU | Fußball: Bundesliga |
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