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15.10.2012, 16:35

Strombach und Brand in der Schusslinie

Kritik am DHB wird immer lauter

Die Spitze des deutschen Handball-Bundes gerät zunehmend unter Beschuss. Die Tatsache, dass bei der Trauerfeier des kürzlich verstorbenen "Jahrhundert-Handballers" Erhard Wunderlich kein Vertreter des DHB vor Ort war, entflammte einen stürmischen Protest vieler altgedienter Handballer. Am meisten regte sich der ehemalige Nationaltrainer Vlado Stenzel auf.

Vlado Stenzel
Hielt sich mit Kritik nicht zurück: Vlado Stenzel.
© imagoZoomansicht

Im Zentrum der Kritik steht die Verbandsspitze um Präsident Ulrich Strombach und Manager Heiner Brand. "Tiefer kann ein Verband nicht sinken, als bei der Beerdigung eines seiner wichtigsten Spieler nicht mit Vertretern der Verbandsspitze anwesend zu sein", griff Stenzel die Verbandsspitze harsch an, um direkt personelle Änderungen zu fordern: "Es ist eine Schande, wie sich der DHB verhalten hat, und das ist nur ein weiterer Beweis, wie schwach der DHB in seiner Spitze ist. Der deutsche Handball ist am Boden. Am besten wäre es, durch sofortige Neuwahlen eine neue Spitze für den DHB zu finden."

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"Ich muss mit der Kritik leben und kann durchaus verstehen, dass Vlado menschlich enttäuscht ist", sagte DHB-Vize Horst Bredemeier dem SID und betonte, dass "es grundsätzlich die Pflicht des DHB ist, einem so großen Handballer die letzte Ehre zu erweisen". Bredemeier selbst hatte sich nach eigenen Angaben im Rahmen einer Präsidiumssitzung rechtzeitig aus privaten Gründen offiziell für diesen Termin abgemeldet. Brand ließ verlauten, dass er "gar nicht in Deutschland" war und sich in einem lange zuvor geplanten Urlaub befand. Nur Strombach hielt sich mit Erklärungen über seine Abstinenz zunächst bedeckt und wollte keine klaren Aussagen darüber machen. Am Montagabend äußerte er dann doch sein Bedauern, dass er aus dringenden dienstlichen und persönlichen Gründen an der Beisetzung nicht teilnehmen konnte. Das habe er auch Frau Pia Wunderlich in seinem Kondolenzbrief mitgeteilt.

Kritik kommt aber nicht nur von Stenzel, auch Ex-Bundestrainer Simon Schobel klagte an. "Ich frage mich ständig, wo war denn der Rest? Wo waren die Spieler von 78? Wo waren die Spieler von 84? Wo waren die Funktionäre und der Trainerstab des Deutschen Handballbundes?", schrieb Schrobel, der zur Trauerfeier 1300 km aus dem rumänischen Hermannstadt angereist war, in einem bei kicker.de veröffentlichten offenen Brief.

Ähnliche Äußerungen kamen auch von Kurt Klühspies, Weltmeister von 1978, und Torwart-Legende Andreas Thiel. "Es gibt Termine, bei denen man einfach aufzuschlagen hat", erklärte Thiel, während Klühspies der Meinung ist, dass das alles "für den deutschen Handball und uns Handballer eine Riesenenttäuschung ist".

15.10.12
 
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