In der Tabelle der Vorrundengruppe A belegen die Hanseaten mit 5:1 Zählern Rang zwei hinter der punktgleichen SG Flensburg-Handewitt, die am Nachmittag ihr Heimspiel gegen Chekov aus Russland mit 36:26 gewonnen hatte.
Die Franzosen, die auf ihren Superstar Nikola Karabatic und vier weitere angeblich in einen Wett-Skandal verwickelte Spieler verzichten mussten, wehrten sich bis zum Schluss nach Kräften. Dabei gelang Montpelliers Torhüter Remi Desbonnet sogar der Treffer zum 16:19 (33.), als er sich in einer Unterzahlsituation in den Angriff der Franzosen einschaltete.
Am verdienten Erfolg des HSV Hamburg gab es aber keine Zweifel. Auch ohne die beiden Rückraumspieler Marcin Lijewski (Fuß-Operation) und Pascal Hens, der wegen eines Muskelfaserrisses im Fuß geschont wurde, feierte die Mannschaft von Trainer Martin Schwalb den zweiten Sieg im dritten Spiel.
Bester Werfer der Norddeutschen, für die am Mittwoch das Bundesliga-Auswärtsspiel beim Aufsteiger TV Neuhausen ansteht, war Hans Lindberg (10/2). Für Montpellier erzielte Mathieu Grebille (11) die meisten Treffer.
Ganz oben in Gruppe A steht die SG Flensburg-Handewitt, die gegen den russischen Serienmeister Medvedi Chekov mühelos die Punkte vier und fünf einfuhr. Die Nordlichter, die in der Bundesliga einen so durchwachsen Start erlebten, machten gegen erschreckend schwache Gäste früh alles klar, die zweite Hälfte geriet fast zum Schaulaufen. Endstand: 36:26 (19:14). Hinten überzeugte Torwart Mattias Andersson, vorne netzten Holger Glandorf und Lasse Svan Hansen je neunmal ein. Chekov hatte jüngst beim HSV noch ein 27:27 erreicht.
Auf Platz zwei kletterten die Füchse Berlin in der Gruppe D: Die Hauptstädter setzten sich beim SC Szeged in Ungarn nach einer klaren Leistungssteigerung nach der Pause mit 29:22 (14:14) durch. Die Vorentscheidung fiel knapp zehn Minuten vor Schluss, als Iker Romero zwei fast identische Tempogegenstöße binnen weniger Sekunden nutzte und aus einer Zwei- eine Vier-Tore-Führung machte (24:20). Szeged unterliefen nach dem Seitenwechsel zu viele Fehler, außerdem bissen sich die Gastgeber immer wieder an Füchse-Keeper Silvio Heinevetter die Zähne aus. Der krönte seine Leistung auf besondere Weise: In der 59. Minuten traf er vom eigenen ins gegnerische Tor.
Tore SC Pick Szeged: Balogh 5, Ancsin 4, Sulc 3, Buday 2, Larholm 2, Zubai 2, Blazevic 2, Prodanovic 2
Füchse Berlin: Nincevic 7/1, Christophersen 6, Romero 3, Jaszka 3, Richwien 2, Igropulo 2, Bult 2/1, Pevnov 2, Laen 1, Heinevetter 1
Zuschauer: 3200
Strafminuten: 10 / 8
Disqualifikation: - / -
Tore SG Flensburg-Handewitt: Glandorf 9, Svan Hansen 9, Eggert 6/2, Mogensen 4, Atlason 2, Weinhold 2, Knudsen 2, Heinl 1, Kaufmann 1
Medvedi Chekov: Kowalew 5/1, Gorbok 5, Schelmenko 5, Tschernoiwanow 3, Rastwortsew 3, Dibirow 2, Aslanjan 1/1, Tschipurin 1, Schitnikow 1
Zuschauer: 3420
Strafminuten: 12 / 8
Disqualifikation: - / -
| Heim | Gast | Erg. | ||
|---|---|---|---|---|
Constanta | - | MKB Veszprem KC | 27:37 | |
HC Dinamo Minsk | - | Osiguranje Zagreb | 27:27 | |
Hamburg | - | Chehovski Medve | 27:27 | |
FC Barcelona | - | Berlin | 34:23 | |
Celje Pivovarna | - | Atl. Madrid | 22:28 | |
St. Petersburg | - | Vive Kielce | 21:31 | |
Pick Szeged | - | Kadetten Schaff | 30:29 | |
RK Metalurg Sko | - | RK Gorenje Vele | 30:23 | |
Kiel | - | IK Sävehof | 43:34 | |
Bjerringbro-Silkeborg | - | Chambery S. | 25:23 | |
Partizan Belgra | - | Flensburg | 31:37 | |
Montpellier HB | - | Reale Ademar | 27:29 | |