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21.10.2012, 19:21

Rhein-Neckar Löwen setzten Siegesserie fort

Kiel gewinnt ohne Mühe beim Schlusslicht

Der HSV Hamburg musste in der Bundesliga beim TV Neuhausen/Erms unlängst überraschend Federn lassen. Die favorisierten Norddeutschen kassierten am Fuß der Schwäbischen Alb in der Schlussminute den Ausgleichstreffer - 28:28 (16:12). Am Sonntag gastierte der THW Kiel in einem ungleichen Duell bei TUSEM Essen und wurde seiner Favoritenrolle gerecht. Die weiße Weste wahrten die Löwen in Hannover.

Niclas Ekberg (THW Kiel)
Applaus: Niclas Ekberg traf sieben Mal beim Tabellenschlusslicht Essen.
© imagoZoomansicht

Mit 37:25 setzten sich die "Zebras" bei Aufsteiger Essen durch. Niclas Ekberg war mit sieben Treffern bester Werfer auf Seiten des THW, der drei Tage nach der 30:31-Niederlage in der Champions League gegen den ungarischen Meister MKB Veszprem erfolgreich auf die nationale Bühne zurückkehrte. Schon zur Pause waren die Norddeutschen mit 18:14 vorne gelegen. Nach dem Wechsel wurde der Klassenunterschied gar noch deutlicher, sodass der Meister den Rückstand auf Tabellenführer Berlin auf einen Punkt verkürzte und zudem noch eine Partie weniger auf dem Konto hat. Einzig Essens Ole Rahmer, der wie Elberg auf sieben Tore kam, leistete den Kielern Widerstand, konnte den Aufsteiger aber nicht vor der neunten Niederlage im neunten Spiel bewahren.

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Tabellenführer bleiben die Rhein-Neckar Löwen nach dem überzeugenden Sieg bei Hannover-Burgdorf. Das Team von Trainer Gudmundur Gudmundsson setzte sich 32:26 (14:10) durch. Erfolgreichster Akteur bei den Löwen war Uwe Gensheimer mit acht Toren, bei Hannover-Burgdorf Morten Olsen (6).

Hamburg strauchelt und lässt einen Punkt liegen

Alles andere als ein doppelter Punktgewinn des HSV Hamburg in Neuhausen/Erms galt vor der Partie als faustdicke Überraschung. Und bis kurz vor Spielende hatte der große Favorit aus der Hansestadt den Auswärtssieg auch dicht vor Augen.

Doch Aufsteiger Neuhausen bewies in eigener Halle große Moral, kämpfte sich nach einem zwischenzeitlichen 21:25-Rückstand zurück und wurde im Endspurt belohnt. Marcel Schiller war es, der in der Schlussminute für den Außenseiter ausglich und so den sensationellen 28:28-Endstand fixierte. Als bester Werfer auf Hamburger Seite zeichnete sich wieder einmal der Däne Hans Lindberg (9/3) aus, für die Hausherren traf Andreas Schröder (9) am häufigsten.

"Wir haben fünf wichtige verletzte und von daher kommt so ein Spiel zustande - vor allem wenn die Spieler etwas müde sind. Heute wurden viele Fehler gemacht", kommentierte HSV-Coach Martin Schwalb, lobte aber auch den Gegner: "Wir sind auf eine Mannschaft getroffen, die bis zum Schluss an die Chance geglaubt hat und im letzten Moment das Quäntchen Glück hatte. Wir haben das Ding zum Schluss weggeschmissen, aber trotzdem, Kompliment was hier entstanden ist."

Doch nicht nur bei den Hamburgern, die in der Champions League zuletzt in Montpellier erfolgreich waren, war an diesem Spieltag die Enttäuschung groß. Der SC Magdeburg verpasste es durch ein 24:26 (14:15) gegen die HSG Wetzlar, den dritten Sieg in Folge einzufahren.

Schuld daran, dass der SCM seinen Aufwärtstrend nicht bestätigen konnte, war eine enttäuschende Angriffsleistung. Da diese über nahezu die gesamte Spieldauer Bestand hatte, hechelten die Sachsen-Anhalter vor 4733 Zuschauern in der Getec-Arena einem Rückstand fortwährend hinterher. Magdeburgs Andreas Rojewski konnte immerhin einen persönlichen Erfolg verbuchen: Mit fünf Toren war er der zielsicherste Akteur seiner Mannschaft. Bei der HSG firmierte Kevin Schmidt (7/2) als bester Werfer.

Flensburg meldet sich zurück

Die SG Flensburg-Handewitt hat derweil bereits am Dienstag - eine Woche nach der Pleite bei den Rhein-Neckar Löwen (27:30) - zurück in die Spur gefunden und sich in der eigenen Campushalle mit 33:22 (16:10) gegen den TBV Lemgo durchgesetzt. Durch den Erfolg kletterten die Flensburger in der Tabelle auf Platz fünf, während die Ostwestfalen mit 4:14 Zählern auf der Habenseite im Tabellenkeller verharren.

Anders Eggert
Einmal mehr treffsicher: Anders Eggert.
© imagoZoomansicht

Die SG hatte nur ganz zu Beginn der Partie kleinere Probleme, lag mit 2:4 hinten. Die Gäste, die lediglich mit neun Feldspielern angereisten waren, stellten sich anfangs geschickt an und gestalteten die Partie durchaus offen. Nach 20 Minute steigerte sich Flensburg aber und zog fortan das gefürchtete Tempospiel auf.

Zur Halbzeit führte der Champions-League-Teilnehmer bereits komfortabel mit sechs Toren (16:10) und baute seinen Vorsprung auch nach dem Seitenwechsel kontinuierlich aus. Anders Eggert, dem acht Tore gelangen, und Lars Kaufmann mit sieben Treffern waren die besten Werfer auf dem Feld, Patrick Zieker netzte sechsmal für den TBV ein.


Statistiken zu den Spielen

TUSEM Essen - THW Kiel 25:37 (14:18)

Tore für TUSEM Essen: Rahmel 7, Böhm 6, Breuer 5/4, Pieczkowski 3, Handschke 2, Kropp 1, Leenders, H. Lindt 1
Tore THW Kiel: Ekberg 7/6, Vujin 5, D. Klein 5, Jicha 5, Narcisse 3, Zeitz 3, Ahlm 3, Sprenger 2, Wiencek 2, Ilic 2
Strafminuten: 4 : 6
Zuschauer: 2.300

TSV Hannover-Burgdorf - Rhein-Neckar Löwen 26:32 (10:14)

Tore für TSV Hannover-Burgdorf: Olsen 6/1, Lehnhoff 5, Buschmann 4, Patrail 4, Andreu 3, Johannsen 2, Mocsai 2
Rhein-Neckar Löwen: Gensheimer 8/4, Petersson 7, Myrhol 6, Groetzki 5, Ekdahl du Rietz 3, Sesum 2, Steinhauser 1
Zuschauer: 3.054
Strafminuten: 2:8

TV Neuhausen/Erms - HSV Hamburg 28:28 (12:16)

Tore für TV Neuhausen/Erms: Schröder 9, Schiller 6/2, Alexander Becker 5, Bader 4, Michalik 2, Reusch 2
HSV Hamburg: Lindberg 9/3, Duvnjak 7, Petersen 5, Kraus 4, Flohr 2, Lackovic 1
Zuschauer: 2300
Strafminuten: 2 / 2

SC Magdeburg - HSG Wetzlar 24:26 (14:15)

Tore für SC Magdeburg: Rojewski 5, Schäpsmeier 4, Grafenhorst 3, Jurecki 3, Kneer 3, Robert Weber 3/1, Landsberg 1, Philipp Weber 1, van Olphen 1
HSG Wetzlar: Schmidt 7/3, Reichmann 4, Fäth 3, Tiedtke 3, Valo 3, Kristjansson 2, Philipp Müller 2, Harmandic 1, Michael Müller 1
Zuschauer: 4733
Strafminuten: 4 / 6

SG Flensburg-Handewitt - TBV Lemgo 33:22 (16:10)

Tore für SG Flensburg-Handewitt: Eggert 8/5, Kaufmann 7, Glandorf 5, Svan Hansen 4, Knudsen 3, Atlason 2, Weinhold 2, Heinl 1, Voigt 1
TBV Lemgo: Zieker 6/4, Pekeler 4, Strobel 4, Lemke 3, Bechtloff 2/1, Preiß 2, Kehrmann 1
Zuschauer: 5489
Strafminuten: 2 / 14

21.10.12
 
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Bundesliga - Tabelle

Pl. VereinTorePkte.
1Rhein-Neckar Löwen234:19916:0
 
2Füchse Berlin256:22316:2
 
3THW Kiel278:20715:1
 
4HSV Hamburg236:21212:4
 
5HSG Wetzlar256:25011:7
 
6SG Flensburg-Handewitt224:17510:4
 
7SC Magdeburg271:25310:8
 
8TuS-N-Lübbecke259:24910:8
 
9Frisch Auf Göppingen258:2489:9
 
10TSV Hannover-Burgdorf255:2659:9
 
11VfL Gummersbach249:2698:10
 
12TSV GWD Minden249:2708:10
 
13MT Melsungen217:2197:9
 
14HBW Balingen-Weilstetten244:2617:11
 
15TBV Lemgo250:2734:14
 
16TV Neuhausen/Erms226:2753:15
 
17TV Großwallstadt211:2511:17
 
18TUSEM Essen217:2910:18
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