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21.10.2012, 19:20

Champions League: Knappe Niederlage für den THW

Kraus geht voran: HSV setzt sich durch

Ein ungewohntes Gefühl für THW Kiel! Der deutsche Meister und Champions-League-Sieger musste in Ungarn beim MKB Veszprem in der "Königsklasse" eine Niederlage hinnehmen. In einem wahren Krimi ging der Bundesligist beim ungarischen Serien- und Rekordchampion mit 30:31 leer aus und verliert Platz eins der Gruppe B an die Magyaren. Am Sonntag setzte sich der HSV Hamburg gegen Partizan Belgrad durch, die SG punktete in Leon.

Acht Tore gegen Partizan: Michael Kraus legte für den HSV den Grundstein zum Erfolg.
Acht Tore gegen Partizan: Michael Kraus legte für den HSV den Grundstein zum Erfolg.
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Der HSV Hamburg bleibt in der Champions League ungeschlagen. Die Norddeutschen gewannen am Sonntag ihr Heimspiel gegen Partizan Belgrad mit 30:24 (17:13) und feierten den dritten Sieg im vierten Match. Damit sind die Spieler von Coach Martin Schwalb gewappnet für das Spitzenspiel der Gruppe A gegen die SG Flensburg-Handewitt am 18. November. "Mit 7:1 Punkten, und darunter schon Auswärtssiegen in Leon und Montpellier, haben wir eine gute Ausgangsposition für die kommenden Aufgaben", sagte Schwalb.

Die Mannschaft fand nach dem überraschenden Punktverlust beim Aufsteiger TV Neuhausen auch gegen die Serben zunächst nur schwer in die Partie. Erst gegen Ende des ersten Durchgangs agierte der HSV konzentrierter und konnte sich absetzen. Rückraumspieler Michael Kraus (8 Tore) und Rechtsaußen Hans Lindberg (7) führten die ersatzgeschwächten Hamburger zum verdienten Heimsieg vor 2400 Zuschauern.

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Oscar Carlén, Torsten Jansen, Johannes Bitter, Marcin Lijewski sowie Blazenko Lackovic fehlten Schwalb verletzungsbedingt. Kapitän Pascal Hens, der an einem Muskelfaserriss in der Fußsohle laboriert, wurde ebenfalls geschont.

29:29 gegen Leon: Flensburg verliert Platz eins

Nicht mehr Gruppenerster ist die SG Flensburg-Handewitt nach dem 29:29 (16:15) beim spanischen Vertreter Ademar Leon. Die Mannschaft von Coach Ljubomir Vranjes (6:2 Punkte), die nun knapp hinter dem Nordrivalen HSV (7:1) rangiert, zeigte sich im Palacio Municipal de los Deportes kampfstark und ging nach 18 Minuten erstmals in Führung (10:9). Bis zur Pause erspielte sich Flensburg dann einen Vier-Tore-Vorsprung, den Leon (3:5) später wieder zusammenschmelzen ließ. Auch, weil die Gäste sich im Abschluss zu ungeduldig zeigten. SG-Schlussmann Mattias Andersson hielt sein Team aber im Spiel. Zehn Sekunden vor dem Ende hatte Flensburg bei eigenem Ballbesitz sogar noch die Chance zum Sieg. Am Ende teilten sich die Rivalen die Punkte.

Kiel zieht in Ungarn den Kürzeren

Kiel-Torjäger Filip Jicha (li.) gegen Laszlo Nagy
Gestoppt: Kiel-Torjäger Filip Jicha (li.) muss sich Veszprem um Laszlo Nagy beugen.
© Getty ImagesZoomansicht

In der Handball-Bundesliga hat Kiel in der vergangenen Saison alle 34 Spiele gewonnen und blieb auch in der laufenden Spielzeit bislang unbesiegt. In der Champions League konnten die Norddeutschen 14 Spiele lang nicht bezwungen werden. Im Hexenkessel von Veszprem war es dann aber soweit. Die frenetischen ungarischen Fans peitschten ihre Mannschaft lautstark nach vorne, die legte entsprechend los und erarbeitete sich einen Drei-Tore-Vorsprung in der ersten Viertelstunde. Kiel kämpfte sich ins Spiel zurück und ging durch Gudjon Valur Sigurdsson mit dem Halbzeitpfiff erstmals in Führung (15:14).

Im zweiten Durchgang blieb die Begegnung umkämpft. Kiel, das vor allem in Unterzahlsituationen souverän spielte, führte in der 41. Minute mit 25:23, agierte in der Folge aber fahrlässig. Elf Minuten blieb das Team von Alfred Gislason ohne Tor, zudem fanden drei von vier Siebenmetern des THW nicht den Weg ins MKB-Tor. Vielmehr brachte Laszlo Nagy, der insgesamt neunmal traf, Veszprem zurück ins Spiel. Beim Stand von 28:27 für die Ungarn verpasste Daniel Narcisse bei einem schnellen Gegenstoß den Ausgleich, MBK nutzte dies, um auf zwei Tore davonzuziehen.

Am Ende wurde es dramatisch. Kiel verkürzte auf 30:31 und THW-Torwart Thierry Omeyer wehrte einen Wurf von Nagy ab. Doch kein Kieler konnte sich den Ball schnappen. Die Ungarn spielten die Zeit herunter. Kiel erhielt noch einmal den Ball, die verbleibenden drei Sekunden reichten aber nicht mehr zum Ausgleich.

Veszprem löst mit dem vierten Sieg im vierten Spiel Kiel in der Gruppe B auf Platz eins ab.

Statistik zu den Spielen

HSV Hamburg - Partizan Belgrad 30:24 (17:13)

Tore HSV Hamburg: Kraus 8, Lindberg 7/6, Duvnjak 5, Vori 4, Terzic 3, Schröder 2, Nilsson 1
Partizan Belgrad: Maksic 5, Ivosevic 5, Radivojevic 4/2, Mitrovic 3, Zujovic 3, Marsenic 2, Mester 1, Ilic 1
Zuschauer: 2400
Strafminuten: 6 / 6
Disqualifikation: - / -

Ademar Leon - SG Flensburg-Handewitt 29:29 (15:16)

Tore Ademar Leon: Ruesga 7/4, Borges 6, Campos 4/1, Castro 3, Vrazalic 3, Goni 1, Cabanas 1, Carrillo 1, Carou 1, Piñeiro 1, Vranjes 1
SG Flensburg-Handewitt: Eggert 6/4, Svan Hansen 5, Glandorf 4, Kaufmann 4, Knudsen 4, Weinhold 3, Mogensen 2, Atlason 1
Zuschauer: 4000
Strafminuten: 10 / 16
Disqualifikation: - / Karlsson (45./3. Zeitstrafe)

MKB Veszprem - THW Kiel 31:30 (14:15)

Tore MKB Veszprem: Nagy 9, Tamas Ivancsik 7/2, Terzic 4, Jamali 2, Ugalde 2, Oneto 2, Gergö Ivancsik 1, Csaszar 1, Laluska 1, Rodriguez 1, Sulic 1
THW Kiel: Sigurdsson 8, Sprenger 6, Zeitz 4, Jicha 4, Ahlm 2, Narcisse 2, Vujin 2, Ekberg 1/1, Ilic 1
Zuschauer: 5019
Strafminuten: 8 / 12
Disqualifikation: - / -

21.10.12
 
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