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02.12.2012, 20:44

SG siegt in Montpellier - Füchse gehen in Minsk leer aus

Zebras gewinnen die Finalneuauflage

Überraschend kassierten die Füchse Berlin in der Champions League in Weißrussland ihre zweite Niederlage. Derweil fuhr der THW Kiel vor eigenem Publikum einen Prestige-Sieg gegen den europäischen Dauerrivalen Atletico Madrid ein. Nicht minder attraktiv war die Aufgabe der SG Flensburg-Handewitt, die in Montpellier gewann. Im EHF-Cup zitterte sich der SC Magdeburg in Skopje eine Runde weiter, während es die Rhein-Neckar Löwen gegen Diomidis Argos ruhiger angehen ließen.

Filip Jicha
Er erwischte einen Sahnetag: Filip Jicha.
© picture allianceZoomansicht

Den Füchsen, die sich bereits für das Achtelfinale qualifiziert hatten, fehlte es offenbar an Motivation bei Dinamo Minsk. Die Weißrussen wussten das für sich zu nutzen und haben nun mit nun einem Punkt Rückstand auf die Berliner und dem gewonnen direkten Vergleich gute Aussichten auf Platz zwei in der Gruppe D. In den noch verbleibenden drei Spielen (zuhause gegen Barcelona und Szeged sowie bei den Kadetten Schaffhausen) muss die Mannschaft von Trainer Dagur Sigurdsson um ihre gute Ausgangsposition für das Achtelfinale bangen.

Die Füchse mussten ersatzgeschwächt in Osteuropa antreten - so fehlten Sven-Sören Christophersen (Anriss des Außenbandes im Knie) und Markus Richwien (Außenbandverletzung im linken oberen Sprunggelenk). Dennoch hielten die Berliner zu Beginn noch gut mit, auch weil Torhüter Silvio Heinevetter mit einigen starken Paraden auf sich aufmerksam machte. Mit zunehmender Spieldauer rissen die Weißrussen das Ruder aber an sich und erspielten sich allmählich einen Vorsprung. Daran konnten weder der für Heinevetter gekommene Petr Stochl noch der gut aufgelegte Bartlomiej Jaszka, dem insgesamt sechs Tore gelangen, etwas ändern. Minsk zeigte sich clever und brachte den 31:24 (16:15)-Sieg am Ende routiniert über die Zeit. Treffsicherster Spieler auf dem Parkett war Sergej Onufrienko, der vor 3000 Zuschauern neunmal einnetzte.

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Jicha treibt THW zum Prestige-Sieg

Kiel gegen Atletico Madrid ist wohl eines der traditionsreichsten Duelle in der Königsklasse, das immer Hochspannung garantierte. So war es dann auch diesmal! In der Neuauflage des letztjährigen Finales gewann der deutsche Meister gegen die Spanier mit 31:27 (15:15) und festigte damit Platz zwei in Gruppe B hinter den verlustpunktfreien Ungarn von MKB Veszprem. Die Zebras bogen in einem spannenden Spiel erst auf der Zielgeraden auf die Siegerstraße ein. Zuvor hatten sich die beiden Rivalen ein packendes Duell geliefert, in dem die nicht in Bestbesetzung angetretenen Madrilenen - Ivano Balic, Kiril Lazarov, Julen Aguinagalde und Jonas Källmanlange hatten die Reise nicht angetreten - lange Zeit knapp die Nase vorn hatten. So führten die Gäste Mitte der zweiten Hälfte mit 25:23, dann drehte der THW aber auf und brachte den Erfolg in trockene Tücher. Überragender Mann in der Halle war Filip Jicha, der die Kieler mit 13 Toren zum Sieg peitschte.

Einen Coup landete auch die SG Flensburg-Handewitt, die beim französischen Meister Montpellier HB lange Zeit in Rückstand gelegen hatte und am sich am Ende doch noch mit 27:25 (12:14) durchsetzte. Die Norddeutschen profitierten in einem spannenden Match von einem Leistungseinbruch der Franzosen im zweiten Durchgang, der letztendlich maßgeblich für die SG-Sieg war. Das Achtelfinale ist den Flensburgern, die mit einem Punkt Rückstand auf Spitzenduo Chekov/Hamburg auf Platz drei in Gruppe A rangieren, nicht mehr zu nehmen.

Magdeburg kommt trotz Niederlage weiter - Löwen machen's locker

Robert Weber
Mit zehn Toren bester Magdeburger in Skopje: Robert Weber.
© imagoZoomansicht

Im EHF-Pokal musste sich der SC Magdeburg in Mazedonien Vardar Skopje mit 26:28 (14:14) beugen, kam aber dank des 30:27-Hinspielsieges eine Runde weiter. Es war ein spannendes Duell zweier gleichwertiger Mannschaften, in dem sich die Hausherren vor 2.000 heißblütigen Fans Mitte der zweiten Hälfte steigerten und kurz vor Schluss auf drei Tore davon zogen - 23:26 (54.). Der SCM bewahrte allerdings kühlen Kopf, schlug zurück und löste sein Ticket für die nächste Runde. Robert Weber lieferte eine Glanzleistung ab und steuerte zehn Tore für den SCM bei.

Auch die Rhein-Neckar Löwen gaben sich keine Blöße, gingen beim griechischen Meister Diomidis Argos aber auch nicht volles Tempo. Nach dem 37:17-Hinspielsieg reichte den Badenern nun ein 27:27 (11:14), um eine Runde weiterzukommen. Zarko Sesum war mit zwölf Toren bester Werfer im Spiel.


Statistik zu den Spielen

HC Dinamo Minsk - Füchse Berlin 31:24 (16:15)

Tore HC Dinamo Minsk: Onufrienko 9, Sevlajevic 5, Rutenka 4, Nikulenkau 4, Ostrushenko 3, Doroshchuk 2, Atman 2, Babishev 1, Bruka 1
Füchse Berlin: Jaszka 6, Lund 4, Löffler 3, Pevnov 2, Sellin 2, Igropulo 2, Laen 1, Romero 1, Bult 1, Nincevic 1, Drux 1
Zuschauer: 3000
Strafminuten: 8 / 6
Disqualifikation: - / -

THW Kiel - Atlético Madrid 31:27 (15:15)

Tore für THW Kiel: Jicha 13, Sprenger 3, Wiencek 3, Ekberg 3, Vujin 3, Zeitz 2, Narcisse 2, Ahlm 1, Klein 1
Atlético Madrid: Markussen 8, Cañellas 4/2, Sánchez 3, Barachet 3, Jurkiewicz 2, Davis 2, Fernández 1, Romero 1, Parrondo 1, Gojun 1, Masachs 1
Zuschauer: 9800
Strafminuten: 4 / 8
Disqualifikation: - / -

Montpellier AHB - SG Flensburg-Handewitt 25:27 (14:12)

Tore für Montpellier AHB: Gajic 12/1, Tej 4, Guigou 4, Karabatic 2, Kavticnik 2, Malmagro 1
SG Flensburg-Handewitt: Mogensen 6, Weinhold 5, Glandorf 4, Eggert 3/2, Heinl 3, Vollquardsen 2, Svan Hansen 2, Karlsson 1, Voigt 1
Zuschauer: 7600
Strafminuten: 4 / 6
Disqualifikation: - / -

A.C. Diomidis Argous - Rhein-Neckar Löwen 27:27 (14:11)

A.C. Diomidis Argous: Megaloikonomou 7, Marango 6, Samaras 5, Mastorogiannis 4, Karaivanov 2, Taskovic 2, Zaravinas 1
Rhein-Neckar Löwen: Sesum 12, Groetzki 5, Guardiola 4, Bitz 2, Myrhol 2, Schmid 2
Zuschauer: 500
Strafminuten: 8 / 6
Disqualifikation: Megaloikonomou (59., Zeitstrafe) / Landin

HC Vardar Skopje - SC Magdeburg 28:26 (14:14)

HC Vardar Skopje: Lazarov 7, Pribak 6, Petric 5, Stoilov 4, Jovchevski 2, Markovic 2, Karacic 1, Rajkovic 1
SC Magdeburg: Weber 10, Kneer 5, Rojewski 3, Jurecki 3, Schäpsmeier 2, Grafenhorst 2, Pajovic 1
Zuschauer: 2900
Strafminuten: 8 / 14
Disqualifikation: - / Pajovic (Zeitstrafe)

02.12.12
 
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