Die Kieler hatten gegen die Skandinavier zu Beginn wenige Probleme. In Unterzahl erzielte Linksaußen Dominik Klein per "Doppelpack" die Treffer zum 13:7 und 14:7. Zur Pause betrug der Vorsprung des Titelverteidigers schon zehn Treffer. Anschließend agierten die Zebras jedoch fahrig, in einer Auszeit monierte THW-Coach Alfred Gislason "zu viele technische Fehler". Die Schweden kamen in der Folge bis auf drei Tore heran (29:32/46.), näher jedoch nicht mehr. Erfolgreichste Werfer der Partie waren Kiels Marko Vujin (9/4) sowie die Schweden Kristian Bliznac und Jesper Nielsen (je 7).
In der Tabelle der Vorrundengruppe B belegen die Kieler mit 4:0 Punkten wegen des schlechteren Torverhältnisses (+14) noch hinter dem ebenfalls ungeschlagenen MKB Veszprém aus Ungarn (+20). Nächster Gegner des THW ist am Donnerstag in der Champions League der noch sieglose rumänische Vertreter HCM Constanta.
Auch die Flensburger bleiben in ihrer Gruppe unbesiegt. Nach dem 37:37 zum Auftakt gegen Montpellier AHB aus Frankreich gab es für den Bundesligisten am Sonntag ein 37:31 (17:15) im Auswärtsspiel beim serbischen Vertreter RK Partizan Belgrad. Für die Serben war es jedoch auch in gewisser Weise fremdes Terrain. Da die Heimhalle der Belgrader in der Hauptstadt belegt war, hatte die Begegnung der Vorrundengruppe A im 240 Kilometer entfernten Nis stattfinden müssen.
Der Anhang machte die Reise jedoch mit und bereitete den Norddeutschen einen heißblütigen Empfang. Wiederholt flogen Papierrollen auf das Spielfeld, die Partie wurde deswegen verspätet angepfiffen und musste mehrmals unterbrochen werden. Die SG zeigte sich davon aber weitgehend unbeeindruckt. Im ersten Durchgang erspielten sich die Norddeutschen einen Zwei-Tore-Vorsprung und ließen die Gastgeber dank einer kontrollierten und konzentrierten Leistung auch in der zweiten Hälfte nicht mehr vorbeiziehen. Überragender Akteur war Anders Eggert, der 13 Treffer erzielte - sechs davon per Siebenmeter. Bester Partizan-Werfer war Bogdan Radivojevic (8/4).
Tore THW Kiel: Vujin 9/4, Ahlm 5, Jicha 5, Sprenger 4, Ekberg 4, Palmarsson 4, Klein 4, Zeitz 3, Ilic 2, Narcisse 2, Sigurdsson 1
IK Sävehof: Bliznac 7, Nielsen 7, Fridén 5/2, Robert Johansson 3, Tönnesen 3, Erik Schefvert 3, Larsson 2, Apelgren 1/1, Tobias Johannson 1, Albrechtson 1, Ottoson 1
Zuschauer: 10 000
Strafminuten: 6 / 6
Tore Partizan Belgrad: Radivojevic 8/4, Maksic 4, Nemanja Ilic 4, Pavlovic 3, Ivosevic 3, Mitrovic 3, Marsenic 3, Zujovic 2, Kajganic 1
SG Flensburg-Handewitt: Eggert 13/6, Mogensen 5, Knudsen 5, Svan Hansen 4, Glandorf 3, Heinl 3, Kaufmann 3, Atlason 1
Zuschauer: 4000
Strafminuten: 8 / 6
| Heim | Gast | Erg. | ||
|---|---|---|---|---|
Constanta | - | MKB Veszprem KC | 27:37 | |
HC Dinamo Minsk | - | Osiguranje Zagreb | 27:27 | |
Hamburg | - | Chehovski Medve | 27:27 | |
FC Barcelona | - | Berlin | 34:23 | |
Celje Pivovarna | - | Atl. Madrid | 22:28 | |
St. Petersburg | - | Vive Kielce | 21:31 | |
Pick Szeged | - | Kadetten Schaff | 30:29 | |
RK Metalurg Sko | - | RK Gorenje Vele | 30:23 | |
Kiel | - | IK Sävehof | 43:34 | |
Bjerringbro-Silkeborg | - | Chambery S. | 25:23 | |
Partizan Belgra | - | Flensburg | 31:37 | |
Montpellier HB | - | Reale Ademar | 27:29 | |