Zur Loginbox springen Zur Navigation springen Zum Inhalt springen
Nicht registriert?

27.09.2012, 12:12

CL-Auftakt: Franzosen unter Manipulationsverdacht

Profitiert die SG von Montpelliers Sorgen?

Am heutigen Donnerstag startet die neue Champions-League-Saison. Gleich am ersten Tag mit dabei: die SG Flensburg-Handewitt. In ihrer Auftaktpartie (LIVE! ab 19 Uhr) empfangen die Norddeutschen mit Montpellier AHB gleich einen dicken Brocken. Die Franzosen schrieben zuletzt skandalöse Schlagzeilen - ein Manipulationsskandal liegt in der Luft.

Nikola Karabatic
Beim betroffenen Spiel nicht dabei: Nikola Karabatic erklärte über seinen Manager, er wisse nichts von Manipulationen bei Montpellier.
© imagoZoomansicht

Ganze drei Ligaspiele hat Flensburg bisher absolviert, keine Mannschaft hat weniger Partien auf dem Buckel. Die Ergebnisse können sich allerdings sehen lassen. Klare Siege gegen Essen und Balingen, dann das 25:25 beim Meister von 2011, HSV Hamburg. Das Problem: Diese Partie ist schon über zwei Wochen her.

Immerhin blieb dadurch ausreichend Zeit, Neuzugang Arnor Atlason noch besser ins Team zu integrieren. Gegen das Spitzenteam aus Montpellier wird man wohl auch alle Körner brauchen, um etwas zu holen. "Nach Kiel und Barcelona ist Montpellier für mich der heißeste Anwärter auf die Teilnahme am Finale Four in Köln", erklärte SG-Trainer Ljubomir Vranjes auf der Vereinswebsite voller Respekt. "Wir agieren vielleicht als Mannschaft etwas besser, erreichen aber nicht die individuelle Stärke von Montpellier."

- Anzeige -

Manipulationsskandal erschüttert Montpellier

Doch sind Karabatic, Kavticnik, Hmam & Co. in den Köpfen überhaupt frei? Schließlich beschäftigen ziemlich konkrete Manipulationsvorwürfe den französischen Spitzenklub, ein entsprechendes Ermittlungsverfahren ist eingeleitet worden, wie Justizkreise bestätigten. Die Akteure sollen am 12. Mai im Auswärtsspiel beim abstiegsgefährdeten Klub Cesson Rennes mit Wetten auf einen Halbzeitrückstand hohe Wettgelder kassiert haben. Mit einem Einsatz von 5000 Euro sollen 200.000 Euro Gewinn gemacht worden sein.

Trainer Patrice Canayer erklärte am Mittwoch auf einer Pressekonferenz in Flensburg: "Bis zum heutigen Tag sind die Spieler nicht befragt worden." Er selbst sei in der vergangenen Woche angehört worden. Darüber habe er seine Spieler informiert. Alle seien "überrascht" von den Vorwürfen. Es gelte die Unschuldsvermutung, "auch für Sportler". Auch Klubpräsident Remy Levy ist inzwischen vernommen worden. "Der Klub streitet jede Verwicklung energisch ab", stellte Levy gegenüber der Zeitung "Le Midi Libre" klar.

Die Wetteinsätze sollen über die Ehefrauen bzw. Freundinnen der Spieler in drei Wettbüros in Paris, Großbritannien und in der Nähe von Montpellier getätigt worden sein. Rennes lag zur Halbzeit mit 15:12 vorn. Mit dem 31:28-Sieg sicherten sich die Bretonen dann auch den Klassenerhalt. Der französische Wettanbieter Francaise de jeux (FDJ) hatte die auffällig hohen Wetteinsätze registriert und diesen Vorgang gemeldet.

Montpellier war in Rennes ohne seine Nationalspieler angetreten. Alle zehn verdächtigen Personen sollen von der Polizei in Montpellier zu einer Anhörung geladen werden. Bei einem Schuldspruch drohen wegen Sportkorruption und Betrug ein Freiheitsentzug von bis zu drei Jahren und hohe Geldstrafen, berichtet die Zeitung "Le Figaro". "Ich habe mit Niko gesprochen, er wusste von nichts. Er dachte, die Angelegenheit sei erledigt. Die Spieler sind in dieser Sache niemals angehört worden, auch wurde, soweit ich weiß, niemand vorgeladen", sagte Bhakti Ong, der Manager des ehemaligen Welthandballers Nikola Karabatic, der französischen Nachrichtenagentur AFP. Karabatic war übrigens wegen einer Verletzung bei dem genannten Spiel nicht dabei.

27.09.12
 
- Anzeige -
Seite versenden
zum Thema
- Anzeige -
- Anzeige -

- Anzeige -