Den finanziell angeschlagenen Hamburgern dürfte damit ein Riesenstein vom Herzen fallen, schließlich ist die Teilnahme an der Champions League deutlich lukrativer als die am EHF-Cup. Ehe es soweit war, mussten die Hanseaten allerdings gehörig schwitzen. Der HSV begann nervös und geriet mit 3:6 in Rückstand, zur Pause lag der französische Klub immer noch mit 15:13 in Front. Fünf Minuten vor Schluss schien die Mannschaft von Trainer Martin Schwalb beim 22:26 schon aus dem Rennen zu sein, kämpfte sich aber wieder heran. Mit einer wahren Energieleistung in der Schlussphase holte die Schwalb-Truppe in den letzten Minuten noch einen Zwei-Tore-Rückstand auf und rettete sich dank der Treffer von Pascal Hens und Hans Lindberg in die Verlängerung.
Auch da hatte St.-Raphael zunächst Vorteile für sich zu verbuchen. Mit der Schlusssirene der ersten fünf Minuten Extrazeit traf der immer agilere Domagoj Duvnjak zum erneuten Ausgleich. In der Schlussminute nahm dann Lackovic das Heft des Handelns in die Hand. 30 Sekunden vor Schluss wagte er den Wurf, anstatt die Uhr runterzuspielen und mit der letzten Aktion die Entscheidung zu suchen. Mit Erfolg: 32:31. St.-Raphael hatte gerade für den Torwart einen siebten Feldspieler gebracht, als Lackovic einen verunglückten Kempapass abfing und den Ball verteidigte - die Entscheidung zugunsten des Bundesligisten, der das Ergebnis über die Zeit brachte.
Der Sieger der Königsklasse kann bis zu einer halben Million Euro an Preisgeldern einstreichen - ohne zusätzliche Prämien von Sponsoren. Der HSV steckt in dieser Saison in einer Konsolidierungsphase und hatte zuletzt bestätigt, dass die Spieler auf 20 Prozent ihres Gehalts verzichten sollen.
Bester Werder beim HSV war einmal mehr der dänische Nationalspieler Hans Lindberg mit acht Treffern. Für Saint-Raphael war Heykel Megannem (8) am erfolgreichsten. Im Halbfinale des Wildcard-Turniers hatte sich Hamburg mit 28:26 (15:16) gegen den polnischen Vizemeister Wisla Plock durchgesetzt. "Natürlich war es kein schönes Spiel, aber wir messen uns am Erreichen unserer Ziele, und das haben wir erreicht", erklärte Hens nach der Partie. "Wir haben Charakter bewiesen."
Damit startet der HSV neben Titelverteidiger THW Kiel, SG Flensburg-Handewitt und Füchse Berlin als vierter Bundesligist in der am 26. September beginnende Gruppenphase der Königsklasse. In den Gruppenspielen treffen die Hamburger unter anderem auf Ligakonkurrent Flensburg, zudem sind Montpellier AHB, Medvedi Chekhov, Ademar León und Partizan Belgrad mit von der Partie.
Saint-Raphael Var HB: Megannem 8, Juricek 5, Abily 4, Caucheteux 4/2, Dipanda 4, Fortuneanu 3, Sanssouci 2, Tomas 1
HSV Handball: Lindberg 8/1, Lijewski 7, Hens 5, Vori 4, Kraus 2, Duvnjak 2, Flohr 2, Lackovic 1, Petersen 1
Zeitstrafen: 4:6
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| Zeit | Sender | Sendung |
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| 13:30 | RTL | Formel 1 |
| 13:30 | SKYS1 | Fußball: UEFA Champions League |
| 13:50 | SKYS2 | Formel 1: Großer Preis von Monaco |
| 13:50 | SKYS2 | Formel 1: Großer Preis von Monaco |
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