Zlatan Ibrahimovic, Ezequiel Lavezzi oder Thiago Motta heißen die Star-Neuzugänge bei den Kickern von PSG - und deren Pendants in der Handballabteilung sind nicht weniger namhaft. Nach den Sommer-Neuzugängen Luc Abalo, Samuel Honrubia und Didier Dinart - allesamt hochdekorierte französische Nationalspieler - ist nun auch Hansen an der Seine zuhause. Der 24-jährige Rückraumschütze habe in Paris einen Vierjahresvertrag unterschrieben, teilte der französische Verein am späten Montagabend auf seiner Facebook-Seite mit. Hansen war seit rund drei Wochen wegen der Pleite seines Arbeitgebers AG Kopenhagen auf Klubsuche.
Das nötige Kleingeld stellt die Investorengruppe Qatar Sports Investments (QSI) aus dem Öl-Staat Katar zur Verfügung, der seit Juni das Sagen hat und dem von "Paris Handball" in "Paris Saint-Germain Handball" umgetauften Klub großzügig unter die Arme greift. "Ohne den Einstieg von QSI wäre der Verein bankrott gewesen", gestand Geschäftsführer Jean-Claude Blanc dem Internetportal RMCSport.fr. Seit zwei Jahren engagiert sich QSI bereits bei den Fußballern.
Die Kieler hätten sicher auch nichts gegen einen Mikkel Hansen in ihren Reihen gehabt, sich aber offenbar nur peripher mit der Verwirklichung beschäftigt. THW-Manager Klaus Elwardt hatte schon vor einigen Tagen erklärt, es seien durch den Konkurs des dänischen Meisters hochinteressante Spieler auf den Markt gespült worden, "aber ich gehe davon aus, dass er nicht kommt". Die Saisonplanungen seien so gut wie abgeschlossen, erklärte Elwardt weiter. Die Mittel aus dem Etat, der wie im vergangenen Jahr 9,5 Millionen Euro beträgt, seien bereits gebunden. Vielmehr scheinen die Zebras nach wie vor an einer Verwirklichung des Transfers von Niclas Ekberg interessiert zu sein.
Bei PSG hingegen scheint der Etat keine Grenzen zu kennen. Mithilfe der neuen Stars soll dem Klub endlich die erste Meisterschaft in Frankreich glücken. Mit dem Pokalsieg wurde 2007 der bisher größte Erfolg errungen, danach stieg der Verein 2009 sogar für ein Jahr in die 2. Liga ab. In der kommenden Saison wollen die Pariser nun Abonnementmeister Montpellier AHB mit Superstar Nikola Karabatic den Titel streitig machen. "Wir wollen so hoch wie möglich, aber Montpellier bleibt Favorit", sagte PSG-Generaldirektor Bruno Martini.
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