Zur Loginbox springen Zur Navigation springen Zum Inhalt springen
Nicht registriert?

09.12.2012, 19:45

15. Spieltag: Flensburg rückt vor

Sensation! Melsungen siegt in Kiel

Mit einer Sensation endete der 15. Spieltag der Handball-Bundesliga: Melsungen siegte in Kiel, der THW verliert die Tabellenführung! Die SG-Flensburg-Handewitt feierte einen knappen Erfolg in Minden und schob sich auf Platz drei vor. Am Samstag fuhr Wetzlar beim TuS N-Lübbecke den nächsten Sieg ein und zog mit Berlin nach Punkten gleich. Einen weiteren Dämpfer kassierte Gummersbach, das zuhause Magdeburg unterlag.

Melsunger Jubel
Konnten ihr Glück kaum fassen: Melsungens Spieler nach dem Sieg in Kiel.
© picture allianceZoomansicht

Was für ein Paukenschlag! Erstmals seit 585 Tagen verließ der THW Kiel in der Bundesliga das Parkett als Verlierer. Der deutsche Meister unterlag am Sonntagabend vor eigenem Publikum sensationell der MT Melsungen mit 25:29 (16:14). Letztmals mussten sich die Zebras am 4. Mai 2011 beim 24:30 beim SC Magdeburg einem Bundesligisten geschlagen geben. Danach blieb der Rekordmeister in 51 Spielen am Stück ohne Niederlage. Nun beendet Melsungen diese imposante Serie.

Am Ende saßen die Kieler niedergeschlagen am Boden und starrten fassungslos in die Arena. Die Melsunger Spieler dagegen vollführten Freudentänze, 10.285 Zuschauer in der ausverkauften Arena trauten ihren Augen nicht. Mit 29:25 (14:16) gewann Melsungen in der eigentlich für uneinnehmbar geltenden Sparkassen-Arena!

- Anzeige -

"Das ist schwer zu verstehen. Was meine Mannschaft geleistet hat, war taktisch und kämpferisch überragend", sagte Melsungens Trainer Michael Roth voller Stolz: "Wir werden wohl erst morgen wissen, dass wir einen historischen Sieg gelandet haben. Wir haben die Kieler dahin gebracht, wo sie jeder haben will: zu einem unsicheren Spiel. Ich bin unfassbar stolz."

Bereits in der ersten Halbzeit taten sich die Kieler sehr schwer, zur Pause lagen sie nur mit zwei Toren vorne. Mit fünf Treffern am Stück gingen die Hessen dann zu Beginn des zweiten Abschnitts in Führung. Mit vereinten Kräften brachte das Team den Vorsprung erstaunlich souverän über die Zeit. Beste Werfer der Melsunger waren Michael Allendorf (7) und Felix Danner (6). Für die Kieler reichten diesmal sechs Treffer von Filip Jicha nicht aus.

Da die Rhein-Neckar Löwen bereits zum Auftakt des Spieltags mit 37:27 gegen den HSV Hamburg gewannen, rutscht Kiel nun auf Rang zwei der Tabelle ab.

Flensburg rückt vor

Im Ringen um die Champions-League-Plätze hat die SG Flensburg-Handewitt einen wichtigen Auswärtssieg gefeiert. In Minden behauptete sich das Team von Trainer Ljubomir Vranjes am Ende knapp mit 30:29 (16:16) und schob sich damit in der Tabelle an den punktgleichen Teams aus Wetzlar und Berlin auf Platz drei vorbei.

Fast wären die Flensburger mit leeren Händen nach Hause gefahren, denn zehn Minuten vor Schluss lagen die Gäste mit zwei Toren zurück. Anders Eggert (52., 54.), Steffen Weinhold (55.) und Thomas Mogensen (58.) brachten die SG aber mit einem 4:0-Lauf auf die Siegerstraße. Eggert war mit sechs Toren am Ende auch treffsicherster Werfer der Flensburger, während Mindens Nenad Bilbija mit zwölf erzielten Treffern der alles überragende Einzelspieler auf dem Parkett war. Dem Slowenen dürfte das ob der schmerzlichen Niederlage ein schwacher Trost sein.

Gummersbachs Krise hält an - Pleiten für Lübbecke und Göppingen

Für die Gummersbacher wird die Luft immer dünner. Am Samstag ging der VfL zum siebten Mal in Folge als Verlierer vom Platz und rutschte nun auf Rang 15 ab - der Abstieg droht! Der Altmeister hatte gegen den SC Magdeburg mit 24:37 (10:20) das Nachsehen. Die Oberbergischen präsentierten sich gegen den SCM von Beginn an in desolater Verfassung und waren hoffnungslos unterlegen. Magdeburg indes zeigte kein Erbarmen und erspielte sich nach zehn Minuten ein komfortables Polster (9:3). Und auch danach änderte sich nichts: Gummersbach war in der Offensive äußerst limitiert und hatte all seine Hoffnungen wieder einmal auf Adrian Pfahl gelegt. Der Nationalspieler erzielte dann auch sieben Treffer, konnte alleine aber trotzdem nichts reißen. Magdeburg zeigte das variablere Spiel, war sowohl durch die Mitte als auch über die Außen gefährlich und hatte zudem in Yves Grafenhorst (8 Tore) den treffsichersten Spieler auf dem Parkett.

Yves Grafenhorst
In Gummersbach nicht zu stoppen: Yves Grafenhorst.
© imago

Auch der TuS N-Lübbecke läuft Gefahr, in eine ernste Krise zu rutschen. Die Mannschaft von Trainer Gennadij Chalepo verlor am Samstag gegen die HSG Wetzlar mit 29:30 (13:18). Die Hausherren verschliefen vor allem den ersten Durchgang und hatten dann nach dem Seitenwechsel eine Hypothek von fünf Toren aufzuholen. In der Schlussphase kam dann die Chance, da die Mittelhessen etwas abbauten - zur Wende sollte es dennoch nicht mehr reichen.

Im dritten Spiel des Abends unterlag Frisch Auf Göppingen dem TSV Hannover-Burgdorf mit 28:31(13:17).


Statistik zu den Spielen

THW Kiel - MT Melsungen 25:29 (16:14)

Tore Kiel: Jicha 6/1, Narcisse 5, Sigurdsson 4, Vujin 4/1, Sprenger 2, Ahlm 1, Ekberg 1, Toft Hansen 1, Zeitz 1
Melsungen: Allendorf 7, Danner 6, Vuckovic 5, Karipidis 4/2, Fahlgren 3, Schröder 2, Stenbäcken 2
Zuschauer: 10285
Strafminuten: 0 / 2
Disqualifikation: - / -

TuS N-Lübbecke - HSG Wetzlar 29:30 (13:18)

TuS N-Lübbecke: Wilke 9/6, Niemeyer 5, Loke 4, Vukovic 4, Tluczynski 3, Schöngarth 2, Svensson 1, Gustafsson 1
HSG Wetzlar: M. Müller 6, Schmidt 6/2, P. Müller 4, Reichmann 4, Fridgeirsson 2, Tiedtke 2, Valo 2, Fäth 2, Harmandic 1, Kristjansson 1
Zuschauer: 1855
Strafminuten: 8 / 10
Disqualifikation: - / -

VfL Gummersbach - SC Magdeburg 24:37 (10:20)

VfL Gummersbach: Pfahl 7/1, Teppich 4, Krause 4, Sprem 3, Schroeter 2, Kopco 1, Putics 1, Lützelberger 1, Gaubatz 1
SC Magdeburg: Grafenhorst 8, Hornke 6/1, R. Weber 5/1, Rojewski 5, van Olphen 5, Schäpsmeier 3, P. Weber 3, Jurecki 1, Tönnesen 1
Zuschauer: 2105
Strafminuten: 6 / 4
Disqualifikation: - / -

Frisch Auf Göppingen - TSV Hannover-Burgdorf (28:31(13:17)

Frisch Auf Göppingen: Horak 9, Markovic 7/2, Kneule 6, Markez 3, Späth 2, Fontaine 1
TSV Hannover-Burgdorf: Johannsen 6, Olsen 6/1, Lehnhoff 5/2, Patrail 5, Mocsai 4, Jurdzs 2, Andreu Candau 2, Buschmann 1
Zuschauer:
Strafminuten: 4 / 14
Disqualifikation: - / Ziemer (54.)

GWD Minden - SG Flensburg-Handewitt 29:30 (16:16)

Tore für GWD Minden: Bilbija 12, Svitlica 6/4, Doder 5, Tesch 3, Klesniks 1, Oechsler 1, Schmidt 1
SG Flensburg-Handewitt: Eggert 6/3, Glandorf 5, Gustafsson 5, Mogensen 4, Knudsen 3, Svan Hansen 3, Weinhold 3, von Gruchalla 1
Zuschauer: 2350
Strafminuten: 12 / 6
Disqualifikation: Oechsler (58./3. Zeitstrafe) / Knudsen (39./3. Zeitstrafe)

09.12.12
 
- Anzeige -
Seite versenden
zum Thema
- Anzeige -

Bundesliga - Tabelle

Pl. VereinTorePkte.
1Rhein-Neckar Löwen422:36628:2
 
2THW Kiel498:37927:3
 
3SG Flensburg-Handewitt471:38522:8
 
4Füchse Berlin415:38222:8
 
5HSG Wetzlar447:41922:8
 
6MT Melsungen428:40719:11
 
7TSV Hannover-Burgdorf444:43919:11
 
8HSV Hamburg441:42318:12
 
9SC Magdeburg452:42616:14
 
10Frisch Auf Göppingen421:41613:17
 
11HBW Balingen-Weilstetten404:44013:17
 
12TuS N-Lübbecke435:43212:18
 
13TBV Lemgo408:43310:20
 
14TSV GWD Minden395:4528:22
 
15VfL Gummersbach407:4688:22
 
16TV Neuhausen/Erms389:4627:23
 
17TV Großwallstadt377:4165:25
 
18TUSEM Essen372:4811:29
- Anzeige -

- Anzeige -